Wirtschaft
Schweiz

Schlafstörungen kosten die Schweiz jährlich 15 Milliarden Franken

Sleepy faul junge Frau gähnt Aufwachen nach dem Schlafen hält Tasse Kaffee am Morgen auf weißem Hintergrund Sleepy lazy young woman yawns waking up after sleeping holds cup of coffee in morning on whi ...
Müde am Arbeitsplatz? Das ist nicht die einzige Folge von Schlafstörungen.Bild: www.imago-images.de

Schlafstörungen kosten die Schweiz jährlich 15 Milliarden Franken

Schlafstörungen belasten das Schweizer Gesundheitswesen und die Wirtschaft mit jährlich rund 15 Milliarden Franken. Das sind die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa, wie aus einer im Fachblatt «European Journal of Neurology» erschienenen Studie hervorgeht.
26.02.2026, 20:4226.02.2026, 20:42

Alleine die Folgekosten von Schlafapnoe belaufen sich demnach auf 8,6 Milliarden Franken, schlüsselte das «Netzwerk Schlaf Schweiz» in einer Mitteilung vom Donnerstag auf. Weitere 4,2 Milliarden Franken entfallen auf lang andauernde Schlafstörungen in Form von Insomnie, 2,3 Milliarden Franken auf sogenannte Restless Legs, also unangenehme Beinbewegungen im Schlaf.

Damit liegen die direkten und indirekten Pro-Kopf-Kosten von Schlafstörungen in der Schweiz bei rund 1855 Euro, wie aus der Studie weiter hervorgeht. Zum Vergleich: In Europa beläuft sich der Median auf 620 Euro. Dieser Kostenunterschied widerspiegle das Preisniveau und die Durchschnittslöhne, so die Studie.

schlafen schlafstörung
Lang andauernde Ein- und Durchschlafstörungen begünstigten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz oder Depression.Bild: shutterstock

Rund 1,7 Millionen Menschen leiden laut dem Netzwerk hierzulande an Schlafstörungen. Besonders betroffen seien Frauen und ältere Erwachsene, zunehmend aber auch junge Menschen. Lang andauernde Ein- und Durchschlafstörungen begünstigten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz oder Depression.

Neurologinnen und Neurologen verschiedener europäischer Universitäten waren an der Studie beteiligt, darunter der Medizin-Dekan der Universität Bern, Claudio Bassetti. Die erhobenen Daten beziehen sich auf das Jahr 2019 und die fünf häufigsten Schlafstörungen. (sda)

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55 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ameo
26.02.2026 20:55registriert Oktober 2025
Wer viel und intensiv schnarcht und Nachts Atemaussetzer hat, sollte sich auf Schlafapnoe kontrollieren lassen. Ich habe jetzt seit 3 Jahren ein sogenanntes CPAP-Gerät beim Schlafen. Ich wünschte, ich hätte es schon vor 20 Jahren gehabt. Es ist einfach eine andere Lebensqualität welche man als betroffene Person bekommt. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich werde es nicht mehr hergeben.
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Scriptkiddy
26.02.2026 21:02registriert Juli 2020
Man könnte z.B. die Kirchenglocken von 22:00 - 06:00 ausschalten. Das würde schon einigen helfen, wenn man im Sommer in der Nacht die Fenster öffnen könnte...
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Garp
26.02.2026 22:59registriert August 2018
„ Dieser Kostenunterschied widerspiegle das Preisniveau und die Durchschnittslöhne, so die Studie.“

Interessanter wäre, wo die Schlafstörungen geringer sind und woran das liegt. Die Kosten sind uninteressant, in Bezug auf die Ursachen von Schlafstörungen und wie man ihnen besser entgegen wirken kann.
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