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Schweizer Wirtschaft wächst wohl stärker als gedacht

Schweizer Wirtschaft wächst wohl stärker als gedacht

30.09.2026, 10:2530.09.2026, 10:25

Die Ökonomen des KOF Instituts der ETH Zürich haben ihre Wachstumsprognose für die Schweizer Wirtschaft für 2026 deutlich erhöht. Auch für das kommende Jahr sind sie zuversichtlicher. Allerdings bleibt die Unsicherheit hoch.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte im laufenden Jahr ohne internationale Sportereignisse um 1,9 Prozent zulegen, wie die Ökonomen am Mittwoch mitteilten. Im Sommer hatten sie erst ein Plus von 0,8 Prozent erwartet. Für 2027 erwartet das KOF Institut nun ein Wachstum von 1,7 Prozent (bisher: 1,5 Prozent) und für 2028 ebenfalls 1,7 Prozent.

«Trotz der Belastungen durch die US-Zollpolitik und die erhöhten Energiepreise hat sich die Weltwirtschaft bislang widerstandsfähig gezeigt», heisst es zur Begründung. Auch die Schweizer Wirtschaft habe sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich robuster entwickelt als erwartet. Für Überraschung sorgte insbesondere das starke zweite Quartal.

Gleichzeitig wurde die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung laut den Angaben nach oben revidiert und zeige damit ein «deutlich günstigeres Bild» der zurückliegenden Entwicklung. Dennoch blieben die Unsicherheiten durch die Situation im Nahen Osten, die US-Zollpolitik und die steigenden Anleihenrenditen hoch.

Steigende Beschäftigung erwartet

Beim Arbeitsmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild. Eine positivere Einschätzung ergibt sich aus den revidierten Daten und dem überraschend starken zweiten Quartal. Daher rechnet das KOF Institut 2026 mit einem Stellenzuwachs von 1,5 Prozent, nachdem im Sommer erst 0,5 Prozent erwartet worden waren.

Auf der anderen Seite bleibe die Arbeitslosigkeit aber erhöht. Ein Teil des jüngsten Anstiegs der Arbeitslosigkeit könne daher «struktureller Natur» sein, so die Ökonomen. Ein Punkt ist der verstärkte Einsatz von KI. Die Arbeitslosenquote dürfte nach Seco-Definition im Jahresdurchschnitt 2026 und 2027 jeweils 3,1 Prozent betragen. (hkl/sda/awp)

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