EU greift durch: Temu und Co. müssen mit höheren Importkosten rechnen
Mit billigen Produkten wie Handyhüllen, Kleidung oder Spielzeug machen chinesische Unternehmen wie Temu oder Shein ein Milliardengeschäft. Jedes Jahr gelangen zahlreiche Pakete mit günstigen Waren aus China in die EU. Da ihr Warenwert meist unter 150 Euro liegt, waren sie bislang von Zöllen befreit, schreibt das SRF.
Um die Flut an Sendungen mit häufig günstigen Massenprodukten von Plattformen wie Temu einzudämmen, führt die EU nun eine neue Abgabe ein. Künftig werden pro Artikelkategorie in einem bislang zollbefreiten Paket drei Euro fällig. Enthält eine Sendung beispielsweise drei Stofftiere und ein T-Shirt, fallen insgesamt sechs Euro an.
Auch Schweizer Unternehmen betroffen
Die neue Abgabe betrifft auch Sendungen aus der Schweiz mit einem Warenwert unter 150 Euro, denn die Schweiz ist nicht Teil der EU. Schweizer Onlineshops, die Waren in EU-Länder verschicken, sollten sich deshalb bei der Post über die neuen Abläufe informieren. Je nach Situation können sie die zusätzlichen Kosten selbst tragen oder an ihre Kundschaft in der EU weitergeben.
Für Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, die in europäischen Onlineshops einkaufen, ändert sich hingegen nichts. Die neuen Gebühren zielen ausschliesslich darauf ab, den Import günstiger Waren in die EU zu verteuern – nicht den Export aus der Union.
Die Teuerung ist für zwei Jahre angesetzt und dient als Übergangslösung, bis eine neue digitale Plattform für die Zollabwicklung und -kontrolle eingeführt wird. (kek)
