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Bund sieht mehr Chancen als Risiken durch freien EU-Personenverkehr

Bund sieht mehr Chancen als Risiken durch freien EU-Personenverkehr

25.06.2026, 10:00

Fast neun von zehn Personen aus EU- und Efta-Staaten mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz haben 2025 gearbeitet. Die Freizügigkeitszuwanderung ist laut dem Bund weiterhin stark arbeitsmarktorientiert und eng an den Bedarf der Wirtschaft gekoppelt.

Das systematische Einholen von Strafregisterauszügen könnte die Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz belasten.
Der Bund sieht Chancen durch den freien EU-Personenverkehr.Bild: keystone

Das zeigt der neuste Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf Arbeitsmarkt und Sozialleistungen, der am Donnerstag publiziert wurde. Demnach wanderten 2025 insgesamt weniger EU- und Efta-Angehörige in die Schweiz ein als in den vorangehenden drei Jahren, jedoch weiterhin mehr als im Durchschnitt mehrerer Jahre.

Gross war die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften in den vergangenen Jahren in den wissensintensiven Dienstleistungen und im Gesundheitswesen. Starken Gebrauch von der Rekrutierung im EU/Efta-Raum machten gemäss dem Bericht jedoch auch das Gastgewerbe, der Bau und die Industrie.

«Das Wirtschaftswachstum der Schweiz hängt bereits heute in erster Linie von Zuwanderung und Produktivitätsgewinnen ab», folgern die Studienautoren. Die Zuwanderung wirke der demografischen Alterung entgegen und mildere die damit verbundene Herausforderung, das Wohlstandsniveau für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Gemäss dem Bericht leisten zudem EU/Efta-Staatsangehörige anteilsmässig deutlich mehr an Beiträgen an AHV und IV, als sie an Leistungen in Form von IV- oder AHV-Renten beziehen. Aufgrund ihres erhöhten Arbeitslosenrisikos leisten sie hingegen weniger an Beiträgen an die Arbeitslosenversicherung, als sie an Arbeitslosenentschädigung beziehen. (hkl/sda)

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