Wirtschaft
International

Nvidia prüft Berichte zu ausländischer Spionage gegen Chef Huang

Nvidia prüft Berichte zu ausländischer Spionage gegen Chef Huang

Der US-Chip-Riese Nvidia hat eine Untersuchung zu Berichten eingeleitet, dass Firmenchef Jensen Huang zum Ziel ausländischer Spionageaktivitäten geworden sei.
08.11.2026, 22:1308.11.2026, 22:13

Die Untersuchung soll laut Nvidia von Mitgliedern des Verwaltungsrats und externen Ermittlern geführt werden.

epa13315905 Chief Executive Officer of Nvidia Jensen Huang arrives the 'Red Carpet for Investments' event as part of the Invest in Germany Summit, in Berlin, Germany, 19 October 2026. The su ...
Nvidia-Chef Jensen Huang.Bild: keystone

In den vergangenen Tagen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Huang ein Verhältnis zu einer Frau gehabt habe, die nach Vermutungen von US-Sicherheitskreisen vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden sei.

Der Fall in der Übersicht:

Huang, selbst geboren in Taiwans Hauptstadt Taipeh und somit chinesischsprachig, bestätigte in einer E-Mail an die Nvidia-Beschäftigten, dass er eine Affäre gehabt habe. «Ich schulde meiner Familie und Euch allen eine Entschuldigung», schrieb er. «Ich war meiner Frau untreu.»

Zuvor hatte die «Financial Times» von der Liebesbeziehung berichtet. In einer ersten Reaktion von Nvidia auf die Berichte hatte es vor einigen Tagen noch geheissen, es handle sich um gewöhnliche Kontakte zu einer Vertreterin eines Nvidia-Kundenunternehmens.

Nvidia ist ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom (künstliche Intelligenz). Chips der Firma aus Santa Clara im Silicon Valley in Kalifornien dominieren in Rechenzentren bei Training und Betrieb künstlicher Intelligenz. Huang baute in den vergangenen Jahren zudem ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump auf.

Zwischen Huang und der US-Regierung gab es immer wieder Differenzen über Beschränkungen für die Lieferung moderner KI-Chips nach China. Der Nvidia-Chef argumentiert, Verbote schadeten der Dominanz von Nvidia und damit auch der Vorreiter-Rolle der USA, weil sie die Entwicklung eigener Technologie in China beschleunigen würden.

Die US-Regierung versucht dagegen seit Jahren, chinesische Fortschritte bei künstlicher Intelligenz durch die Blockade der Lieferungen von Hochleistungschips unter anderem von Nvidia zu bremsen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Umsatzrückgang
Leclanché verkauft weniger Batterien
Der Batterienhersteller Leclanché muss erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen. Gegenüber 2012 sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 14,9 Millionen Franken. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf das Geschäft mit stationären Produkten zurückzuführen, wo Leclanché einen Umsatzeinbruch von 30,5 Prozent auf 2,6 Mio. Fr. verzeichnete.
Zur Story