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Jetzt ist klar, wie der Marsmond Deimos entstand

Detailliert wie nie zuvor: Webb-Teleskop fotografiert den Löwennebel
Der Mars und Deimos. Bild: ESA

Jetzt ist klar, wie der Marsmond Deimos entstand

18.08.2026, 14:0418.08.2026, 14:04

Wahrscheinlich hat ein einziger Asteroideneinschlag dem Marsmond Deimos sein glattes, staubiges Aussehen verliehen. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern herausgefunden. Grundlage dafür waren Computersimulationen und neue Daten der ESA-Raumsonde Hera.

Ein schräger Aufprall eines rund 320 Meter grossen Asteroiden in einem 45-Grad-Winkel erklärte die Beobachtungen am besten, hiess es in einer am Dienstag publizierten Mitteilung der Universität Bern. Der Aufprall sei heftig genug gewesen, um Material global umzuverteilen, aber nicht stark genug, um den Mond zu zerstören.

Deimos ist mit einem Durchmesser von nur 12,4 Kilometern der kleinere von zwei Monden, die den Mars umkreisen. Anders als sein stark verkrateter Schwestermond Phobos ist Deimos von einer lockeren Schicht aus Staub und Geröll bedeckt, zudem hat er am Südpol eine tiefe Senke. Der Ursprung dieser Gegebenheiten war bislang ungeklärt.

Für ihre Untersuchung führten die Forschenden rund hundert Computersimulationen durch, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Dabei variierten sie die Grösse, Geschwindigkeit und den Einschlagswinkel des Asteroiden. Die Resultate verglichen sie mit Aufnahmen der Raumsonde Hera, die im März 2025 an Deimos vorbeiflog.

Bei der Studie handelt es sich laut der Universität Bern um die erste publizierte Auswertung von Daten dieses Vorbeiflugs. Die Sonde der europäischen Weltraumagentur ESA ist aktuell auf dem Weg zum fernen Asteroidenmond Dimorphos.

Die Erkenntnisse sind laut den Forschenden eine wichtige Grundlage für künftige Weltraummissionen – etwa für die japanische Mission MMX, die noch dieses Jahr starten und die Marsmonde genauer untersuchen soll. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift «Nature Astronomy» publiziert. (sda)

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