«Kassensturz» testet Mückenschutz – was wirklich nützt
Sie sind klein und rauben einem den letzten Nerv: Mücken. Um sich vor Mückenstichen zu schützen, gibt es zahlreiche Abwehrprodukte wie Ultraschallgeräte, Fallen, Verdampfer oder Rauchspiralen. Am bekanntesten sind wohl aber die Mückensprays. Doch welche helfen am besten? «Kassensturz» hat sich des Themas mithilfe des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH) angenommen. Getestet wurden zwölf Produkte gegen Mücken.
So lief der Test ab
Getestet wurde mit 30 hungrigen Tigermücken in einem etwa 20 Quadratmeter grossen Raum. Während fünf Minuten zählte die Testperson die Mücken, die auf dem Unterarm landeten. Für jedes Produkt wurde der Test mit drei Personen durchgeführt.
Dabei herausgekommen ist, dass die Mücken-Spiralen von Neocid Expert und der Verdampfer-Stecker von Optimum den besten Insektenschutz abgeben. Mückenlandungen passierten mit diesen Produkten um über 99 Prozent weniger.
Gleich gut wirkten die Sprays zum Einreiben von Anti-Brumm und Puressentiel. Diese dienten als Vergleichsprodukte, da ihre Qualität aus früheren Tests bekannt war. Als «gut» wurde der Mückenstecker von Finito klassifiziert. Das Produkt konnte 80 Prozent der Mückenlandungen abwehren.
Fallen und ätherische Öle wirken schwach
Keinen Schutz konnten die UV-Fallen von Ohmex und Raid aufweisen, nur eine schwache Schutzwirkung die von Starlyf und Swissinno. Grund ist, dass Licht im Gegensatz zu CO2 wenig anziehend auf Mücken wirkt. Auch Verdampfer mit ätherischen Ölen haben nur eine schwache Schutzwirkung.
Keinen Schutz gibt das getestete Ultraschallgerät. Grund sei laut der Experten die zu hohe Frequenz, die Mücken gar nicht wahrnehmen können.
Laut der Hersteller der Produkte mit schwacher bis keiner Wirkung sei die Testlage «irreführend», unzureichend oder nicht repräsentativ. Swissinno meint: «Es handelt sich um ein ergänzendes Mittel für Innenräume mit geringem Befallsdruck – typischerweise Schlaf- oder Kinderzimmer –, das rund um die Uhr betrieben werden kann.» Gemäss Balthasar sind Produkte mit ätherischen Ölen nicht für den gewählten Testrahmen ausgelegt.
(kek)
