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epa08531964 A health worker writes on a blood vial after performing an Enhanced Chemiluminescence Immunoassay (ECLIA) antibody test on a man at a drive-thru COVID-19 testing facility at the Medical City in Ortigas, east of Manila, Philippines, 07 July 2020. The Medical City opened its drive-through COVID-19 testing facility to provide easy patient access to coronavirus testing, using the Enhanced Chemiluminescence Immunoassay (ECLIA). ECLIA is a fully automated COVID-19 antibody test globally certified by the US and the Philippines Food and Drug Administration (FDA).  EPA/MARK R. CRISTINO

Eine Frau beschriftet eine Blutprobe nach einem Antikörper-Test. Bild: keystone

Coronavirus-Infektion bedeutet offenbar nicht automatisch Immunität



In der Corona-Pandemie hoffen viele Menschen auf Immunität - nach überstandener Infektion oder durch eine bald verfügbare Impfung. Nun aber deuten viele Studien darauf hin, dass gerade bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome hatten, schon bald nach einer Infektion keine Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind.

Zwar ist noch unklar, was das für eine mögliche Immunität bedeutet. Doch die Beobachtungen wecken Zweifel an der Aussagekraft von Antikörpertests und an den derzeit diskutierten Immunitätspässen. Auch für die Entwicklung eines Impfstoffs wäre ein möglichst genaues Verständnis der Immunantwort auf SARS-CoV-2 zentral.

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Die Immunantwort auf die Covid-19-Erreger scheint bei Menschen unterschiedlich auszufallen. Grundsätzlich kann das Immunsystem etwa mit sogenannten T-Zellen auf Krankheitserreger reagieren. Manche T-Zellen aktivieren B-Zellen, die dann Antikörper bilden. Antikörper binden an bestimmte Merkmale von Erregern und können diese so inaktivieren.

Wenig Antikörper nach mildem Krankheitsverlauf

Auf den ersten Blick scheint das Vorhandensein spezieller Antikörper ein guter Hinweis auf eine frühere Infektion zu sein. Allerdings fand eine Untersuchung des Universitätsspitals Zürich bei Menschen mit milden oder asymptomatischen Verläufen keine sogenannten IgG-Antikörper im Blut. Diese sind wichtig für das Immungedächtnis, damit das Immunsystem bei erneutem Kontakt mit dem Erreger stärker und schneller reagiert. Die Studie ist noch nicht von Experten begutachtet oder in einem Fachjournal publiziert.

Eine weitere noch ungeprüfte Untersuchung des Lübecker Gesundheitsamts fand bei 30 Prozent von 110 Corona-Infizierten mit ebenfalls höchstens mässigen Covid-19-Symptomen keine Antikörper. Und im Fachblatt «Nature Medicine» berichten Forscher aus China, dass bei Infizierten ohne Symptome die Antikörper-Konzentration im Blut bereits nach kurzer Zeit deutlich sank.

Immunität hält nicht unbedingt an

Solche Studien lassen die Aussagekraft von Antikörper-Massentests, die das Ausmass der Corona-Infektionswelle in der Bevölkerung klären sollen, fraglich erscheinen. Ausserdem könnte eine durch Antikörper gegebene Immunität bei vielen Sars-CoV-2-Infizierten schon nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Entsprechend skeptisch sieht Thomas Jacobs vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) die Einführung von Immunitätspässen für Menschen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinter sich haben. Wissenschaftlich ist ohnehin nicht gesichert, dass die Präsenz von Antikörpern automatisch vor einer erneuten Infektion schützt. «Wir wissen generell noch nicht genau, wie Antikörper schützen», stellte der Immunologe fest. Studien würden zwar einen solchen Schutz nahelegen, «aber wie hoch beispielsweise der Antikörper-Spiegel dafür sein muss, bleibt unklar».

Unterschiedliche Antikörper

Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), betont, man müsse bei Antikörpern differenzieren: «Es gibt bei Antikörpern verschiedene Qualitäten, und nicht alle verhindern eine Infektion.» Wichtig sei hier, harte Daten zu finden: «Ob ein Immunschutz entsteht, muss an der Realität gemessen werden.»

«Es gibt bei Antikörpern verschiedene Qualitäten, und nicht alle verhindern eine Infektion.»

Ebenso wenig überraschen Jacobs die Studienresultate, dass gerade bei asymptomatischen Erkrankungen schnell wenige oder gar keine Antikörper mehr auffindbar sind: «Wenige Viren im Hals- und Rachenbereich genügen wahrscheinlich nicht, um eine grosse Antikörper-Antwort oder T-Zellen-Immunität auszulösen.» Bei Covid-19-Erkrankungen mit schwereren Symptomen werde indes vermutlich schon ein längerfristiger Schutz aufgebaut.

Teil-Immunität als Grund für unterschiedliche Symptome

Wie der Virologe Shane Crotty vom La Jolla Institute of Immunology in Kalifornien dem Fachmagazin «Nature» erklärte, könnte eine Symptome abmildernde Immunität länger bestehen bleiben. Ungewiss ist, welcher Teil der Immunabwehr besonders wichtig für diesen Schutz ist. «Neben den Antikörper bildenden B-Zellen kann die T-Zell-Antwort auf den Erreger genauso wichtig sein», erklärt Jacobs. Welcher Mechanismus hier vor allem wirke, sei eine zentrale Frage für die Entwicklung eines Impfstoffs.

Dazu verweist der Infektionsforscher auf Studien aus den USA und Deutschland: Darin hatten bis zu 30 Prozent der Menschen, die nicht mit SARS-CoV-2 infiziert waren, dennoch bestimmte T-Helferzellen, die auf dieses Coronavirus reagierten: «Wahrscheinlich hatten sie schon einmal Kontakt mit sogenannten Common-Cold-Coronaviren» - also mit anderen Coronaviren, die herkömmliche Erkältungen auslösen.

Ein solcher Kontakt könnte eine Teil-Immunität gegen Covid-19 bieten. «Das würde erklären, warum bei der Infektion so unterschiedliche Dynamiken und Symptome zu beobachten sind», vermutet Jacobs. Noch ist allerdings unklar, ob und welchen Schutz diese sogenannte T-Zell-Reaktivität bieten könnte. (cma/sda/apa/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Steibocktschingg 09.07.2020 18:39
    Highlight Highlight Da in den Kommentaren Schwachsinn wie z.B. "Immunität ist genetisch vererbbar" unwidersprochen verbreitet wird, erlaube ich mir mal, die Dinge richtigzustellen:
    - Immunität ist UNVERERBBAR
    - Impfungen lösen GENAU DIE GLEICHE Immunreaktion aus wie eine Infektion mit der Krankheit. Einfach ohne all die potentiell gefährlichen Nebenwirkungen einer Erkrankung.

    Mehr dazu: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/immunglobulin-gen-rearrangement/33805

    https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/immunologisches-gedaechtnis/33833

    https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/immunantwort/33779
  • My Senf 09.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Wei immer öfters
    Wir wissen, dass wir nichts wissen
    Willkommen im Post faktischen Zeitalter
  • Damn_it_Norbit 09.07.2020 09:38
    Highlight Highlight Wieso glauben wir eigentlich, dass unser Körper wie ein Speichermedium eines Computers funktioniert? Einmal erkannt, gespeichert und für ewig gehalten?

    Wir sind nunmal keine Maschinen. Wie schon beim Voci-Test in der Schule. Bei manchen bleibts' besser, bei anderen nicht.
  • Hans Jürg 09.07.2020 09:36
    Highlight Highlight Da sieht es aber auch schlecht aus, eine funktionierende Impfung zu finden. Wobei, wenn die Impfung die Antikörperproduktion verursacht, dann könnte es eventuell mit der Impfung trotzdem klappen. Man müsste einfach nach der Impfung jeweils prüfen, ob sie erfolgreich war und Antikörper vorhanden sind.

    Eine weiter Hoffnung von ist, dass das Virus mutiert und sich abschwächt. Denn eigentlich müssten Viren, die den Wirt nicht töten, einen Vorteil haben gegenüber den Viren, die den Wirt töten.

    So oder so, wir werden uns wohl noch eine ganze Weile mit diesem blöden Virus arrangieren müssen.
  • elco 09.07.2020 06:07
    Highlight Highlight Macht ja auch Sinn, oder warum sollte das Immunsystem massenweise Antikörper entwickeln, wenn das Virus bei den Menschen ohne Symptome eben keine Symptome hervorruft? Wir verstehen vieles, aber die Immunabwehr ist zu komplex für uns. Aber einfach mal davon ausgehen, dass diese Personen bei erneuter Infektion auf einmal schwerste Symptome haben werden ist zwar dramatisch, aber sehr warscheinlich kreuzfalsch.
    Mehr Schweden - weniger China.
  • Saerd neute 08.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Irgendwie logisch. Wir sind ja nach einer Grippe auch nicht für immer immun gegen Grippen.
  • keplan 08.07.2020 20:08
    Highlight Highlight Also so langsam werde ich zum Verschwörungstheoretiker. Da werde Leute positiv auf ein Virus getestet, welches bei den Betroffenen keine Symptome & keine Antikörper hervorruft. Dieser Krankheitsverlauf soll bei der Mehrheit der Betroffenen so sein... Und darauf bassierend wird unser Gesellschaftliches, privates und z.t. berufliches Leben weiterhin massiv (tendenz wieder zunehmend) eingeschränkt. Was soll das?
  • Drummer 08.07.2020 16:07
    Highlight Highlight Also ich war anfangs Februar so krank wie schon lange nicht mehr. Husten ca. eine Woche. Dann hat es sich beruhigt und kam nochmals heftiger zurück. Geschmacksinn war auch weg. Gegen die normale Grippe habe ich mich November 2019 impfen lassen. Corona war mit Sicherheit schon viel früher da. Habe das Gefühl das ich das hatte. Es war auf alle Fälle etwas sonderbares, wie ich es noch nicht erlebt habe. Na ja trotzdem sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen.
  • Pipikaka Man 08.07.2020 15:03
    Highlight Highlight seht es positiv. Es wird keine schnellherausgebrachte und wenig getestete Impfung dagegen geben. Das sind gute Nachrichten.
    • Asmodeus 09.07.2020 08:26
      Highlight Highlight "Schnell herausgebracht" gibt es bei Impfungen eh nicht wirklich. Zumindest nicht bei uns. Selbst das "schnelle" Verfahren dauert rund ein Jahr und hat Tests die zugrunde liegen.

      Und "keine Impfung" ist keine gute Info.
    • Pipikaka Man 09.07.2020 10:56
      Highlight Highlight @Asmodeus, äh nein. Ne Impfungen zu entwickeln dauert mehrere Jahre da diese Tests Langzeitwirkungen ausschliessen müssen. Ausserdem ist es eine gute bis herrausragende Info das es in diesem Fall keine geben wird.
  • techiesg 08.07.2020 14:49
    Highlight Highlight Sagt das einfach dem Trump nicht, bitte. 😬😬
  • Frankygoes 08.07.2020 14:29
    Highlight Highlight Das wars dann wohl mit der Herdenimmunität.. :/
  • rodolofo 08.07.2020 14:18
    Highlight Highlight Es gibt also "verschiedene Qualitäten" von Immunabwehr.
    Interssant!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.07.2020 15:40
      Highlight Highlight Natürlich. Je nach Vorfahren hat man bessere oder weniger gute Gene, die allfällige Vireninfektionen abwehren können. Aber das wollen insbesondere die Impffanatiker nicht wahrhaben. Langfristig ist es für Nachkommen das Beste, wenn Vorfahren ihr Immunsystem die Arbeit verrichten lassen. Das Immungedächtnis wird dann auf die nächsten Generationen übertragen. Aber auch hier mal besser und mal weniger gut. Und jetzt kann Lioness wieder kommen und behaupten, Viren haben nichts mit unserer DNA zu tun... 🙄
    • Steibocktschingg 08.07.2020 20:16
      Highlight Highlight Das Immungedächtnis ist kein vererbares Merkmal, sorry, denn es existiert nicht in den Geschlechtszellen. Erzähl keinen Schwachsinn.

      Was der Experte meinte: Es gibt unterschiedliche Typen von Antikörpern mit verschiedenen Aufgaben, IgM, IgG, IgE, etc. Ob sie nun gegen einen Erreger wirken oder nicht bestimmt der Zufall, indem in den B-Zellen DNA-Schnipsel zufällig zusammengeworfen werden und daraus die variablen Regionen entstehen. Und nein, B-Zellen sind keine Geschlechtszellen und es besteht kein Mechanismus zur Übertragung dieser Gene an Geschlechtszellen. Wir sind keine Bakterien...
    • Saraina 09.07.2020 01:53
      Highlight Highlight Viren haben sehr viel mit unserer DNA zu tun! Wir alle haben Viren-DNA in unserem Erbgut, und Viren treiben die Evolution.

      „ Ein großer Teil des menschlichen Genoms besteht aus viraler DNA, die Retroviren dort einbauten, als sie unsere Vorfahren infizierten. Die Beziehung zwischen Mensch und Virus, dem Wirt und seinem Parasiten ist sehr eng. Wie eng sie tatsächlich ist, zeigte die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms.“
      Quelle: Pharmazeutische Zeitung
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jaklar 08.07.2020 13:47
    Highlight Highlight Dann ist das thema herdenschutz aber gegessen. Dann sind die schweden jetzt aber am A.......
    • Raber 08.07.2020 14:43
      Highlight Highlight Aber das mit der Impfung wird auch schwer,somit ist unser Weg genau so für die Katze. Denn eine Impfung begeht den gleichen Weg,wie die Herdenimmunität,so wie ich das System begreife.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.07.2020 15:53
      Highlight Highlight @Raber: Grundsätzlich schon. Nur ist es so, dass wenn das Immunsystem die Arbeit selbst übernimmt, indem es den Angreifer selbst bekämpft, entwickelt sich ein dauerhaftes Abwehrgedächtnis in den Genen. Gene vererbt man weiter.
      Diese Weitervererbung = Evolution funktioniert bei den Impfungen nicht. Dagegen werden immer häufiger Impfungen unwirksam, da die Viren Wege finden, sich gegen die Impfung zu immunisieren. Es ist Eltern überlassen, wie sie ihre Kinder genetisch ausrüsten wollen. So geht natürliche Selektion.

      https://www.heise.de/hintergrund/Immun-gegen-die-Impfung-4177436.html?seite=all
    • PhilippS 09.07.2020 00:19
      Highlight Highlight @Raber:
      Hat mir ein Virologe mit diesen Worten bestätigt: Eine Impfung reagiert im Körper 1:1 wie es bei einer effektiven Infektion auch passiert. Somit kann eine Impfung nie besser/länger anhaltend wirken, als es das bei einer Immunantwort nach einer Infektion auch der Fall ist.

      @Jaklar: Sollte dass sie stimmen, können wir die Übung so tatsächlich abbrechen, den Fokus auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung legen.

      Und uns mit Covid arrangieren, wie mit jedem anderen Virus auch. Ob uns das gefällt oder nicht.

      Den Fokus weg vom Impfstoff, hin zu einer zuverlässigen Therapie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hgehjvkoohgfdthj 08.07.2020 13:03
    Highlight Highlight Ich kenne das Problem. Ich reagiere sehr gutmütig auf alle möglichen viralen Infektionen. Hatte noch nie eine richtige Grippe, sondern nur einzelne Sympthome, die rasch wieder verschwinden. Tönt gut, hat aber Nachteile: Windpocken hatte ich z.B. 2 mal in schwacher Form. Offenbar haben die Antikörper der ersten Infektion nicht für eine Immunität ausgereicht,
    Deshalb rechne ich in meinem Fall auch bei Corana nicht mit einer bleibenden Imunität und bleibe vorsichtig, zumal man noch zuweng über die Spätfolgen weiss.
    • SJ_California 08.07.2020 16:29
      Highlight Highlight Leider sieht‘s so aus, als wären die Spätfolgen nicht zu unterschätzen. Deshalb gilt umso mehr: sich und andere schützen!
      Ich möchte weiss Gott nicht den Rest meines Lebens mit Kurzatmigkeit und dergleichen leben müssen...
  • Asmodeus 08.07.2020 12:52
    Highlight Highlight Infektion wahrscheinlich im April gehabt und überstanden. (Wurde nich getestet das milde und kein Risikopatient).

    Antikörpertest im Juni. Keinerlei Antikörper. Also schrödingers Infektion. Irgendetwas hat mich 2-3 Wochen ausgeknockt. Aber wir wissen nun halt nicht ob Covid oder sonst etwas.
    • SJ_California 08.07.2020 16:32
      Highlight Highlight Ich verstehe deine Neugier betreffend was dich wohl ausgeknockt hat, jedoch: da du nun keine Antikörper hast, ist es eigentlich völlig egal, was es war (auf einen einzelnen Fall gesehen). Nun ist die Forschung gefragt!
    • Asmodeus 09.07.2020 08:33
      Highlight Highlight Es hatte zum einen mit Neugier zu tun, aber zum Anderen vor Allem auch damit zu eruieren ob ich noch eine Gefahr für meine Eltern, meine Grosseltern oder meinen Immunsuprimierten Partner darstellen könnte.

      Oder für meine Mitarbeiter im Büro.


      Halt einfach generell das Wissen schaffen. Hatte ich es hinter mir und bin ich nun sicher? Letzteres scheinbar eh nicht.
    • My Senf 09.07.2020 11:20
      Highlight Highlight „Nun ist die Forschung gefragt“ ...
      „ «Ob ein Immunschutz entsteht, muss an der Realität gemessen werden.»“

      Schöne Aussichten, wenn Forscher an der Realität messen. Aber es heisst ja so schön; wir leben im Post faktischen Zeitalter!
  • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 08.07.2020 12:27
    Highlight Highlight Wenn das so ist, ist die Durchseuchung der Bevölkerung nicht wirklich zielführend..... Hallo Schweden 🙈
    Ich bin gespannt wie die Peer Reviews ausfallen und ob das bei Infektion mit dem Wildvirus und auch bei bsp einer attenuierten Impfstoffvariante gleich oder sogar schlechter ist. Es wäre ziemlich ungünstig wenn auch bei einem potenziellen Impfstoff die Immunantwort nicht so dolle ist, respektive sich die Antikörper zu schnell abbauen.
    • Jaklar 09.07.2020 07:54
      Highlight Highlight Bei einer impfung kann man aber gut die wirkung steuern. Wenn einmal bekanntist wieviel infektion benötigt wird, dann ist eine impfung eigentlich ideal. Wenn eine immunität überhaupt entsteht.
    • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 09.07.2020 09:42
      Highlight Highlight Bei mir rennst du, was Impfungen betrifft, offene Türen ein, da ich mich seit sechs Jahren intensiv in der Impfaufklärung engagiere.

      Aber die Wirsamkeit kann man eben nicht unbegrenzt steuern. Bsp gibt es bei der Hep Impfung sehr viele poor oder non respnder und bei Pertussis bauen sich die AK sowohl nach Wildinfektion als auch nach Impfung etwa gleich schnell ab, heute weiss man, dass die Immunität ca sechs Jahre anhält. Was ein Problem ist, da die Empfehlung des Boosterns aufgrund der Tetanus Komponente bei zehn Jahren liegt.
  • DunkelMunkel 08.07.2020 12:21
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an Diskussionen zum Thema, die Mehrheit der Watson Kommentatoren war so sehr überzeugt, dass man immun ist, obwohl sie keinerlei Angaben dazu hatten.
  • mrmikech 08.07.2020 12:18
    Highlight Highlight Habe ich hier schon in April geschrieben (weil ich einige Forscher kenne) und wurde völlig zusammengeschissen. Grad jüngere können sich so mehrmals infizieren, bis es dann auch mal schief geht - was man grad in USA sieht.
  • MartinZH 08.07.2020 12:17
    Highlight Highlight Das wird wohl auch der Grund sein, warum man sich gegen harmlosere Corona-Viren, die zum Beispiel einen Schnupfen verursachen, nicht impfen kann. Der harmlose Schnupfen geht zwar relativ rasch wieder weg, aber er kommt immer wieder.

    Es ist fraglich, ob es gegen dieses neuartige Corona-Virus jemals eine Impfung geben kann, die auch wirklich nützt und schützt.

    Bereits bei den Drei- und Vierfach-Grippe-Impfungen kann kein absoluter Schutz garantiert werden. In einem Jahr klappt es gut, dann wieder nicht. Und diese Viren sind viel trivialer sowie besser bekannt, als das neuartige Corona-Virus.
    • Froggr 08.07.2020 13:52
      Highlight Highlight Dann muss man sich überlegen wie es weitergeht. Den Rest des Lebens so weitermachen kommt nicht in Frage, das ist klar.
    • saukaibli 08.07.2020 16:05
      Highlight Highlight Ich glaube, der Grund, weshalb man sich nicht gegen Common-Cold-Coronaviren impfen kann, ist, dass es sich nicht lohnt, dafür einen Impfstoff zu entwickeln. Impfstoffe sind für die Pharmaindustrie ja sowieso nicht unbedingt rentable Produkte, vor allem wenn sie lang anhalten. Da sind Medikamente, die man dauernd einnehmen muss (wie Blutdruck- oder Cholesterinsenker, Psychopharmaka usw.) viel lukrativer. Aus dem gleichen Grund werden kaum Antibiotika entwickelt. Eine Impfung gegen eine schwache Erkältung wäre wohl kaum eine Cash Cow ;-)
    • MartinZH 08.07.2020 16:30
      Highlight Highlight @Froggr: Wie wäre es nach der Lage-Analyse mit ein paar konstruktiven Vorschlägen, Ideen und Varianten? Oder soll ich das auch noch liefern? 😉😂

      Was nicht geht, und was man nicht will, liefert als Leitmotiv keine Antworten auf die Frage. So führt das zu keinem Resultat.

      Schlussendlich muss überlegt werden, wie man mit dem Virus leben kann – mit möglichst geringen Einschränkungen und Schäden (gesundheitlicher, gesellschaftl. und ökonom. Natur).

      Schlussendlich ist der Mensch ein "Gewohnheits-Tier". Nach einer z.T. schwierigen Angewöhnungs-Phase, werden alle damit zurecht kommen (müssen). 😔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glatttaler 08.07.2020 11:39
    Highlight Highlight War von anfang an klar und so auch von Mr. Corona kommuniziert worden. Abgesehen davon, dass es die ersten Mutationen gibt und daher die Antikörper wahrscheinlich nutzlos sein werden gegen die neuen „Versionen“
    • _Qwertzuiop_ 08.07.2020 12:28
      Highlight Highlight Die “ersten Mutationen” gibts schon seit Februar/März. Bei uns wütet zB eine andere Version als in den USA. Die Impfungen/ deren Ansätze setzt aber bei den für den Virus charakteristischen Stellen an von dem her sind solche Mutationen zweitrangig.
    • lilie 08.07.2020 12:42
      Highlight Highlight @Glatttaler: Der Virus mutiert etwa alle zwei Wochen. Bisher hatte das aber kaum eine Relevanz.

      Ende Februar tauchte dann in Italien eine neue Variante auf, die seither die alte fast verdrängt hat.

      Der mutierte Virus kann mit den bisher sich in Entwicklung befindlichen Impfstoffen aber ebenfalls bekämpft werden, da ein Impfstoff an mehr als nur einer Stelle angreift.

      Sogar die Seren von Genesenen mit der alten Virusvariante sind gegenüber der neuen wirksam:

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114089/SARS-CoV-2-mutiert-aber-Gefahr-eines-Super-Virus-gering
    • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 08.07.2020 12:44
      Highlight Highlight Nicht ganz, wenn der Impfstoff einen Teil des Virus verwendet der nicht mutiert, wäre es kein Problem oder bei dem Impfstoff der mutierte Teil schnell ausgewechselt werden könnte.
      Schau mal, dieser Artikel dazu ist ganz interessant.
      https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/wie-schnell-wird-ein-impfstoff-gegen-das-neue-coronavirus-einsetzbar-sein/
    Weitere Antworten anzeigen

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