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Wirtschaft
Schweiz

Wie viele Mütter nach der Geburt wirklich berufstätig bleiben

Wie viele Mütter nach der Geburt wirklich berufstätig bleiben – in 5 Punkten

11.10.2022, 12:30

Mehr als vier von fünf Müttern in der Schweiz sind berufstätig. Das sind mehr als im europäischen Durchschnitt. Die meisten Mütter arbeiten in einem Teilzeitpensum. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Bundesamtes für Statistik (BFS). Hier sind die wichtigsten Zahlen aus dem Bericht.

Mutter hält ihr Baby an einem Pult.
Nach der ersten Geburt sinkt die Erwerbsquote der Frauen in der Schweiz auf 80 Prozent, nach der zweiten auf 69 Prozent.Bild: Shutterstock

Was hat sich verändert?

Die Quote der erwerbstätigen Mütter hat sich in der Schweiz in den letzten drei Jahrzehnten massiv erhöht. Sie nahm laut BFS um mehr als 20 Prozentpunkte zu. Letztes Jahr nahmen 82 Prozent der Mütter in der Schweiz am Arbeitsmarkt teil.

Was macht die Geburt aus?

Nun, vor der Mutterschaft waren 90 Prozent der Frauen in der Schweiz arbeitstätig. Nach der ersten Geburt sank die Erwerbsquote auf 80 Prozent, nach der zweiten Mutterschaft verringerte sich die Erwerbsquote der Frauen auf 69 Prozent. Mütter verbrachten im Schnitt fünf Jahre ausserhalb des Arbeitsmarkts, bevor sie wieder eine Beschäftigung aufnahmen. Weniger als ein Zehntel der Mütter arbeitete 2021 nach dem Wiedereinstieg Vollzeit. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad lag bei 36 Prozent.

Wie hoch sind die Pensen der erwerbstätigen Mütter?

78 Prozent der erwerbstätigen Mütter arbeiteten im letzten Jahr in einem Teilzeitpensum. Ihr Beschäftigungsgrad nahm in den letzten Jahren zu: Der Anteil Mütter mit einem Pensum zwischen 50 und 89 Prozent ist seit 1991 von 26 Prozent auf 45 Prozent gestiegen. Kurz vor Geburt des ersten Kindes arbeiteten 40 Prozent der Frauen Teilzeit, bei ihrem Wiedereinstieg waren es doppelt so viele. Nach der Geburt des zweiten Kindes stieg der Teilzeitanteil weiter an, wenn auch nur gering.

Und was ist mit den Vätern?

Die Vaterschaft hat einen deutlich geringeren Einfluss: Nach der Geburt des ersten Kindes arbeiteten gemäss BFS Väter etwas mehr Teilzeit als davor (14 Prozent gegenüber 10 Prozent). Bei Schweizern war der Anteil teilzeitarbeitender Väter höher als bei Ausländern. Insgesamt sind 97 Prozent aller Väter in der Schweiz erwerbstätig.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz bei der Erwerbstätigkeitsquote der Mütter mit einem Kind unter sechs Jahren den 8. Platz. Mit einer Quote von knapp 75 Prozent liegt die Schweiz fast 9 Prozentpunkte hinter dem Spitzenreiter Portugal, aber 8 Prozentpunkte über dem EU-Schnitt. Bei Müttern mit Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren fällt die Schweiz mit einer Erwerbstätigkeitsquote von 78 Prozent auf den 17. Platz.

(sda/awp/mlu)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Unsinkbar 2
11.10.2022 13:56registriert August 2019
So, und jetzt noch Tagesschulen einführen (ohne Wartelisten etc.) wie es GANZ Europa schon hat (nein, die französischen und skandinavischen Kinder sind nicht mental geschädigt weil sie in der Kantine essen und nicht das Mikrowellenessen zuhause). Die Grosseltern sind auch berufstätig und/oder wollen keine Kinder hüten, der Chef will auch nicht das Mami oder Papi um 11:30-14:00 nach hause fährt zum kochen…
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Kim Kim
11.10.2022 16:57registriert Januar 2021
Das grosse Problem ist, dass Frauen in Teilzeitpensen und als Mütter heute immer noch nicht die gleichen Karrieremöglichkeiten bekommen und somit ein anderes Lohnniveau haben. Frauen könnten mehr arbeiten, wenn mehr Männer und Betriebe bereit wären, den Männern Teilzeitstellen anzubieten. Das wird leider in diesem Artikel zu wenig thematisiert.
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