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Russlands erste Diesellieferung unterwegs in die USA

October 20, 2026. Russia. Moscow. View of the Moscow Kremlin from the Moskva River. Ekaterina Belova/NEWS.ru BelovaxEkaterina
Kremlangaben zufolge ist der erste Tanker losgefahren.Bild: IMAGO/Russian Look

Kreml: Russlands erste Diesellieferung unterwegs in die USA

23.10.2026, 13:3123.10.2026, 13:31

Russland hat nach dem Dieseldeal mit US-Präsident Donald Trump nach Kremlangaben nun den ersten Tanker mit 40'000 Tonnen an Bord auf die Reise geschickt.

Weitere Lieferungen würden folgen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Präsident Wladimir Putin hatte den Start am Mittwoch beim Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg angekündigt.

Russland schliesst Dieselexporte auch in andere Länder nicht aus. Das hängt jedoch von den russischen Raffineriekapazitäten ab. «Planmässig erreichen wir erst gegen Ende des Jahres das volle Produktionsvolumen, und dann können auch andere Länder die Mengen erhalten, die sie früher erhielten», hatte der für Energiefragen zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak in dieser Woche erklärt.

International kritisierter Dieseldeal

Anfang Oktober 2026 vereinbarten US-Präsident Trump und Kremlchef Putin Diesellieferungen aus Russland in die USA, wofür Washington bestehende Sanktionen gegen Moskau vorübergehend aussetzte. Der Deal löste international scharfe Kritik aus – von der EU, der Ukraine und sogar Teilen des US-Kongresses.

Moskau wertet die Einigung hingegen als einen Triumph angesichts von Versuchen Kiews, Russland wichtige Einnahmen für seine Kriegsmaschinerie zu nehmen. Putin hatte auch gesagt, dass der Deal helfe, die Preise auf dem Weltmarkt zu senken.

Russische Ölraffinerien werden regelmässig von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen. Durch die Reparaturen sind die russischen Produktionskapazitäten eingeschränkt, woraufhin Moskau Exportstopps für Benzin und Diesel verhängt hatte. Trump kritisierte daher mehrfach die ukrainischen Attacken und machte Kiew vor den Kongresswahlen Anfang November für steigende Spritpreise verantwortlich.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine grossangelegte russische Invasion. (sda/dpa)

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