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Zu hohe Chlorothalonil-Werte in jeder achten Aargauer Gemeinde

Zu hohe Chlorothalonil-Werte in jeder achten Aargauer Gemeinde

29.10.2019, 09:5029.10.2019, 09:50
ARCHIV - Trinkwasser läuft aus Wasserhan sprudelnd am 25.07.2013 in Köln in ein Glas. Die Berliner haben in diesem Jahr trotz des regenreichen Sommers bislang kaum weniger Wasser verbraucht. Bis Ende  ...
Bild: DPA

Das Pestizid Chlorothalonil belastet das Aargauer Grundwasser. In jeder achten Gemeinden wird der Grenzwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser überschritten, wie eine Untersuchung des Kantons zeigt. Vier Trinkwasserfassungen wurden bereits vom Netz genommen.

Manche Gemeinden müssten sich überlegen, das Wasser von einer anderen Grundwasserfassung zu beziehen, das Wasser zu mischen oder eine neue Wasserleitung zu bauen, sagte Alda Breitenmoser vom Amt für Verbraucherschutz am Dienstag im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

Der Kanton suche gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden nach Lösungen. Auf die Gemeinden kämen grössere Aufwände zu, sagte Breitenmoser. Es sei «nicht ganz einfach».

Der Kanton gibt die Namen der Gemeinden, in deren Trinkwasser der Chlorothalonil-Grenzwert überschritten wird, nicht bekannt. Der Kanton empfiehlt verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern, direkt bei ihrer Wohngemeinde nachzufragen.

Die Gemeinden sind verpflichtet, über die Qualität des Trinkwasser zu informieren. Hahnenwasser könne weiterhin überall im Aargau konsumiert werden, hält das Amt für Verbraucherschutz fest.

Auf den Schweizer Äckern wird seit den 1970er Jahren das Fungizid gegen Pilzbefall eingesetzt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellte im Frühling Hinweise für eine Gesundheitsgefährdung durch Abbauprodukte von Chlorothalonil fest. Wegen der möglichen krebserregenden Wirkung dieser Stoffe hat die EU das Pestizid deshalb auf die Liste der verbotenen Pflanzenschutzmittel gesetzt. (sda)

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