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Comet Neowise appears over Mount Washington in the night sky as seen from Dee Wright Observatory on McKenzie Pass east of Springfield, Ore., Tuesday, July 14, 2020. According to NASA the lower tail, which appears broad and fuzzy, is the dust tail created when dust lifts off the surface of the comet's nucleus and trails behind the comet in its orbit. The upper tail is the ion tail, which is made up of gases that have been ionized by losing electrons in the sun's intense light. (Chris Pietsch/The Register-Guard via AP)

«Neowise» ist jetzt auch am Abendhimmel zu sehen. Bild: keystone

Komet «Neowise» ist mit blossem Auge gut sichtbar: So gelingen Fotos mit dem Smartphone

Nicht mehr nur für Frühaufsteher: Komet «Neowise» ist nun auch am Abendhimmel mit blossem Auge zu erkennen: Fotografieren kann man ihn selbst mit einer Smartphone-Kamera. Und so geht's.



Ein Artikel von

T-Online

Vermutlich war es noch nie einfacher als heute, von unseren Breiten aus einen Kometen zu fotografieren. Wer einen guten Blick auf Neowise erhaschen will, muss nicht mal mehr früh aufstehen. Seit ein paar Tagen ist der Komet auch in den Abendstunden am Himmel zu sehen – genauer gesagt im Bereich des Sternbildes Grosser Wagen. Am Abendhimmel kann man Neowise im Nordwesten erkennen, am Morgenhimmel im Nordosten.

In einer wolkenlosen Nacht lässt sich Neowise sogar von einer Smartphone-Kamera einfangen. Neuere Geräte haben zum Teil ausgezeichnete Kameras mit hoher Lichtstärke. Laien sollten für einen Schnappschuss in den Nacht-Modus wechseln, den die allermeisten einigermassen aktuellen Geräte bieten. Die Kamera-App kümmert sich dann von alleine um die optimale Einstellung. Im Vergleich zu Aufnahmen von Profi-Fotografen wird das Ergebnis natürlich bescheiden ausfallen. Der Komet wird als kleiner, heller Fleck zu sehen sein, aber am eigenen Foto hat man oft trotzdem am meisten Freude.

Darum ein paar Tipps für den eigenen Schnappschuss:

Suche einen Standort mit freier Sicht in Richtung Nordwesten (Abendhimmel) bzw. Nordosten (vor Sonnenaufgang). Am besten eignen sich erhöhte Beobachtungspunkte auf Bergen oder Hügeln ausserhalb von Städten. Die Umgebung sollte möglichst dunkel sein.

Du brauchst ein Stativ oder eine stabile Unterlage, um Fotos ohne Verwackeln mit einer langen Belichtungszeit schiessen zu können. Moderne Smartphone-Kameras können im Nacht-Modus dank ausgeklügelter Bildstabilisierung bis 30 Sekunden belichten. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Handy absolut stabil steht, sprich nicht in der Hand gehalten wird.

Beim Fotografieren erweist sich zudem der Selbstauslöser oder ein Fernauslöser als nützlich, da man dadurch ein Wackeln der Kamera vermeidet. Diese Option findet sich in den Einstellungen der Kamera. Handys können oft über Sprachbefehle wie «Klick», «Aufnahme» oder «Bitte Lächeln» Fotos schiessen, wenn man die Option in der Kamera-App aktiviert hat.

Um den Schweif besser vor dem Himmel zu erkennen, kann man nachträglich in der Foto-App den Kontrast der Aufnahme erhöhen.

Kleine Blendenzahl wählen

Mit einer Spiegelreflexkamera mit Brennweiten ab 50 Millimeter gelingen noch bessere Bilder. Mit einem Teleobjektiv ab 100 Millimeter kann man den Himmelskörper noch näher «heranholen».

Mit einem Autofokus auf den Mond oder einen hellen Stern lässt sich auch der Komet scharf stellen. Die Blende sollte weit geöffnet sein, wähle also eine kleine Blendenzahl und experimentiere mit verschiedenen Belichtungszeiten. Diese sollte nicht zu hoch sein, da der Komet durch die Erdrotation sonst schnell verschwommen aussieht.

Ein höherer ISO-Wert kann die Lichtempfindlichkeit der Kamera positiv beeinflussen und den Kometenschweif heller erscheinen lassen.

Bei ambitionierten Fotografen sieht das dann so aus:

Ob mit Spiegelreflexkamera oder Handy: Derzeit sind die Wetterbedingungen für Kometenjäger nahezu ideal. Allerdings wird es künftig schwerer, ihn zu entdecken und zu fotografieren, denn der Schweif verliert in den nächsten Tagen an Helligkeit.

Wer Neowise fotografieren möchte, sollte sich beeilen: Sobald er in den Tiefen des Sonnensystems verschwindet, vergehen Tausende von Jahren, bis er sich wieder der Erde nähert. Nur alle 5000 bis 7000 Jahre kommt der Komet der Erde so nah, dass er mit blossem Auge zu sehen ist. Astronomen vermuten, dass der Komet vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstanden ist. Entdeckt wurde Neowise erst im März vom namensgebenden NASA-Weltraumteleskop.

(oli/str/t-online.de)

Wie gut sind aktuelle Handy-Kameras? Diese Beispiel-Fotos geknipst mit Oppos Find X2 Pro zeigen es:

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 21.07.2020 12:37
    Highlight Highlight Handy oder Spiegelreflexkamera, etwas anderes gibt es wohl nicht? Spiegel in Kameras sind am Aussterben, selbst auf Profi-Niveau. Spiegelreflex als Synonym für eine „richtige“ Kamera sollten sich auch Journalisten der schreibenden Zunft langsam abgewöhnen, wenn sie nicht im 20. Jahrhundert steckengeblieben wirken wollen.
    • Dani B. 21.07.2020 15:02
      Highlight Highlight Ich habe auch nie ein Fototeleskop mit so einem Klappspiegel gesehen.
  • Kong 21.07.2020 10:33
    Highlight Highlight hab ein RLV getestet... top! da sieht man auch die satelliten gut (starlink)
  • rburri38 21.07.2020 08:40
    Highlight Highlight Das Pixel 4 hat einen Astrophotographie-Modus und kann bis zu 4 Minuten belichten und die KI benutzen um die Verschiebung der Milchstrasse wegzurechnen. Hat fantastische Photos gegeben. Einfach erstaunlich, was dieses Handy kann.
    • D(r)ummer 22.07.2020 09:58
      Highlight Highlight Das glaube ich dir gerne.
      Standalone sicher sehr toll.

      Aber wenn du mit einem Feldstecher/Teleskop und einem Astrophotografiemodus näher ran willst, wird der Modus scheitern.
      Die Erddrehung ist ab einer gewissen Brennweite zu übel und es müssen andere Tricks her, welche auch ohne Astrophotografiemodus verfügbar sind.
  • Coffeetime ☕ 20.07.2020 23:58
    Highlight Highlight Heute nach ihm Ausschau gehalten. Gesehen, aber nur schwach, wegen Wolken. Dafür jede Menge Satelliten und ein paar sehr leuchtende Sternschnuppen. Was will man mehr? Perfekt auch ohne Foto. 🤩 ⭐🌟🌠
  • Autokorrektur 20.07.2020 22:56
    Highlight Highlight Langsam sieht man ihn ganz schwach. Leider etwas spät für die Kids. 😅
    • Arthur Philip Dent 21.07.2020 00:47
      Highlight Highlight Wir kamen gestern eh erst um 22:30 vom Familienfest nach Hause und da durften die Kids dann gleich noch bis am Ende 24 Uhr aufbleiben... Alle 5000 Jahre ist ja dann doch recht selten... 🤪😅
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.07.2020 22:18
    Highlight Highlight War gestern auf dem Uetliberg. Gesehen hat man ihn nicht, weil die Lichtverschmutzung der Stadt einfach so immens ist, dass es darüber nur nach Nebelsuppe aussieht, obwohl es gar keinen Nebel hat. Selbst von einem dunklen Platz aus ist die Lichtverschmutzung einfach extrem. Spart mal Strom und macht das Licht aus!
    • Tschowanni 21.07.2020 08:00
      Highlight Highlight Offenbar spielen Energie und CO2 keine Rolle wenn es darum geht, öffentliche Gebäude in Flutlicht zu hüllen
  • GianniR 20.07.2020 20:29
    Highlight Highlight Bild 2 der Gallerie, aber auch Bild 3, zeigen natürlich die große Schwäche des Automatik-Modus': In aller Regel will man nicht den Zweig oder die Blätter im Vordergrund scharf haben, sondern die weit dahinter liegende Landschaft!
    • moedesty 20.07.2020 22:47
      Highlight Highlight nö tun sie nicht. lies mal was unten steht. war absicht.
  • Toga 20.07.2020 18:15
    Highlight Highlight Hatten ihn gestern abblend beobachtet wie er näher kam. Aber trotz unser super langer Leiter konnten wir ihn doch nicht anfassen. - Hmm... - Morgen entwischt er uns nicht mehr !
  • Nelson Muntz 20.07.2020 16:19
    Highlight Highlight Insta und FB werden bald mit Kometbildern geflutet.

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