Wirtschaft
Schweiz

«Schummel»-Vermieter klaut Logo bei Winterthurer Autofirma

Auch das noch! «Schummel-Vermieter» klaut Logo bei Winterthurer Autofirma – der jetzt die Aufträge ausgehen

Der Bülacher Autovermieter R. S. führte mit tiefen Preisen und hohen Rechnungen seine Kunden hinters Licht. Das Logo für seine Firma kopierte er von einem Winterthurer Autovermieter. Dieser bekommt jetzt wütende Anrufe.
27.04.2016, 18:2728.04.2016, 19:55

Heinz Allmann ist wütend. Dem Winterthurer Lieferwagenvermieter mit tadellosem Leumund gehen die Verträge aus, seine Kunden sind misstrauisch, und Allmann muss sich dauernd erklären. Grund ist die Affäre um den Lieferwagen-Vermieter R. S.*, der Kunden mit falschen Offerten hinters Licht führte (watson berichtete).

Zu diesem Zeitpunkt war Heinz Allmann zum ersten Mal aufgefallen, dass S. das Logo von Allmans Firma miet-transporter.ch übernommen hatte und für seine Vermietung verwendete. «Freunde und Kunden sprachen mich darauf an. Wir haben rund 70 Fahrzeuge und auf allen ist das Logo, das S. geklaut hatte», sagt Allmann. Der Winterthurer Unternehmer liess das Logo, ein Schlüssel mit rotem, beschrifteten Anhänger, vor rund zehn Jahren designen.

Die Website von S. (mit rotem Logo)

Mit niedrigen Preisen lockte R. S. im Internet seine Kunden. Das Logo: geklaut.
Mit niedrigen Preisen lockte R. S. im Internet seine Kunden. Das Logo: geklaut.screenshot buelach-lieferwagen-mieten.ch

Das Original

Bild

Mit dem «Kassensturz»-Beitrag über S. wurde Allmanns Logo dann auch noch in die ganze Schweiz ausgestrahlt. «‹Ihr seid im Fernsehen›, haben mir die Leute gesagt. Jetzt muss ich ständig erklären, dass wir eine seriöse Firma sind, weil die sonst denken, wir seien die Glünggis», beklagt sich Allmann. «Die Aufträge gingen bereits massiv zurück», sagt er.

Der Winterthurer Autovermieter hat Strafanzeige eingereicht und versucht, die Website von S. sperren zu lassen. Gegen diesen läuft bereits ein Verfahren wegen Drohung, Betrug und Irreführung der Rechtspflege. Die Polizei ermittelt wegen mehrfachen Vergehen gegen das Waffengesetz. S. war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.  

S. kommt mit Sturmmaske aus der Wohnung zurück und will den Reporter «im Namen des Volkes» verhaften.streamable

(dwi)

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