Ölpreise sinken weiter – Abkommen zwischen USA und Iran in Kraft
Die Ölpreise geben im frühen Handel weiter nach. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August lag zuletzt bei 77.67 US-Dollar und damit knapp 2,4 Prozent niedriger als am Vortag.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan mit «sofortiger Wirkung» in Kraft. Teheran werde die Strasse von Hormus unverzüglich wieder öffnen, und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif in der Nacht auf Donnerstag auf X bekannt. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian hatten die Vereinbarung zuvor unterzeichnet.
«Der einfache Teil war, eine Einigung zu erzielen – der schwierigere ist, zu bestimmen, wie viel von der Störung der vergangenen Monate dauerhaft bleibt», sagte Haris Khurshid, Investmentchef von Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Die US-Grossbank Goldman Sachs geht nun davon aus, dass sich die Ölausfuhren aus der Region am Persischen Golf bis Ende des kommenden Monats normalisieren. Zuvor hatten die Analysten mit einer Normalisierung erst bis Ende August gerechnet. Dennoch könnten die Lieferströme nur auf etwa 70 Prozent des Vorkriegsniveaus zurückkehren, hiess es in einer Studie. Ein Grund seien alternative Exportwege, die Produzenten inzwischen nutzten. (sda/awp/dpa)
