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UBS-CFA-Indikator: Nahostkrieg lässt Schweizer Konjunkturindex abstürzen

Nahostkrieg lässt Schweizer Konjunkturindex abstürzen

Ein Indikator für die Schweizer Konjunktur ist im März tief in den negativen Bereich gefallen. Der Krieg im Nahen Osten hat für einen Stimmungsumschwung gesorgt.
25.03.2026, 11:3225.03.2026, 11:32

Der sogenannte UBS-CFA-Indikator brach im März auf -35,0 von +9,8 Punkten im Februar ein, wie die Ökonomen der UBS am Mittwoch mitteilten. Die Grossbank erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, zusammen mit der CFA Society Switzerland jeden Monat.

Auf dem aktuellen Stand signalisiere der Indikator einen pessimistischen Ausblick für die Schweizer Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten, so das Communiqué. In der jüngeren Geschichte wurden ähnliche Rückgänge nach den Zollschocks im letzten April und August beobachtet. Nun belaste die Nahostkrise die Stimmung.

Der Indexstand ergibt sich aus dem Saldo der Analysten, die eine positive (10%) respektive eine negative Veränderung (45%) der konjunkturellen Lage in den kommenden sechs Monaten erwarten – wobei sich im März die Zahl der Optimisten halbierte und die Zahl der Pessimisten beinahe vervierfachte. Knapp die Hälfte der 40 Befragten ging allerdings von einer unveränderten Lage aus.

Höhere Inflationserwartungen

Mit Blick auf die Inflation hat sich die Erwartungshaltung wegen des höheren Ölpreises deutlich geändert. Im März nahm der Anteil der Analystinnen und Analysten, die in der Schweiz in den nächsten sechs Monaten mit einer Beschleunigung der Inflation rechnen, von knapp 15 auf 55 Prozent zu.

Allerdings erwartet das Gros der Experten beim Ölpreis in den nächsten sechs Monaten eine Normalisierung. Die Mehrheit hält einen Ölpreis zwischen 70 und 90 US-Dollar pro Barrel für das wahrscheinlichste Szenario. Die Aufwärtsrisiken blieben jedoch beträchtlich, betont die UBS: Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent dürfte laut Umfrage Brent-Rohöl im Bereich von 90 bis 100 US-Dollar pro Barrel notieren, während Preisen über der 100-Dollar-Marke eine Wahrscheinlichkeit von 12 Prozent zugeordnet wird.

Die Umfrage wurde zwischen dem 12. und dem 16. März durchgeführt. (sda/awp/lak)

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