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Titlis Bergbahnen erwarten Ergebnisbelastung durch Iran-Krieg

Titlis Bergbahnen erwarten Ergebnisbelastung durch Iran-Krieg

Die Titlis Bergbahnen haben aufgrund des Nahostkonflikts eine Gewinnwarnung ausgegeben. Neben fehlenden Gästen belasteten auch noch weitere Faktoren.
20.05.2026, 18:3320.05.2026, 18:33

Trotz eines guten Starts mit «erfreulicher Nachfrage und Schneeverhältnissen» habe der Nahostkonflikt das Geschäft zunehmend beeinträchtigt, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Die Zahl der Gäste aus Asien, dem Mittleren Osten und Indien sei rückläufig.

Zusätzlich belasteten ein Gondelabsturz im März sowie ein Felsabsturz im April die Wahrnehmung des Unternehmens, auch wenn der Betrieb dank Ersatzlinien aufrechterhalten werden konnte. Insgesamt lag die Zahl der Ersteintritte per 30. April mit 631'041 um 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie die Bergbahnen schreiben.

Gedämpfte Nachfrage aus Übersee

Das internationale Umfeld bleibe zudem herausfordernd: Höhere Flugpreise, vereinzelt eingeschränkte Flugverbindungen sowie der starke Schweizer Franken und Euro dämpften die Nachfrage aus Übersee. Daher erwartet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 2026 eine Ergebnisbelastung.

Die mittelfristig bis ins Jahr 2035 ausgelegten Finanzziele blieben bestehen, dürften aber 2026 «nicht allesamt erreichbar sein». Erste positive Marktimpulse seien zwar erkennbar, diese könnten die externen Einflüsse derzeit aber nicht vollständig ausgleichen.

Positiv hebt das Unternehmen das «Projekt Titlis» hervor. Dieses verlaufe planmässig. Der neue «Titlis Tower» werde wie geplant Ende Mai eröffnet und soll verstärkt Gäste aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) anziehen, um Rückgänge aus Asien und Indien teilweise zu kompensieren.

Eine erste Zwischenbilanz werden die Titlis Bergbahnen mit dem Halbjahresbericht am 1. Juli veröffentlichen. (hkl/sda/awp)

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