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China will Ölreserven anzapfen – USA für koordiniertes Vorgehen

China will Ölreserven anzapfen – USA für koordiniertes Vorgehen

18.11.2021, 09:1518.11.2021, 09:15
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Energiepreise werden weltweit zum Problem.Bild: keystone

China bereitet angesichts der hohen Energiepreise ein Anzapfen der staatlichen Ölreserven vor. «Wir arbeiten daran, Rohölreserven freizugeben», sagte eine Sprecherin der zuständigen Behörde am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sie kündigte zugleich an, dazu später eine Erklärung zu veröffentlichen.

Der grösste Ölimporteur der Welt hatte zuletzt im September die staatlichen Reserven angezapft und 7.38 Millionen Barrel an heimische Raffinerien versteigert.

Die Volksrepublik hält die Höhe ihrer strategischen Reserven geheim. Die letzte öffentliche Aktualisierung erfolgte 2019. Damals gab die Nationale Energieverwaltung bekannt, dass das Land über Ölvorräte verfüge, die 80 Tage reichen sollen. Das Beratungsunternehmen Energy Aspects schätzte Anfang des Jahres, dass Chinas Reserven etwa 220 Millionen Barrel Rohöl enthalten, was einer Nachfrage von 15 Tagen entsprechen würde.

Ölpreise drücken

Die US-Regierung hat nach Reuters-Informationen mit wichtigen anderen Ländern darüber gesprochen, Teile der jeweiligen Ölreserven anzuzapfen. Ziel eines derartigen koordinierten Vorgehens wäre es, die Ölpreise nach unten zu drücken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Demnach wurden diese Gespräche in den vergangenen Wochen unter anderem mit Japan, Südkorea, Indien und China geführt. Sie seien nicht abgeschlossen. Es gebe auch keine endgültige Entscheidung darüber, ob es zu einem solchen Schritt oder anderen zur Beeinflussung der Ölpreise kommen werde.

Das US-Präsidialamt wollte sich nicht zum Inhalt der - in der Vergangenheit wiederholt bestätigten - Gespräche mit anderen grossen Energieverbraucher-Staaten äussern. Präsident Joe Biden hatte das Förderkartell Opec und verbündete Produzenten wie Russland wiederholt dazu aufgerufen, ihre Ölförderung schneller auszuweiten.

Der Preis für die Ölsorte Brent ist in diesem Jahr wegen der anziehenden Weltkonjunktur um bis zu 69 Prozent gestiegen. Am Donnerstag gab er um 0.4 Prozent auf knapp 80 Dollar je Fass nach. (aeg/sda/awp/reu)

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