Wirtschaft
International

China setzt weitere US-Firmen auf Exportkontrollliste

260417 -- ASHGABAT, April 17, 2026 -- Chinese Vice Premier Ding Xuexiang, also a member of the Standing Committee of the Political Bureau of the Communist Party of China Central Committee, speaks at t ...
Vizeministerpräsident Ding Xuexiang.Bild: www.imago-images.de

Neue Runde im Handelsstreit: China setzt weitere US-Firmen auf Exportkontrollliste

China hat zehn weitere US-Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt. Damit ergreift das Land im Handels- und Technologiestreit mit Washington erneut Gegenmassnahmen.
22.06.2026, 06:2022.06.2026, 06:20

Exporteure dürfen den Firmen nach Angaben aus Peking keine Güter mehr liefern, die sowohl eine zivile als auch eine militärische Verwendung finden können.

Vizeministerpräsident Ding Xuexiang kritisierte in einer Rede in Peking, einige Länder setzten die nationale Sicherheit als Vorwand für Handelsbeschränkungen ein. Das könne zu geopolitischen Konflikten und Kriegen führen, Protektionismus nehme zu und es steige das Risiko einer Fragmentierung der Industrie- und Lieferketten. Durch Dialog müsse verhindert werden, dass wirtschafts- und handelspolitische Fragen als Druckmittel eingesetzt würden, forderte er.

Firmen im Rüstungs-, Drohnen – oder Sicherheitsbereich

Auf Chinas Exportkontrollliste stehen nun unter anderem die Firmen Aveox, Red Cat Holdings, Teal Drones, Oshkosh Defense, L3Harris Maritime Services sowie MP Materials und USA Rare Earth. Mehrere der Unternehmen arbeiten im Rüstungs-, Drohnen- oder Sicherheitsbereich. Andere sollen amerikanische Lieferketten für seltene Erden und Magnete aufbauen – einen Bereich, den bislang chinesische Firmen dominieren.

Parallel verbot Chinas Finanzministerium staatlichen Stellen, Produkte zu kaufen, die von 46 US-Unternehmen hergestellt werden. Betroffen sind unter anderem grosse Rüstungskonzerne und Rüstungssparten grosser Unternehmen, darunter Lockheed Martin, Raytheon und Boeing.

Ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking stellte die neuen Massnahmen in Zusammenhang mit einer US-Entscheidung. Das Pentagon hatte am 8. Juni eine aktualisierte Liste von 188 chinesischen Unternehmen und verbundenen Einheiten veröffentlicht, die es als sogenannte chinesische Militärunternehmen einstuft. Darunter sind prominente Namen wie Alibaba, einer der grössten chinesischen Internet- und Onlinehandelskonzerne, und BYD, Chinas führender Hersteller von Elektroautos. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
China feiert Militärparade mit Putin und Kim Jong-un
1 / 27
China feiert Militärparade mit Putin und Kim Jong-un

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat die grosse Parade zum Ende der japanischen Besatzung vor 80 Jahren eröffnet.

quelle: keystone / mahesh kumar
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Roboter rudern an traditionellem Drachnbootrennen in China
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Drohnenvorfall in Leipzig: Dieses Geschoss blieb buchstäblich unter dem Radar
Eine Kamikaze-Drohne auf dem Rollfeld eines deutschen Flughafens schreckt die Politik auf. Eine einfache Antwort auf dieses Problem gibt es nicht.
Es ist der bislang gefährlichste Drohnenvorfall an einem deutschen Flughafen: Der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Kamikaze-Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeuges in Leipzig schreckt Sicherheitsexperten und die Politik gleichermassen auf. Die Umstände des Vorfalls deuten darauf hin, dass es sich bei dem mutmasslichen Anschlagsversuch um eine von Russland gesteuerte Aktion handelte. Die drängendste Frage lautet nun: Wie lässt sich der Flugverkehr in Deutschland künftig besser schützen?
Zur Story