Wirtschaft
USA

JPMorgan zerrt Tesla wegen Musk-Tweet aus 2018 vor Gericht

JPMorgan zerrt Tesla wegen Musk-Tweet aus 2018 vor Gericht

16.11.2021, 03:5016.11.2021, 03:50

Eine Nachricht von Tesla-Gründer Elon Musk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter aus dem Jahr 2018 zum angeblich geplanten Börsenrückzug des US-Autokonzerns hat ein weiteres juristisches Nachspiel.

Die grösste US-Bank, JPMorgan, verklagt den E-Auto-Hersteller vor dem Bundesgericht in Manhatten wegen Vertragsbruch und irreführender Angaben, wie aus der Klageeinreichung am Montag hervorging.

Elon Musk, Tesla CEO, attends a media event alongside the visit of Germany's center-right candidate to replace Angela Merkel as chancellor in the upcoming elections and Christian Democratic Union ...
Elon Musks Tweet aus dem Jahr 2018 hat ein juristisches Nachspiel.Bild: keystone

Tesla habe mit der Bank Optionsscheintransaktionen abgeschlossen, die das Unternehmen zur Auszahlung in Aktien oder Bargeld verpflichteten, wenn der Kurs bei Ablauf der Optionsscheine über dem vertraglichen Ausübungspreis lag. Musks Tweet habe den Wert der Optionsscheine erheblich gedrückt.

Musk hatte am 7. August 2018 auf Twitter erklärt, das Unternehmen für 72 Milliarden Dollar von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert. Später ruderte er zurück. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation folgten Sammelklagen von Investoren. Auch die US-Börsenaufsicht schaltete sich ein. (saw/sda/reuters)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tesla präsentiert E-Brummi auf Steroiden
1 / 13
Tesla präsentiert E-Brummi auf Steroiden
Der feuchte Traum jedes Brummifahrers?
quelle: tesla
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Haben die Milliardär-Bosse ein schlechtes Gewissen?
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Immer mehr stromfressende Rechenzentren in der Schweiz – aber auch immer mehr Kritik
In der Schweiz werden immer mehr Rechenzentren gebaut. Besonders US-Firmen investieren Hunderte Millionen Franken. Doch jetzt wächst der Protest.
Kameras überwachen die Baustelle im Zürcher Vorort Glattbrugg, auf welcher der US-Anbieter Digital Realty bis voraussichtlich Mitte 2028 das Rechenzentrum ZUR4 baut. Es wird sein viertes auf dem Areal. Die Leistung des Zürcher Campus steigt auf über 60 Megawatt. Bei voller Auslastung bräuchte er jährlich mit etwa 500 Gigawattstunden etwa viermal so viel Strom wie die Stadt Aarau. Einige Kilometer weiter wird bald noch mehr Strom geliefert: Das US-Unternehmen Vantage baut in Volketswil ZH einen Campus mit einer Leistung von 100 Megawatt.
Zur Story