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Donald Trump Zollstreit: Keine Produkte aus Kanada mehr in US-Behörden

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Es hat sich ausgeschlürft: Kanadischer Honig gehört zu den Produkten, die Trump aus US-Behörden verbannen will.Bild: www.imago-images.de

Weitere Eskalation: US-Regierung kündigt Einfuhrverbot für diverse Waren aus Kanada an

09.09.2026, 00:3909.09.2026, 10:16

Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck. Er will kanadischen Firmen den Zugang zum Beschaffungswesen von US-Behörden verwehren.

Der US-Präsident wies in einem Post auf Truth Social eigene Behörden an, entsprechende Schritte einzuleiten, um Produkte kanadischen Ursprungs von Listen zu entfernen. Auf diesen sind Unternehmen aufgeführt, von denen US-Behörden über Rahmenverträge Produkte und Dienstleistungen beziehen können.

Trump knüpfte seine neueste Anweisung an die Forderung Richtung Kanada, US-Firmen, darunter Milchlandwirten, gleichwertigen Zugang zu ihrem Markt zu gewähren. Der US-Präsident spricht im Zollstreit immer wieder davon, dass es ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA gebe. Mit diesem Argument hatte er auch gegen viele andere Länder Zölle verhängt.

Kanadas Gegenzölle treten in Kraft

Trumps Ankündigung fiel auf den Tag, an dem Gegenzölle, die Kanada auf US-Importe erhebt, in Kraft traten. Betroffen sind nach früheren Angaben aus Kanada Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik.

Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada waren zuletzt gescheitert. Die USA hatten danach im August Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt – darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Kanada legt daraufhin nun nach.

USA kündigen Einfuhrverbot an

Die Regierung in Washington hat darüber hinaus Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland angekündigt.

Einige Molkereiprodukte, alkoholische Getränke und Motorräder sollen ab dem 29. September nicht mehr in die Vereinigten Staaten eingeführt werden dürfen, wie aus Dekreten von US-Präsident Donald Trump hervorging. Es gehe dabei um einen Warenwert im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

Wie aus Dokumenten des Weissen Hauses hervorgeht, geht es unter anderem um Motorräder und Mopeds, einige Molkereiprodukte sowie bestimmte Weine, Biere, Wodka und Schnäpse. Damit erhöht Washington den Druck, um Ottawa in dem schwelenden Zollstreit zum Einlenken zu bewegen. (sda/dpa)

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