Hotels verbuchten im August weniger Übernachtungen – auch von Schweizern
Im August ist die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels gesunken. Besonders aus Asien sind im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger Gäste in die Schweiz gereist. Grund dafür ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Allerdings ging im August auch die inländische Nachfrage in Schweizer Hotels zurück.
Die Zahl der Logiernächte sank im August 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 4,88 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Bereits erste Schätzungen dazu hatten einen Rückgang in dieser Grössenordnung angezeigt. Die Übernachtungen mit Gästen aus dem Ausland gingen um 2,6 Prozent zurück und jene mit Schweizer Gästen nahmen um 1,5 Prozent ab.
Damit hat sich das Geschäft in den Hotels nach dem leichten Aufbäumen im Juli (+0,5 Prozent) im August wieder abgeschwächt. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar bis August) ging die Zahl der Logiernächte gegenüber derselben Periode im Rekordjahr 2025 um 0,7 Prozent auf 30,2 Millionen zurück.
Nahost-Konflikt belastet
Der Rückgang ist primär auf fehlende Gäste aus dem Ausland zurückzuführen. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sinken die Gästezahlen insbesondere aus Indien, China, Südostasien oder den Golfstaaten. Der Grund: Beliebte Flugrouten über Airline-Hubs wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha sind wegen des Krieges erheblich gestört.
Konkret sanken die Logiernächte mit Gästen aus dem Ausland im Achtmonats-Zeitraum um 2,2 Prozent auf 15,5 Millionen. Die Übernachtungen mit Gästen aus Indien etwa gingen um 23 Prozent, aus den Golfstaaten um 16 Prozent oder aus China um knapp 7 Prozent zurück. Bei Schweizer Gästen stiegen die Übernachtungen in dieser Periode indes um 0,9 Prozent auf 14,6 Millionen. (sda/awp)
