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57 Tiefsee-Spezies in Argentinien entdeckt – darunter auch ein «Loki»

Video: watson/lucas zollinger

Mit «Loki-Gurke» – 57 neue Tiefsee-Spezies in Argentinien entdeckt

02.10.2026, 16:2202.10.2026, 16:24

Ein internationales Forschungsteam hat in Argentinien 57 bislang unbekannte Meerestierarten und fünf neue Gattungen identifiziert. Zu den bemerkenswertesten Funden zählt eine Seegurke mit hornartigen Fortsätzen, die dafür von den Forschenden den Spitznamen «Loki» erhielt.

Documented in the Mar del Plata Submarine Canyon off Argentina’s coast. The Mar del Plata submarine canyon, one of Argentina’s largest and deepest underwater canyons, is estimated to be deeper than 35 ...
Keine neue Spezies, aber dennoch interessant. Ein Seestern mit unverkennbarer Ähnlichkeit zu Patrick Star von «Spongebob».Bild: Schmidt Ocean Institute

Die Seegurke wurde in 2577 Metern Tiefe im Mar-del-Plata-Unterwassercanyon vor der Küste Argentiniens entdeckt. Alle Spezies wurden bei einem zweiwöchigen Workshop an der Universität Maimonides in Buenos Aires identifiziert. Grundlage waren Proben einer Tiefseeexpedition des Schmidt Ocean Institute aus dem Jahr 2025.

Documented in the Mar del Plata Submarine Canyon off Argentina’s coast. The Mar del Plata submarine canyon, one of Argentina’s largest and deepest underwater canyons, is estimated to be deeper than 35 ...
«Loki die Seegurke» (Peniagone sp.) wird als eine der bemerkenswerteren Entdeckungen der Expedition bezeichnet. Den Spitznamen «Loki» erhielt die Seegurke für ihren hornartigen Fortsatz.Bild: Schmidt Ocean Institute
Documented in the Mar del Plata Submarine Canyon off Argentina’s coast. The Mar del Plata submarine canyon, one of Argentina’s largest and deepest underwater canyons, is estimated to be deeper than 35 ...
Eine sogenannte Seefeder (Pseudumbellula sp.), sie gehört zu den Nesseltieren.Bild: Schmidt Ocean Institute

Unter den Neuentdeckungen befinden sich 20 Ruderfusskrebsarten, 22 Stachelhäuter (Seegurken, Seesterne und Seelilien), 14 Nesseltiere und ein Kahnfuss (ein Mollusk mit einer röhrenartigen Schale). Besonders bemerkenswert: Alle 20 untersuchten Ruderfusskrebse erwiesen sich als bislang wissenschaftlich unbekannte Arten. Gemäss Bericht untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem nur zehn Prozent der bei der Expedition gesammelten Ruderfusskrebse.

Die Ergebnisse wurden über die frei zugängliche Plattform Ocean Census NOVA dokumentiert. Die untersuchten Exemplare sollen in argentinischen wissenschaftlichen Sammlungen aufbewahrt werden. Eine weitere Expedition unter Leitung des Schmidt Ocean Institute in einen anderen Unterwassercanyon im Südatlantik ist für Februar und März 2027 geplant.

Hier sind die Aufnahmen der Expedition:

Video: watson/lucas zollinger

(ear)

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