Wirtschaft
Schweiz

Rheinschifffahrt durch Klimawandel unter Druck – auch in der Schweiz

Luftaufnahme eines Frachtschiffes, das auf dem Rhein zum Birsfelder Hafen, rechts, faehrt, in Birsfelden, am Donnerstag, 20. August 2026. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Luftaufnahme eines Frachtschiffes, das auf dem Rhein zum Birsfelder Hafen fährt.Bild: keystone

5 Monate pro Jahr gefährdet – der Rhein wird zum Problem für die Schweizer Wirtschaft

27.08.2026, 13:4627.08.2026, 13:51

Die Rheinschifffahrt könnte gegen Ende des Jahrhunderts wegen des Klimawandels während rund fünf Monaten pro Jahr gefährdet sein. Das berichtet der Blick.

«Der Rhein wird für die Schifffahrt künftig unzuverlässiger», sagte Massimiliano Zappa von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zur Zeitung. Der Fluss ist auch hierzulande zentral: Zehn Prozent der Güter und Rohstoffe, die die Schweiz mit dem Ausland handelt, werden auf Schiffen über den Rhein transportiert.

Es drohen chronische Milliardenschäden

Historisch seien kritische Pegelstände lediglich während etwa zwei Wochen pro Jahr aufgetreten. In den vergangenen Jahren haben sich Extremereignisse jedoch deutlich gehäuft. «Im aktuellen Sommer spürt man dabei stark den schneearmen Winter. Dieses Schmelzwasser fehlt», sagt Zappa gegenüber dem «Blick». Solche Ereignisse würden mit dem Klimawandel immer mehr zur Normalität.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen wären enorm, heisst es weiter. Sollte der Rhein in Zukunft regelmässig versiegen, würden chronische Milliardenschäden drohen. Laut ETH-Konjunkturforscher Jan-Egbert Sturm muss jetzt deshalb verstärkt auf Schiene, Strasse und Luft ausgewichen werden, sagt er zur Zeitung. Das erfordere Investitionen in Milliardenhöhe.

Massnahmen werden diskutiert

Auch in der Rheinschifffahrt selbst werden mögliche Massnahmen besprochen. Der CEO der HGK Group fordert etwa eine Flottenerneuerung bis 2035 von bis zu 1000 breiteren Transportschiffen mit weniger Tiefgang, berichtet der «Blick». Diese könnten im Vergleich zu alten Modellen bei extrem tiefem Flusspegel nahezu die doppelte Fracht laden.

Weitere Massnahmen wären eine Fahrrinnenvertiefung an besonders prekären Stellen sowie der Aufbau zusätzlicher Zwischenlager, damit im Frühling mehr importiert werden kann, heisst es weiter. Die Massnahmen würden für die nächsten Jahre zwar Abhilfe schaffen, langfristig seien sie aber nicht ausreichend. (hkl)

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quelle: eth-bildarchiv
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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Andi Weibel
27.08.2026 16:05registriert März 2018
Kleine Korrektur: Nichth der Rhein wird zum Problem für die Schweizer Wirtschaft. Sonder die Klimakrise wird zum Problem für die Schweizer Wirtschaft.
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Klaus Trophobie
27.08.2026 15:00registriert Mai 2023
Man könnte den Eindruck bekommen, dass das völlig überraschend kommt!
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Rethinking
27.08.2026 14:14registriert Oktober 2018
Wie wäre es mit ECHTEN Massnahmen gegen die globale Erwärmung?
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