Wissen
Tier

Darum stechen Mücken im Herbst noch fleissig zu

Culex Mücke
Die wohl bekannteste mitteleuropäische Art ist die Gemeine Stechmücke.Bild: Shutterstock

Darum stechen Mücken im Herbst noch fleissig zu

Da der Herbst immer milder wird, verlängert sich auch die Mückensaison. Ab wann die Stecherei vorbei ist.
05.10.2026, 17:3405.10.2026, 17:34

Die Blätter färben sich, die Nächte werden kühler. Doch eines summt noch immer durchs Schlafzimmer: Mücken.

Wer dachte, mit dem Ende des Sommers auch Stechmücken los zu sein, irrt sich: Die Tiere sind noch immer aktiv. Der Grund dafür liegt auf der Hand – beziehungsweise im Thermometer.

Denn: Heimische Mücken werden erst ab einer konstanten Temperatur von etwa zehn Grad inaktiv und suchen geschützte Überwinterungsquartiere. Liegen die Werte darüber, fliegen und stechen sie munter weiter. Ein milder Oktober kann also noch ziemlich mückenreich sein.

Lässt Trockenheit Mücken nicht aussterben?

Ohne Wasser entstehen keine neuen Mücken. Doch die Eier sind extrem widerstandsfähig und können Monate oder sogar Jahre völlig austrocknen, ohne abzusterben. Zudem haben Mücken eine clevere Überlebensstrategie: Viele Arten legen ihre Eier an Stellen ab, wo sich später Wasser sammeln kann – etwa in einem Blumenuntersetzer oder in einer Giesskanne.

Wenn Mücken genügend Wasser zur Verfügung haben, kann Hitze die Mückenentwicklung sogar beschleunigen. Bei hohen Temperaturen brauchen Larven oft nur wenige Tage, bis aus ihnen stechende Mücken werden. Unter normalen Bedingungen (bei Temperaturen zwischen 15 bis 20 Grad) brauchen Mückenlarven für ihre Entwicklung etwa zwei bis drei Wochen.

So überwintern Stechmücken

Sobald die Temperaturen konstant unter zehn Grad sinken, ziehen sich die Insekten langsam zurück. Aber nur die Weibchen überwintern als ausgewachsene Mücken. Nach der Paarung im Spätsommer sterben die Männchen im Herbst restlos.

Die befruchteten Weibchen hingegen suchen sich frostfreie, dunkle und feuchte Verstecke wie Keller, Höhlen, Garagen oder Schuppen. Dort verharren sie in einer Kältestarre. Im Frühling werden sie wieder aktiv und gehen auf Blutsuche. Im Frühling werden sie wieder aktiv und gehen auf Blutsuche, damit sie ihre Eier entwickeln können. (cst)

Das könnte dich auch interessieren:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Jeder 8. Krebsfall geht auf Infektionen zurück – Hauptübeltäter ist ein Bakterium
Eine neue Studie zeigt, dass 2024 weltweit rund 2,3 Millionen neue Krebsfälle durch Infektionen verursacht wurden. Fünf Erreger sind hauptsächlich dafür verantwortlich, darunter besonders ein Bakterium.
Die Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), die im Fachmagazin The Lancet Oncology veröffentlicht worden ist, liefert das umfassendste und aktuellste Bild der mit Infektionen verbundenen Krebsbelastung. Die Analyse basiert auf Schätzungen zur Krebsbelastung aus der Datenbank des IARC Global Cancer Observatory und zeigt, dass im Jahr 2024 weltweit schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle – etwa 12 Prozent aller neuen Krebserkrankungen – durch Infektionen verursacht worden sind.
Zur Story