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Kosmischer Kuss – Jupiter und Venus treffen sich am Abendhimmel

13.08.2025, Bayern, Schwangau: Die Planeten Jupiter und Venus sind am fr�hen Morgen in einer engen Konjunktion �ber den Alpen zu sehen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/ ...
Venus und Jupiter in einer engen Konjunktion über den bayerischen Alpen im August 2025. Bild: DPA

Kosmischer Kuss – Jupiter und Venus treffen sich am Abendhimmel

Bis Mitte Juni geben sich der grösste Planet des Sonnensystems und der Abendstern jeweils ein Stelldichein am Abendhimmel. So nah wie jetzt kommen sich die beiden erst 2028 wieder.
08.06.2026, 16:3208.06.2026, 16:32

Spektakel am Himmel: Am Abend des 8. und 9. Juni sind die beiden Planeten Jupiter und Venus kurz nach Sonnenuntergang so nahe beieinander zu sehen, dass Astronomen begeistert von einem «Cosmic Kiss» reden, einem «kosmischen Kuss». Nur 2 Grad sind sie dann voneinander entfernt – etwas mehr als die Breite des kleinen Fingers, wenn man die Hand auf Armlänge ausstreckt.

Diese Konjunktion der beiden Himmelskörper ist die engste Annäherung von Jupiter und Venus, die bis Ende 2028 auf der Nordhalbkugel zu beobachten ist. In Wahrheit sind die Planeten natürlich weit voneinander entfernt (die geringstmögliche Distanz zwischen ihnen beläuft sich auf mehr als 630 Millionen Kilometer), doch von der Erde aus gesehen befinden sie sich dann an beinahe derselben Stelle des Himmels. Ihr Orbit liegt wie jener aller Planeten in der Ebene der Ekliptik, der scheinbaren Bahn der Sonne am Fixsternhimmel. Dies ermöglicht Konjunktionen, wie wir sie jetzt beobachten können.

Die beiden Planeten sind hell genug, um schon kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Himmel sichtbar zu sein. Unser Nachbarplanet Venus ist mit einer scheinbaren Helligkeit von -4,0 mag das hellste natürliche Himmelsobjekt nach Sonne und Mond. Dagegen ist Jupiter mit lediglich -1,9 mag gut zwei Grössenklassen dunkler als die Venus – aber immer noch heller als Sirius, der hellste Stern.

Maximale Nähe am 9. Juni

Anfang Juni tauchten Jupiter und Venus beinahe zeitgleich in der Abenddämmerung auf und waren fast bis Mitternacht zu sehen. Jupiter stand dabei links über der Venus und war vier Fingerbreit von ihr entfernt. Seither hat sich dies geändert, denn die beiden Planeten laufen scheinbar aufeinander zu: Während Jupiter von uns aus gesehen immer weiter nach rechts unten zieht, wandert die Venus vergleichbar schnell nach links oben. Am 9. Juni sind sie sich am nächsten, danach wächst der Abstand zwischen ihnen wieder, und zwar rasant – Ende Juni steht die Venus bereits etwa zwei Handbreit links über Jupiter.

Am Monatsende wird Jupiter dann deutlich schlechter zu sehen sein, da er nach Sonnenuntergang in Richtung Nordwesten bereits tief steht. Die Venus wird dann noch eine Stunde länger sichtbar bleiben. (dhr)

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