Wirtschaft
Schweiz

Longchamp verliert Wahlbarometer-Auftrag der SRG – Hermann übernimmt

Michael Hermann, Gründer und Geschäftsführer von Sotomo übernimmt künftig die Vorwahl-Umfragen. 
Michael Hermann, Gründer und Geschäftsführer von Sotomo übernimmt künftig die Vorwahl-Umfragen. Bild: KEYSTONE

Longchamp verliert Wahlbarometer-Auftrag der SRG – Hermann übernimmt

Die SRG vergibt den Auftrag für die Trendumfragen vor Wahlen neu an die Firma Sotomo des Politologen Michael Hermann. Dieser hat gerade einen Grossauftrag der Tamedia verloren. 
12.05.2016, 10:5920.05.2016, 16:33

Claude Longchamps GfS verliert einen Prestige-Auftrag der SRG. Für die Legislaturperiode 2016 bis 2019 betraut die SRG zwei Forschungsinstitute damit, Trendumfragen und Hochrechnungen bei Wahlen und Abstimmungen durchzuführen. Für Trendumfragen vor Wahlen, das sogenannte Wahlbarometer, geht die SRG mit Sotomo Zürich eine neue Kooperation ein. Für Trendumfragen vor Abstimmungen und Hochrechnungen am Abstimmungssonntag wird die etablierte Zusammenarbeit mit GfS Bern fortgesetzt.  

Die SRG begründet den Wechsel von Longchamp zu Hermann bei den Wahlbarometern damit, dass seine Online-Umfragen für die Stimmungserhebung vor Wahlen geeigneter sei. «Bei Wahlen benötigt die befragte Person keine Erläuterungen», schreibt die SRG in einer Mitteilung. Auch könne mit einer Onlinebefragung eine grosse Zahl an Personen einfach erreicht werden. 

Verschiedene Methoden für Abstimmungen und Wahlen 

Für die Trendumfragen vor Abstimmungen eigne sich die vom GfS praktizierte Methode der Telefonumfrage besser, da die Befragten über «wenig Vorwissen zu den Abstimmungsvorlagen verfügen», weshalb Befrager sicherstellen müssen, dass die Fragen richtig verstanden werden. 

Michael Hermanns Sotomo hat bis vor kurzem auch im Auftrag des Zürcher Grossverlages Tamedia Onlinebefragungen vor Wahlen und Abstimmungen durchgeführt. Kolportierterweise war dem Verleger die Kommentierung der Ergebnisse aber zu links, weswegen diese jemand anders übernehmen sollte. Weil für Hermann Analyse und Einordnung der erhobenen Daten zusammengehören, hat er den Auftrag ganz verloren und zwar an die beiden Politologen Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen.  (thi)

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Roger Köppel flirtet in Moskau mit Putin – und fragt nach Tipps für die Schweiz
Der «Weltwoche»-Chef darf in Moskau Russlands Machthaber eine Frage stellen. Köppel bedankte sich bei Russland für die Schweizer Neutralität – und holte einen Appell Putins an die Schweiz ab.
Überraschungsauftritt des Schweizer Verlegers in Moskau: Eigentlich sollte Roger Köppel bei einer Veranstaltung mit Kreml-Chef Wladimir Putin nur eine kurze Frage aus dem Publikum stellen. Doch der «Weltwoche»-Chef bauchpinselte den russischen Herrscher so sehr, dass dieser ihn persönlich dazu aufrief, ein kleines Referat zu halten. Mit dem Ende, dass der Schweizer seinem Gegenüber sogar versicherte, ihn beim Versuch zu unterstützen, die alte Russlandpolitik Deutschlands wieder einzuführen.
Zur Story