Wirtschaft
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18 Prozent in einer Woche: Aktienkurse in Asien brechen weiter ein



Asiens Leitbörse in Tokio ist nach den schweren Kursverlusten in den USA und Europa erneut eingebrochen: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab im Verlauf um 10.1 Prozent nach auf 17'081 Punkte und erreichte damit ein Dreieinhalb-Jahres-Tief. Über die gesamte Woche gesehen sank der Index um über 18 Prozent, so viel wie seit 2008 innerhalb einer Woche nicht mehr.

«Es fühlt sich an wie Panik. Investoren verkaufen selbst Wertpapiere, die nicht längerfristig vom Coronavirus beeinflusst werden sollten», sagte der Stratege Takuya Hozumi von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

epa08274195 A pedestrian walks past a display showing closing information of Tokyo's Nikkei Stock Average and Tokyo stock index in Tokyo, Japan, 06 March 2020. The Tokyo stock benchmark fell 579.37 points, or 2.72 per cent, to close at 20,749.75. The decline has been attributed to concern over the global COVID-19 and coronavirus outbreak.  EPA/KIMIMASA MAYAMA

Fallende Kurse in Asien. Bild: EPA

Auch an der Seouler Aktienbörse befinden sich die Kurse weiter in der Abwärtsspirale. Panikverkäufe führten dazu, dass der Leitindex Kospi am Vormittag bis 11.10 Uhr Ortszeit um fast 150 Punkte oder mehr als 8 Prozent auf 1685.08 Zähler absackte. So tief stand der Index seit achteinhalb Jahren nicht mehr.

Analysten erklärten übereinstimmend, der Ausverkauf gehe weiter, weil Investoren keine Ahnung davon hätten, wie weit sich die Weltwirtschaft angesichts der Ausweitung der Pandemie abkühlen werde.

Was ist mit den Olympischen Spielen?

Zur Unsicherheit trägt in Japan die fragliche Austragung der Olympischen Spielen diesen Sommer in Tokio bei. Bislang hat die japanische Regierung ungeachtet der Absage an Massenveranstaltungen rund um den Globus versichert, dass die Spiele wie geplant stattfinden werden. Analysten rechnen damit, dass die Absage der Olympiade die Gewinne der heimischen Wirtschaft um knapp ein Viertel verringern könnte.

Am Vortag hatten die Sorgen wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie die Börsenkurse weltweit dramatisch einbrechen lassen. Der Schweizer Leitindex SMI büsst 9,64 Prozent ein. Und damit nur 0,9 Prozentpunkte weniger als am bis dato schlimmsten Börsentag verloren ging: am 16. Oktober 1989 sackte der SMI um 10,54 Prozent ab.

Und auch der Deutsche Aktienindex (Dax) und der US-Leitindex Dow Jones erlitten ihre stärksten Tagesverluste seit rund drei Jahrzehnten.

Der Dax schloss am Donnerstag mit einem Minus von 12.24 Prozent – der stärkste Tagesverlust seit 1989. Seit Anfang des Jahres sackte der Dax damit um mehr als 30 Prozent ab. Der Dow Jones büsste 9.99 Prozent ein und landete bei etwa 21'200 Punkten.

Dies war der stärkste Verlust seit dem Börsencrash vom Oktober 1987. Bereits zu Wochenbeginn hatten die Börsen drastische Kurseinbrüche erlebt. (sda/dpa/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • marcog 13.03.2020 08:31
    Highlight Highlight Die Wirtschaft befindet sich schon seit lange in einem bedenklichen Limbozustand mit tiefen Zinsen, etc. Vermutlich deutlich schlimmer als vor der Subprimekrise. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Börsenkurse massiv an Wert verlieren würden. Das Coronavirus scheint nun der Auslöser zu sein und der planlose Donald ist unfähig, den Problemen Herr zu werden.
    • dho 14.03.2020 01:41
      Highlight Highlight Nein, marcog. Nicht die Wirtschaft. Die Börse ist das Geschwür. Und jetzt ist wieder einmal eine Kursbereinigung im Gang. Null Mitleid mit allen, deren fiktives Geld jetzt teilweise vernichtet wird (es hat ohnehin nur im Hirn der "Anleger" existiert)
  • rodolofo 13.03.2020 07:49
    Highlight Highlight Die letzten Jahre ging es ständig aufwärts mit den Aktienkursen.
    DAS war doch nicht normal, vor allem wenn man bedenkt, wie schütter es bei der realwirtschaftlichen Basis aussieht!
    Die Ressourcen werden geplündert.
    Die Natur wird mittels Raubbau und industrieller Massentierhaltung ausgepresst, wobei ein grosser Teil der Nahrungsmittel als "Food Waste" weggeworfen wird.
    Die Meere werden leergefischt, die Umwelt wird vergiftet, verseucht und mit Müll übersät, der als Makro- und Mikroplastik in die Nahrungsketten gelangt.
    Das "seelische Fundament" unserer Gesellschaft ist verfault...

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