Darum ziehen manche Menschen Mücken an wie Magnete
Dich stechen Mücken überall, deine Freunde bleiben verschont? Manche Menschen sind für Stechmücken tatsächlich attraktiver als andere. Dabei entscheidet nicht das Aussehen, sondern die Körperchemie.
Stechmücken orten ihre potenzielle Opfer zuerst über das Kohlendioxid, das wir beim Ausatmen ausstossen. Das können sie aus bis zu 50 Meter Entfernung.
Während einer Schwangerschaft ist die Atemfrequenz erhöht. «Entsprechend wird mehr CO₂ ausgeschieden, was Mücken ebenfalls als attraktiv empfinden», sagt Christoph Germann, Insektenforscher am Naturhistorischen Museum Basel gegenüber SRF.
Zweiter Indikator ist unser Körpergeruch. «Jeder Mensch hat einen individuellen Duftcocktail aus verschiedenen Säuren», so Germann. Dieser Cocktail entsteht, wenn Hautbakterien Bestandteile unseres Schweisses abbauen. Manche dieser Duftmischungen ziehen Stechmücken besonders an.
Deos und Parfüm können Mücken anlocken
Auch genetische Faktoren dürten eine Rolle spielen, wie etwa die Blutgruppe. Letzteres sei aber wissenschaftlich umstritten. Germann differenziert: «Es geisterte ein Forschungsresultat herum, welches Blutgruppe Null als besonders attraktiv für Mücken bezeichnet. Wie es dazu kam, weiss ich nicht, aber anscheinend hatten entsprechende Menschen höhere Präferenzen bei Mücken. Es scheint also gewisse Unterschiede zu geben.»
Und was ist, wenn wir Parfüm oder Deos verwenden? Gemäss Germann können Düfte dazu führen, dass Mücken verwirrt oder überfordert sind – und darum zustechen. Anders sieht es bei Eukalyptus aus: Der Duft kann den durch Schweiss produzierten Duftcocktail verschleiern und Mücken fernhalten. Darum gelten Mückensprays mit Eukalyptus auch als wirksam. (cst)
