Wirtschaft
Schweiz

Über 2 Franken pro Liter: Benzinpreise steigen auf Jahreshöchstand

Eine Tankstelle an der A2 Autobahnraststaette Erstfeld in Richtung sueden praesentiert seine Benzinpreise am Donnerstag, 2. April 2026, in Erstfeld im Kanton Uri. Wegen dem Krieg im Iran sind die Roho ...
Wegen des Iran-Kriegs sind die Rohöl- und Benzinpreise erneut angestiegen. (Archivbild, April 2026)Bild: keystone

Über 2 Franken pro Liter: Benzinpreise steigen auf Jahreshöchststand

Die Treibstoffpreise an den Schweizer Tankstellen steigen unaufhörlich weiter. Der erneut eskalierende Irankrieg treibt den Literpreis an den Zapfsäulen auf neue Höchstwerte in diesem Jahr.
09.09.2026, 10:0509.09.2026, 10:05

Aktuell bezahlt man laut neuester Zahlen des TCS schweizweit im Durchschnitt für einen Liter Bleifrei 95 2.05 Franken. Der Preis für Bleifrei 98 steht bei 2.16 Franken und Diesel kostet im Schnitt bereits 2.30 Franken je Liter.

Seit Beginn des Jahres verteuerten sich Benzin und Diesel damit um rund 24 bis 29 Prozent. Damit nähern sich die Preise immer mehr den Rekordständen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Damals kostete Bleifrei 95 zeitweise mehr als 2.30 Franken je Liter.

Die Treibstoffpreise in der Schweiz hängen laut des TCS hauptsächlich von den Produktpreisen an der Börse Rotterdam, dem Kurs des US-Dollars und den Frachttarifen für die Rheinschifffahrt ab. Zuletzt sorgte das extreme Niedrigwasser am Rhein für deutlich höhere Transportkosten für Treibstoffe in die Schweiz. Ein weiterer Grund für die derzeit hohen Preise sind laut Experten die durch den Iran- und Ukraine-Krieg zerstörten Raffineriekapazitäten.

Rohöl über 100 Dollar

Rasche Entspannung ist nicht in Sicht. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Strasse von Hormus.

Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist. Zuletzt war der Brent-Preis Mitte Juli kurzzeitig über 100 Dollar gestiegen. Noch liegt er aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben. (sda/awp)

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quelle: keystone / maya levin
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