Sonne, Planeten, Monde – so schön ist unser Sonnensystem
Sonne
Die Sonne, Quell des Lebens, versorgt uns mit Licht und Wärme. Das Zentralgestirn des Sonnensystems, um das sich alle Planeten drehen, vereint unglaubliche 99,86 Prozent der gesamten Masse des Sonnensystems auf sich. In dieser Aufnahme aus dem Jahr 2013 sehen wir links eine Eruption. Wenn die Schockwelle einer solchen Eruption auf die Erde trifft, spricht man von einem Sonnensturm.
Merkur
Normalerweise sieht der sonnennächste Planet nicht so farbenfroh aus – jedenfalls nicht für menschliche Augen. Die Farben auf diesem Bild, das aus Aufnahmen der Raumsonde Messenger (MErcury Surface, Space ENvironment , GEochemistry and Ranging) erstellt wurde, verstärken die chemischen, mineralogischen und physikalischen Unterschiede zwischen den Gesteinen, aus denen die Oberfläche des Merkurs besteht. Messenger war die erste Raumsonde, die den Merkur aus einer Umlaufbahn beobachtete, von 2011 bis 2015.
Venus
Die Venus, von der Erde aus gesehen der hellste Planet am Himmel, ist unser nächster Nachbarplanet. Diese globale Ansicht wurde aus Daten der Missionen Magellan, Pioneer und Venera erstellt; sie zeigt die Nordhalbkugel der Venus. Sie ist wegen eines extremen Treibhauseffekts ihrer dichten Atmosphäre der heisseste Planet des Sonnensystems – mit Oberflächentemperaturen, die hoch genug sind, um Blei zu schmelzen.
Erde
Unsere Heimat, der blaue Planet: Die Erde während einer Mondfinsternis, aufgenommen vom Mond aus vom japanischen Mondlander Hakuto-R.
Dieses als «Blue Marble» («blaue Murmel») bekannte Foto unseres Planeten wurde am 7. Dezember 1972 von der Besatzung von Apollo 17 aus einer Entfernung von rund 29'000 Kilometer aufgenommen.
Mars
Diese Ansicht des Nachbarplaneten Mars vom 9. Juli 2013 ist eigentlich ein Mosaik aus 102 Bildern von Viking Orbiter. Im Zentrum ist das Canyonsystem Valles Marineris zu sehen, das mehr als 2000 Kilometer lang und bis zu 8 Kilometer tief ist.
Jupiter
Ungewöhnlich wirken die Farben des grössten Planeten unseres Sonnensystems auf dieser Aufnahme der Raumsonde Juno vom 12. September 2019. Die Farben wurden verstärkt, um die komplexen Sturmwirbel auf der Oberfläche des Gasriesen deutlicher sichtbar zu machen. Der Jupiter, hier mit dem Südpol oben zu sehen, besitzt etwa 2,5-mal mehr Masse als alle anderen sieben Planeten des Sonnensystems zusammen.
Saturn
Der Saturn, der zweitgrösste Planet des Sonnensystems, auf einer Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops vom 4. Juli 2020. Der klassische Ringplanet steht hier nahe zur Opposition zur Sonne und ist daher perfekt beleuchtet. Der Gasriese hat die geringste Dichte aller Planeten des Sonnensystems und würde deshalb auf Wasser schwimmen.
Uranus
Hier sehen wir den Uranus mit seinem Ringsystem, aufgenommen am 6. Februar 2023 von der Nahinfrarotkamera (NIRCam) des James-Webb-Weltraumteleskops. Der Planet erscheint in diesem repräsentativen Farbbild in einem blauen Farbton. Auf der rechten Seite des Uranus ist ein heller Bereich zu erkennen. Es handelt sich um eine Polkappe, denn der Planet ist als einziger im Sonnensystem auf die Seite gekippt – was zu extremen Jahreszeiten führt.
Neptun
Dieses Falschfarbenfoto des sonnenfernsten Planeten Neptun wurde aus Bildern der NASA-Sonde Voyager 2 erstellt, die durch drei Filter aufgenommen wurden: Blau, Grün und einen Filter, der Licht mit einer Wellenlänge durchlässt, die von Methangas absorbiert wird. Zu erkennen ist eine Dunstschicht, die den Neptun wie eine halbtransparente Hülle umgibt. In der Nähe des Planetenrandes streut der Dunst das Sonnenlicht in grösserer Höhe – oberhalb des grössten Teils des Methans –, wodurch der helle rote Rand um den Planeten entsteht.
Pluto
Okay, Pluto ist kein Planet (mehr). Bis zu seiner Herabstufung zum Zwergplaneten im Jahr 2006 war er aber der neunte und sonnenfernste der Planeten. Heute ist er der grösste bekannte Zwergplanet des Sonnensystems. Seine exzentrische Umlaufbahn verläuft teilweise innerhalb der viel kreisförmigeren Bahn des Neptuns. Dieser Blick auf Pluto stammt von der Raumsonde New Horizons, die den Zwergplaneten nach einer Reise von mehr als neun Jahren am 14. Juli 2015 fotografierte.
Mond
Der Mond, genauer der Erdmond, ist der Himmelskörper, der sich am nächsten zur Erde befindet – und es ist der bisher einzige, den Menschen betreten haben. Er ist ziemlich gross: Von allen Monden des Sonnensystems ist er der fünftgrösste; im Verhältnis zu seinem Zentralkörper (über ein Viertel des Erddurchmessers) ist er sogar der grösste.
Entstanden ist der Mond durch die Kollision der frühen Erde mit Theia, einem etwa marsgrossen Protoplaneten. Auf dieser zusammengesetzten Aufnahme der Raumsonde Stereo-B ist die dunkle Scheibe des Mondes vor der Sonnenscheibe zu sehen.
Ganymed
Der Jupitermond Ganymed, der grösste Mond des Sonnensystems, ist sogar grösser als der Planet Merkur und der Zwergplanet Pluto. Er hat eine eisige Oberfläche, die mit hellen jungen Kratern übersät ist, die sich von älterem, von Rillen und Graten durchzogenem Terrain abheben. Möglicherweise besitzt Ganymed unter der Eisoberfläche einen Ozean, der mehr Wasser enthält, als es auf der Erde gibt – und in dem Leben existieren könnte.
Titan und Dione
Titan, der grösste Saturnmond und zweitgrösste Mond des Sonnensystems nach Ganymed, ist auf dieser Aufnahme der Raumsonde Cassini vom 22. Dezember 2011 vor dem Saturn zu sehen. Titan ist der einzige Mond des Sonnensystems, der eine dichte Atmosphäre besitzt; sie besteht überwiegend aus Stickstoff und Methan. Rechts neben Titan sehen wir den viertgrössten Saturnmond, den Eismond Dione.
Kallisto
Kallisto, der zweitgrösste Jupitermond, ist nur wenig kleiner als der Planet Merkur und der drittgrösste Mond des Sonnensystems. Der Eismond ist der dunkelste der vier grossen Jupitermonde, aber immer noch doppelt so hell wie der Erdmond. Kallisto ist neben dem Saturnmond Phoebe das kraterreichste Objekt im Sonnensystem.
Io
Zum Schluss noch ein Jupitermond: Io, der viertgrösste Mond des Sonnensystems. Hier ist er auf einem Bild der Raumsonde Galileo aus dem Jahr 1997 zu sehen, das aus mehr als 500'000 Kilometer Entfernung aufgenommen wurde; die Farben sind verstärkt worden. Io ist der vulkanisch aktivste Körper im Sonnensystem.
