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Fall Crans-Montana: Auch ein Ex-Gemeinderat wird nun beschuldigt

Fall Crans-Montana: Auch ein Ex-Gemeinderat wird nun beschuldigt

06.07.2026, 10:3806.07.2026, 10:38

Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist ein ehemaliger Vizepräsident der früheren Gemeinde Chermignon (2013–2016) und späterer Gemeinderat von Crans-Montana (2017–2020) beschuldigt worden. Er ist die 15. beschuldigte Person in diesem Verfahren.

epa12687675 A bouquet of flowers placed by the Italian women ski team to pay tribute to the victims in front of the entrance of the 'Le Constellation' bar after the fire at the bar and loung ...
Beim Brand in «Le Constellation» kamen zahlreiche Menschen ums Leben.Bild: keystone

Der Mann war im Amt, als die Eheleute Jacques und Jessica Moretti 2015 die Bar «Le Constellation» übernahmen. Zunächst hatte der Walliser Regionalsender Canal 9 darüber berichtet. Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte die Information am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Der neu Beschuldigte präsidierte 2015 die Feuerwehrkommission von Chermignon. Seine Einvernahme soll zusätzliche Erkenntnisse zu den umfangreichen Umbauarbeiten liefern, die die Eheleute Moretti nach der Übernahme des Lokals «Le Constellation» vorgenommen hatten – mehr als zehn Jahre vor der Brandkatastrophe.

Drei Anhörungen im Juli

Für Juli sind drei weitere Einvernahmen vorgesehen. Nach der Anhörung des neu Beschuldigten am 14. Juli wird am 16. Juli der ehemalige Gemeindepräsident von Chermignon, Jean-Claude Savoy, befragt.

Am 28. Juli folgt die Einvernahme des bis Ende 2016 amtierenden Sicherheitsverantwortlichen von Chermignon auf dem Campus Energypolis in Sitten. Der Termin war ursprünglich auf den 14. Juli angesetzt, wurde jedoch wegen der Verhinderung seines Anwalts verschoben.

Bei ersten Befragungen am 8. April beziehungsweise 13. Mai hatten die beiden Männer von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, da ihnen die Strafakten noch nicht zugänglich gewesen waren. Die Einvernahmen wurden daraufhin vorzeitig beendet.

Allen Beschuldigten werden dieselben Delikte zur Last gelegt: fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung eines Brandes. Gegen Jessica Moretti wird seit ihrer letzten Einvernahme vom 5. Juni zusätzlich wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Bei der Brandkatastrophe im Walliser Ferienort in der Silvesternacht kamen 41 zumeist junge Menschen ums Leben, 115 weitere wurden verletzt. (dab/sda)

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