Wissen
International

Bahamonde-Schnabelwal: Seltenster Wal der Welt an Strand gespült

Bahamonde-Schnabelwale: Seltenster Wal der Welt an Strand in Neuseeland gespült.
An einem Strand in Neuseeland wurde der seltenste Wal der Welt angespült. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Seltenster Wal der Welt an Strand in Neuseeland gespült

16.07.2024, 11:1716.07.2024, 11:17

Ein Exemplar einer der seltensten und am wenigsten bekannten Walarten der Welt ist an einen Strand in Neuseeland gespült worden. Bei dem Kadaver des fünf Meter langen Meeressäugers, der am 4. Juli in der Nähe von Dunedin auf der Südinsel entdeckt wurde, handele es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Bahamonde-Schnabelwal, teilte die örtliche Naturschutzbehörde (DOC) mit. Der Wissenschaft sind bis heute nur gut eine Handvoll Exemplare dieser Tierart bekannt.

«Bahamonde-Schnabelwale sind eine der am wenigsten bekannten Grosssäugetierarten der Neuzeit», sagte DOC-Operationsleiter Gebe Davies. «Aus Sicht der Wissenschaft und des Tierschutzes ist das eine riesige Sache.» Das gerade erst verstorbene Tier biete eine wichtige Gelegenheit, es zu sezieren und die Art weiterzuerforschen.

Maori sollen einbezogen werden

Genetische Proben wurden bereits zur Analyse eingesandt. Derzeit befindet sich der Wal in einem Kühlhaus, um seine Überreste zu konservieren, bis die nächsten Schritte entschieden seien, schrieb DOC in einer Mitteilung. Auch die neuseeländischen Ureinwohner, die Maori, sollen hinzugezogen werden, damit dem Tier der angemessene Respekt entgegengebracht werde, hiess es.

Denn für die Maori sind Wale mehr als Tiere: Sie sehen eine direkte Verbindungslinie zwischen sich und den Meeressäugern und betrachten sie als ihre Vorfahren. Zusammen mit anderen indigenen Inselbewohnern im Südpazifik hatten Maori-Anführer erst im April Wale zu juristischen Personen erklärt.

Noch nie im Meer gesichtet

Der Bahamonde-Schnabelwal heisst mit wissenschaftlichem Namen Mesoplodon traversii. 1874 waren erstmals Kieferteile und Zähne dieser Walart gefunden worden. Seither gab es nur eine Handvoll weiterer Funde - darunter 2010 erstmals zwei komplette Exemplare. Die Mutter und ihr Kalb waren damals auf der neuseeländischen Nordinsel angeschwemmt worden und kurze Zeit später gestorben. Lebend im Meer wurden die Tiere noch nie dokumentiert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Photobombs sind immer noch die von Tieren
1 / 26
Die besten Photobombs sind immer noch die von Tieren

Diese Foto-Bomben machen einfach jedes Bild besser. Bild: jookero

quelle: http://www.jokeroo.com/pictures/animal/920641.html
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Mann will Orca «bodyslammen»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreich hält wegen Protesten an Ausgangssperren fest
Frankreich hält angesichts weiterer angekündigter Proteste und Demonstrationen an Ausgangssperren und Beschränkungen für Kundgebungen fest.
«Ganz ehrlich gesagt wird sich die Lage in den kommenden Tagen nicht wirklich von dem unterscheiden, was wir bisher gesehen haben», sagte Innenminister Laurent Nuñez dem Sender BFMTV. Über die Ausgangssperren in etwas mehr als einem Dutzend Städte würden die Präfekten in Abstimmung mit den Bürgermeistern entscheiden.
Zur Story