Wirtschaft
Schweiz

WEF: Demonstrierende blockieren Strasse nach Davos

Anti-WEF-Strassenblockade führt zu langem Stau vor Davos

18.01.2026, 16:2219.01.2026, 13:52

Teilnehmende einer Protestwanderung gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) haben am Sonntag während über einer Stunde die Strasse bei Davos Laret blockiert. Die Polizei löste die Blockade schliesslich ohne grossen Widerstand auf. Zu Festnahmen kam es in diesem Jahr nicht.

Die Demonstrierenden waren am Sonntagnachmittag auf dem Weg von Klosters nach Davos. Dabei nutzten sie die Strassenüberquerung für eine Blockade, wie es auf Anfrage von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei der Kantonspolizei Graubünden hiess. Sie seien jedoch «mehrheitlich friedlich» gewesen und hätten den Anordnungen der Polizei Folge geleistet.

Protesters dressed up as US President Donald Trump and police pose during a demonstration prior the 56th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Sunday, January 18, 202 ...
Demonstrierende in Davos.Bild: keystone

Letztes Jahr nahm die Polizei rund 30 Demonstrierende wegen einer Sitzblockade fest. Zu Festnahmen sei es heuer aber nicht gekommen, sagte ein Sprecher des Strike-WEF-Kollektivs, das hinter der jährlich bewilligten Protestwanderung steht, zu Keystone-SDA. Die Bündner Polizei wollte sich hierzu nicht äussern.

Sie hätten lediglich den kurzen Moment der Sichtbarkeit auf der Kantonsstrasse nutzen wollen, um auf ihren Protest gegen das Wef aufmerksam zu machen, so der Strike-Wef-Sprecher weiter. Die Demonstrierenden mussten eigentlich die Wanderwege nach Davos nutzen. Die Blockade verursachte einen langen Stau, der sich bis zum Anschluss des Vereinatunnels beziehungsweise zum Davosersee erstreckte.

«No WEF – Stop Trump»

In Davos angekommen, mündete die Protestwanderung in die bewilligte Demonstration der Juso mit dem Motto «No WEF – Stop Trump». Es sei angesichts der Geschehnisse in den USA absurd, dem US-Präsidenten Donald Trump in Davos den roten Teppich auszurollen, sagte Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann im Gespräch mit Keystone-SDA.

Die Schweiz biete lieber «dem Neofaschisten Trump» eine Plattform, anstatt verletzte Kinder aus Gaza einzufliegen, kritisierte Hostetmann weiter. Dass das Wef als Plattform für mögliche Einigungen und Entwicklungen dienen könnte, verneinte sie - es brauche andere Formen dafür.

Die Juso setzt sich laut einer Mitteilung für eine gerechte Zukunft für alle ein. Dieser Anspruch stehe im grundlegenden Widerspruch zur Politik und Ausrichtung des Wef. Rund 200 Demonstrierende erhoben dafür ihre Stimmen auf dem Davoser Postplatz und boten zahlreiche Darbietungen.

Dazu gehörte unter anderem ein Seilziehen von Tieren gegen Statisten, die sich als Elon Musk, den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz oder US-Vizepräsident J.D. Vance verkleidet hatten. Bestehende Werbetafeln wurden mit Transparenten überklebt, auf denen zu lesen waren «Hey Davos Billionaires, shut up and pay your tax» (Hey Davos-Milliardäre, haltet den Mund und zahlt eure Steuern). (hkl/sda)

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Das ist die Gästeliste des WEF 2026
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Das ist die Gästeliste des WEF 2026

US-Präsident Donald Trump kommt 2026 nach Davos. Er war schon 2018 und 2020, also in seiner ersten Amtszeit, am WEF zu Gast. Hier wird er 2018 von den Bundesräten Cassis (ganz rechts), Schneider-Amman (2. von rechts) und Berset begrüsst.

quelle: keystone / peter klaunzer
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Wenn das WEF ein Festival wäre
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