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KI: Nvidia verdoppelt Umsatz und Gewinn

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Weil KI noch immer mehr Rechenpower verlangt hat, hat der amerikanische Chiphersteller Nvidia kräftig vorwärts gemacht.Bild: keystone

Nvidia verdoppelt Umsatz und Gewinn

27.08.2026, 00:5127.08.2026, 06:51

Die ungebrochene Nachfrage nach Rechenkraft für KI-Anwendungen treibt den global dominierenden KI-Chipkonzern Nvidia weiter an. Das Unternehmen steigerte den Umsatz in dem am 26. Juli abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal laut Mitteilung auf 96,2 Milliarden US-Dollar.

Das ist mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Der Nettogewinn stieg um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar.

«Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft mit Volldampf», sagte Firmengründer und Konzernchef Jensen Huang laut Mitteilung. Die Produktion der neuen Prozessor-Architektur Vera Rubin laufe mittlerweile auf Hochtouren.

Nvidia ist mit seinen Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren.

Fünf Billionen Dollar Börsenwert

Das zuvor vor allem für seine Grafikkarten bekannte Unternehmen stellt mit seinen Chips und Chipsystemen die Schlüsseltechnologien zum Training grosser KI-Sprachmodelle sowie zu deren Betrieb her. Wer Ende 2019 1000 Euro in Nvidia-Aktien gesteckt hätte, hätte heute ein Investment im Wert von fast 36'000 Euro. Der Börsenwert des Unternehmens liegt mittlerweile - per Schlusskurs vom Mittwoch - bei 5,07 Billionen Dollar, was es zum wertvollsten Konzern der Welt macht.

Im laufenden dritten Quartal soll der Umsatz auf 108 Milliarden Dollar wachsen, plus oder minus 2 Prozent. Selbst das untere Ende der Spanne liegt damit leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung. Vom Erlös sollen 74 Prozent, plus/minus 0,50 Prozentpunkte als um Sondereffekte bereinigter operativer Bruttogewinn übrig bleiben, nach 75 Prozent im zweiten Quartal. Anleger sind allerdings rasantes Umsatzwachstum und hohe Margen gewohnt und daher nur noch schwer zufriedenzustellen: Der Nvidia-Aktienkurs sank nachbörslich denn auch zunächst um knapp ein Prozent.

«Die KI hat ihren Schlüsselmoment erreicht. Sie leistet nützliche Arbeit», sagte Huang. Die Nachfrage nehme rasant zu, hinzu komme ausserdem die Einführung physischer KI - mit starker Dynamik in den USA und weltweit. Physische KI verbindet klassische KI mit Robotik.

Aktien standen zuletzt unter Druck

Rückenwind dürfte sich die Unternehmensführung künftig auch von der Vera-Rubin-Plattform versprechen. Sie ist die leistungsfähigere Nachfolgerin der Blackwell-Architektur und wurde speziell auch für agentische KI konzipiert, also Software, die aktiv agiert, plant und Aufgaben bewältigen kann. Diese Rechenprozesse haben höhere und andere Leistungsanforderungen als das reine Training von KI-Modellen.

Im nachbörslichen US-Handel geriet der Nvidia-Aktienkurs in den ersten Minuten unter Druck, drehte dann aber ins Plus. Zuletzt stieg er um fast vier Prozent auf 218,00 Dollar. Mitte Mai war der Kurs noch auf ein Rekordhoch über 236 Dollar geklettert – anschliessend machten Anleger im gesamten KI-Sektor allerdings erst einmal Kasse.

(sda/dpa)

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