Schweiz
Gesellschaft & Politik

Frauen Klagen gegen die Schweiz wegen Klimaerwärmung

Panoramabild vom Silvrettagletscher mit Silvrettahorn, Egghorn, Signalhorn, Gletscherchamm und Verstanclahorn, von links nach rechts, aufgenommen am Mittwoch, 26. August 2015, oberhalb Klosters. (KEYS ...
Der Silvrettagletscher im Bündnerland: Wie viele Gletscher auf dem Rückzug.Bild: KEYSTONE

Frauen klagen gegen die Schweiz wegen Klimaerwärmung 

23.08.2016, 08:1323.08.2016, 09:02

Das ist in der Schweiz unüblich. 150 Seniorinnen klagen gegen ihr eigenes Land. Der Grund: Sie wollen die Schweiz besser schützen vor dem Klimawandel. 

Zu den Klägerinnen gehören die alt SP-Präsidentin Christiane Brunner und weitere alt Nationalrätinnen. Zudem die Sozialarbeiterin und Schrifstellerin Judith Giovanelli-Blocher, die Schwester von Christoph Blocher, und die Musikerin Irene Schweizer.

Judith Giovenelli-Blocher.
Judith Giovanelli-Blocherbild: screenshot srf

Giovanelli-Blocher sagt zu «Blick»: «Auch ältere Menschen sollen Verantwortung übernehmen. Bis zu einem gewissen Grad bin ich auch persönlich betroffen, ich habe eine Atemwegerkrankung, für die man keine Erklärung findet.» Für sie seien die Auswirkungen des Klimawandels real.

Seniorinnen leiden stärker 

Dass die Klage gegen das Departement für Umwelt, Verkehr und Energie (UVEK) und somit auch gegen Doris Leuthard geht, die bereits für ein besseres Klima kämpft, stört Giovenelli-Blocher nicht. Die Schweiz mache in Sachen Klima zu wenig. 

Christiane Brunner, aufgenommen an der 1. Mai-Feier 1995 in Fribourg. Christiane Brunner will auf Ende 2000 als Praesidentin der Gewerkschaft SMUV zuruecktreten. Auch als Mitglied der Geschaeftsleitun ...
Das ist schon eine Weile her. Christiane Brunner am 1. Mai 1995 in Fribourg. Bild: KEYSTONE

Lange Hitzeperioden seien für ältere Menschen schwierig, die Senioren seien in diesem Sinne vom Klimawandel stärker betroffen. Allerdings gehe es ihr vor allem um die, die nach ihr kämen, sagt sie weiter. 

Bei uns ist der juristische Weg in so einer Sache neu. In den Niederlanden hingegen war eine ähnliche Klage vor einem Regionalgericht erfolgreich. (feb) 

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Die SBB will Züge kaufen, die gegen das Behindertengesetz verstossen
Die SBB will für 800 Millionen Franken 29 neue Züge für die Gotthard-Basisstrecke kaufen - und prüft unter anderem den Kauf von Neigezügen, deren Zugtyp gegen das Behindertengleichstellungsgesetz verstösst. 
29 neue Züge, 800 Millionen Franken - die SBB investiert. Geplant ist dabei der Kauf von Neigezügen, deren Zugtyp gegen das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) verstösst. Wie die Aargauer Zeitung am Freitag berichtete, hat am letzten Dienstag ein Treffen zwischen dem Bundesamt für Verkehr BAV und der SBB stattgefunden. Besprochen wurden Zulassungsfragen für neue Züge auf der Gotthardachse. Insbesondere machte das BAV darauf aufmerksam, dass bei Neubeschaffungen das seit 2004 geltende BehiG im öffentlichen Verkehr zu respektieren sei. Personen mit eingeschränkter Mobilität müssen demnach autonomen Zugang zu Zügen haben.
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