Schweiz
Polizeirapport

Behörden ermitteln gegen zwei Mitarbeiter der Titlis Bergbahnen

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Behörden ermitteln gegen zwei Mitarbeiter der Titlis Bergbahnen

27.03.2026, 16:1427.03.2026, 17:59
HANDOUT - A Picture of a wrecked cable car at the Engelberg ski area. On Wednesday morning, March 18, 2026, a Titlis cable car between Trübsee and Stand went down for reasons not yet clarified. One pe ...
Beim Absturz der Gondel kam eine 61-jährige Frau ums Leben.Bild: keystone

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Nidwalden hat gegen zwei Mitarbeiter der Titlis Bergbahnen eine Strafuntersuchung eröffnet. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung und der Störung des öffentlichen Verkehrs, teilte sie am Freitag mit.

Am 18. März hat sich eine Gondel des «Titlis Xpress» im Gebiet Trübsee-Stand vom Seil gelöst und ist in unwegsames Gelände abgestürzt. Eine 61 Jahre alte Frau kam ums Leben.Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte die Gondel wegen des Winds gegen einen Mast geprallt und mit einem Teil der Rollenbatterie kollidiert sein. In der Folge dürfte sich die Klemme, welche die Gondel am Förderseil fixierte, gelöst haben.

Sie habe seit dem Unfall umfassende Beweiserhebungen vorgenommen, teilte die Nidwaldner Staatsanwaltschaft mit. Es seien Spuren gesichert, technische und betriebliche Unterlagen ausgewertet und meteorologische Daten analysiert worden. Zudem seien Zeugen und Beteiligte einvernommen worden.

Die Staatsanwaltschaft kam dabei offenbar zum Schluss, dass die Bahnbetreiberin Fehler gemacht haben könnte. Es bestehe der Verdacht, dass «angesichts der herrschenden meteorologischen Bedingungen Sorgfaltspflichten verletzt» worden seien, teilte sie mit.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete deswegen gegen einen Technischen Leiter der Titlis Bergbahnen und einen weiteren Mitarbeiter eine Strafuntersuchung. Es werde insbesondere geprüft, ob sicherheitsrelevante Vorgaben und Abläufe ausreichend beachtet worden seien, teilte sie mit. Für die Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung.

Die Nidwaldner Strafuntersuchungsbehörden steht nach eigenen Angaben mit der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) und weiteren Fachstellen im Austausch. Es würden weitere Beweise erhoben und Einvernahmen geführt, teilten sie mit. (sda)

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