Darum stechen Mücken im Herbst noch fleissig zu
Die Blätter färben sich, die Nächte werden kühler. Doch eines summt noch immer durchs Schlafzimmer: Mücken.
Wer dachte, mit dem Ende des Sommers auch Stechmücken los zu sein, irrt sich: Die Tiere sind noch immer aktiv. Der Grund dafür liegt auf der Hand – beziehungsweise im Thermometer.
Denn: Heimische Mücken werden erst ab einer konstanten Temperatur von etwa zehn Grad inaktiv und suchen geschützte Überwinterungsquartiere. Liegen die Werte darüber, fliegen und stechen sie munter weiter. Ein milder Oktober kann also noch ziemlich mückenreich sein.
Lässt Trockenheit Mücken nicht aussterben?
Ohne Wasser entstehen keine neuen Mücken. Doch die Eier sind extrem widerstandsfähig und können Monate oder sogar Jahre völlig austrocknen, ohne abzusterben. Zudem haben Mücken eine clevere Überlebensstrategie: Viele Arten legen ihre Eier an Stellen ab, wo sich später Wasser sammeln kann – etwa in einem Blumenuntersetzer oder in einer Giesskanne.
Wenn Mücken genügend Wasser zur Verfügung haben, kann Hitze die Mückenentwicklung sogar beschleunigen. Bei hohen Temperaturen brauchen Larven oft nur wenige Tage, bis aus ihnen stechende Mücken werden. Unter normalen Bedingungen (bei Temperaturen zwischen 15 bis 20 Grad) brauchen Mückenlarven für ihre Entwicklung etwa zwei bis drei Wochen.
So überwintern Stechmücken
Sobald die Temperaturen konstant unter zehn Grad sinken, ziehen sich die Insekten langsam zurück. Aber nur die Weibchen überwintern als ausgewachsene Mücken. Nach der Paarung im Spätsommer sterben die Männchen im Herbst restlos.
Die befruchteten Weibchen hingegen suchen sich frostfreie, dunkle und feuchte Verstecke wie Keller, Höhlen, Garagen oder Schuppen. Dort verharren sie in einer Kältestarre. Im Frühling werden sie wieder aktiv und gehen auf Blutsuche. Im Frühling werden sie wieder aktiv und gehen auf Blutsuche, damit sie ihre Eier entwickeln können. (cst)
