Schweiz

Nur rund die Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen meldet sich bei einem Arbeitsvermittlungszentrum. Bild: Shutterstock

50'000 sind ohne Job – was machen diese Jugendlichen falsch?

Die Erwerbslosigkeit ist bei Jugendlichen höher als bei den Erwachsenen. 50'000 Junge waren vergangenes Jahr ohne Job, die wenigsten wenden sich an ein Arbeitsvermittlungszentrum. Darum gibt es jetzt eine nationale Helpline.

08.09.17, 06:06 08.09.17, 17:16

Hat die Schweiz ein Problem mit Jugendarbeitslosigkeit? Oder warum braucht es jetzt eine eigens dafür eingerichtete Helpline?
Andreas Rupp: Letztes Jahr gab es rund 50'000 erwerbslose 15-bis-24-Jährige. Laut den Zahlen des Bundesamtes für Statistik ist die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen annähernd doppelt so hoch wie bei den Erwachsenen. Einen niederschwelligen Zugang zu einer Anlaufstelle gab es in dieser Art bisher in der Schweiz nicht. Wir wollten diese Lücke schliessen. Wer eine Hilfestellung braucht, kann einfach anrufen, muss nirgends persönlich vorbeigehen, sondern kann sich vertraulich erkundigen. Er kann rund um die Uhr auch ausserhalb der normalen Geschäftszeiten anrufen.

Andreas Rupp, Geschäftsführer von Check Your Chance, dem Dachverband gegen Jugendarbeitslosigkeit.  Bild: zvg

Verglichen mit anderen europäischen Ländern sind in der Schweiz wenig Jugendliche arbeitslos.
Natürlich ist die Zahl verglichen mit anderen Ländern vergleichsweise tief. Aber wie wir wissen, kann sich so etwas sehr schnell verändern. Und die Jungen trifft ein gesamtwirtschaftlicher Abschwung als Erstes. Darum wollen wir vorsorgen. Die Feuerwehr baut man schliesslich auch nicht erst, wenn es schon brennt.

«Wir wollen vorsorgen. Die Feuerwehr baut man schliesslich auch nicht erst, wenn es schon brennt.»

Es gibt bereits viele Berufsberatungsstellen für Jugendliche oder die Arbeitsvermittlungszentren. Sind diese bestehenden Stellen zu wenig unterstützend?
Die vorhandenen staatlichen und privaten Strukturen leisten heute zweifellos wertvolle Arbeit. Wir wissen aber, dass von den 50'000 erwerbslosen Jugendlichen im Jahr 2016 etwas weniger als die Hälfte beim RAV gemeldet war. Das ist eine hohe Zahl an jungen Menschen, die aus welchen Gründen auch immer diese Orte nicht aufsuchen, wenn sie arbeitslos sind. Ausserdem nimmt die Notfallnummer «147» von Pro Juventute jährlich gegen 1000 Anrufe entgegen, die sich um das Thema «Arbeitsintegration» drehen. Es kann ein Hindernis sein, dass sich Junge oft nicht trauen, persönlich bei den bestehenden Beratungsstellen vorbeizugehen oder sich offiziell zu registrieren. Eine eigene Helpline kann dem entgegenwirken, indem sie die Betroffenen motiviert, den nächsten Schritt zu ihrer beruflichen Integration zu gehen. 

Erste nationale Helpline für arbeitslose Jugendliche

«0800GO4JOB»

Arbeitslose Jugendliche erhalten seit Donnerstag Hilfe von einer eigens dafür eingerichteten Helpline. Unter der Nummer «0800GO4JOB» können sie Berater kontaktieren, die ihnen kostenlos weiterhelfen. Hinter dem Projekt steht der Dachverein gegen Jugendarbeitslosigkeit, Check Your Chance, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband und Pro Juventute. Die neue Helpline ist eine Anlaufstelle insbesondere für Jugendliche, aber auch für Berufsschullehrer, Berufsbildner oder für die Eltern und das nahe Umfeld der betroffenen Jugendlichen. Es geht darum, bei aktueller oder drohender Arbeitslosigkeit die Situation frühzeitig zu erfassen und den Jugendlichen und ihrem Umfeld Hilfe anbieten zu können. (sar)

Welches sind die Probleme der Jugendlichen, die wegen Arbeitslosigkeit die Notfallnummer «147» der Pro Juventute kontaktierten?
Dass sie beispielsweise nach jahrelanger Ausbildung keine Lehrstelle oder keinen ersten Job finden, dass sie Schwierigkeiten während der Lehre haben, dass sie bereits in jungem Alter ausgesteuert werden, dass sie körperlich oder psychisch beeinträchtigt sind und keinen Job finden oder dass sie sich beruflich neu orientieren wollen, aber nicht genau wissen, wie.

«Manchmal stellen wir fest, dass Jugendliche krampfhaft für etwas kämpfen, für das sie qualitativ nicht geeignet sind.»

Was machen diese Jugendlichen falsch? Warum finden sie keinen Job?
Oft haben sie einen hohen Anspruch an eine Arbeitsstelle, was auch gut ist. Aber manchmal stellen wir fest, dass sie krampfhaft für etwas kämpfen, für das ihr Profil einfach nicht passt, für das sie qualitativ nicht geeignet sind. Oder sie würden sich zwar schulisch eignen, scheitern aber im Bewerbungsprozess am persönlichen Verhalten. 

Und was kann da eine Helpine ausrichten?
Sie ist in erster Linie dafür da, die Jugendlichen aufzufangen, sofern nötig emotional zu stabilisieren und mental fit zu machen für den nächsten eigenverantwortlichen Schritt. Danach schauen die Berater, welche Institutionen sich für den Anrufer je nach Bedürfnis und Wohnort eignen.

So schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab

56s

So schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab

Video: srf

Wie erfolgversprechend ist das?
Nach erfolgter Kontaktvermittlung sind sie in den Beratungszentren, sei es das RAV, das BIZ oder bei privaten Institutionen, in guten Händen. Das sind schliesslich Profis. Sie schauen, warum es bisher mit den Bewerbungen nicht geklappt hat und klären die Eignung und Neigung des Jugendlichen ab. Vielleicht sieht man dann, dass er sich einfach auf die falsche Stelle beworben hat.

Was ist das Ziel der Helpline?
Dazu beizutragen, dass möglichst alle jungen Menschen in der Schweiz eine passende Berufsausbildung und Arbeitsstelle finden. Mit früher Prävention kann schon viel erreicht werden. Wenn uns Jugendliche kontaktieren, die zum Beispiel in der Lehre Stress mit dem Lehrmeister haben, kann man handeln, bevor zu viel Geschirr zerschlagen wurde. Zudem ist die Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt gesamtwirtschaftlich günstiger als die hohen Folgekosten, welche durch eine misslungene Berufsintegration entstehen.

Inwiefern?
Wenn ein junger Mensch schon bei seinem Einstieg in die Arbeitswelt schlechte Erfahrungen sammelt, prägt das. Das gilt es unbedingt zu verhindern. Dazu wollen wir beitragen, indem die Jugendlichen fortan mit unserer Helpline den einfachen ersten Schritt in ihre berufliche Zukunft unternehmen und dadurch frühzeitig professionelle Hilfe erhalten.

Nach diesen 26 Bildern wirst du deinen Job lieben

Das könnte dich auch interessieren:

Die fantastische Story, wie dieser Herr den Knie-Protest der Footballer erfand 

Extrem hässliche Menschen erzählen uns, wie es ist, extrem hässlich zu sein

«American Apparel»-Gründer so: «Mit Mitarbeiterinnen zu schlafen, ist unvermeidlich»

Er zwang Bundesrat Berset in die Knie: So tickt Andri Silberschmidt

Glastüren kommen direkt aus der Hölle – wie sonst sind diese Fails zu erklären?

Aufstand der «Hurensöhne» – jetzt gehen sie gegen Trump auf die Knie

Frauke Petry zum Rücktritt aufgefordert ++ Merkel übernimmt Verantwortung

10 Tricks, wie die Game-Industrie uns Gamer abzockt

«Sieg Heul!» – die heftigsten Reaktionen zu den Bundestagswahlen

Cassis muss in der Europapolitik liefern – und den Beschuss von rechts aushalten

Jajaja jetzt wird wieder Dani Huber gequizzt

Kein Schamgefühl – dieses Trump-Getue von CC macht alles nur noch schlimmer

Die Reformgegner werden ihren «Sieg» noch bereuen: Es droht die totale Blockade

Ständemehr als Stolperstein: Bei der AHV-Reform wird um jeden Swing State gekämpft

Auf Facebook sind sie schon lange Sieger – wie die AfD ein digitales Wahlvolk züchtete

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
119Alle Kommentare anzeigen
119
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Zeit_Genosse 08.09.2017 16:57
    Highlight Das mögen viele jetzt nicht lesen: Je schwieriger das Umfeld und je mehr Wettbewerb bei der Jobsuche herrscht, desto mehr und kreativer muss man für den Erfolg tun. Ansonsten schlage ich einen Crashkurs im Ausland vor, wo es Arbeitslosenraten von bis zu 50% gibt und junge Menschen extrem viel für einen Job tun. Auf der anderen Seite sollen Arbeitgeber mehr Chancen für junge und ältere Arbeitsuchend bieten, statt alles ins Ausland zu verlagern.
    28 9 Melden
    600
  • DIY Furnitutre 08.09.2017 13:47
    Highlight Ich selbst habe dieses Jahr meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Leider konnte ich nicht in der Firma weiterarbeiten. Obwohl ich bereits während meiner Ausbildung bereits auf Jobsuche war, habe ich heute noch keinen Job.

    Ich habe mich schon bei vielen Firmen persönlich vorstellen können. Aber jedes mal kam die Begründung, dass sie sich für einen Bewerber mit Berufserfahrung entschieden haben.

    37 1 Melden
    • Betty88 08.09.2017 14:44
      Highlight Das wird wahrscheinlich eine Ausrede gewesen sein. Die wusste ja vor dem Bewerbungsgespräch schon das die Erfahrung fehlte, wieso also sich die Zeit und Mühe machen mit jmd ein Gespräch führen? Würde da genauer nachhaken, damit beim nächsten Gespräch der Fehler vermieden werden kann.
      46 2 Melden
    • Normi 08.09.2017 14:48
      Highlight Nur Mut wird schon 🤙👍
      25 2 Melden
    600
  • Selbstdenker97 08.09.2017 12:57
    Highlight Was macht die Gesellschaft falsch das so viele Jugendliche nicht arbeiten wollen?
    11 49 Melden
    • lilie 08.09.2017 15:48
      Highlight Wenn die Jugendlichen nicht arbeiten wollten, gäbe es ja wohl kaum einen Bedarf für eine Hotline für arbeitslose Jugendliche! 🙈
      44 7 Melden
    • Selbstdenker97 08.09.2017 17:59
      Highlight Ich kenne keinen Jugendlichen der nich arbeiten kann. Ich kenne aber viele Jugendliche die sich damit schwer tun für irgend einen Konzern zu ackern der sie ausbeutet oder eine Arbeit zu machen in der Sie keinen Nutzen für die Gesellschaft sehen.
      15 13 Melden
    • Der Artikelleser 08.09.2017 20:33
      Highlight @Selbstdenker97
      Vielleicht hast du ja recht, aber deine Aussage hat jetzt nicht wirklich etwas mit diesem Artikel zu tun.
      2 1 Melden
    • lilie 08.09.2017 21:08
      Highlight @Selbstdenker: Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob jemand (grundsätzlich) nicht arbeiten will oder sich nicht in einem Konzern ausbeuten lassen will.

      Das zweite spricht für unsere Jugend, das erste nicht.
      15 4 Melden
    • Selbstdenker97 14.09.2017 01:18
      Highlight Es hat sehr wohl mit dem Artikel zu tun. Dieser Titel sugeriert, das die Jugendlichen etwas falsch machen.
      Was wenn aber die Gesellschaft und nicht die Jugendlichen einen Fehler macht?
      Ich denke aber das es eher eine Soziale frage ist, die sich dann darin äussert, dass viele Jugendliche nicht bereit sind diesem System zuzudienen.
      0 0 Melden
    600
  • Pisti 08.09.2017 12:36
    Highlight Tja wer in der Schule nichts leisten muss wird später am Druck in der Arbeitswelt zerbrechen. Die Linke Kuschelpädagogik scheint zu versagen.
    25 72 Melden
    • Liselote Meier 08.09.2017 15:54
      Highlight Genau es braucht den Gegensatz eine Rechte Gewaltpädagogik damit man schon in der Schule gebrochen wird!
      49 11 Melden
    • Señor Ding Dong 08.09.2017 16:18
      Highlight Ja, voll am Thema vorbeigepoltert. Die Arbeitslosen Jugendlichen hatten ja noch nicht mal Gelegenheit, an der Arbeitswelt zu zerbrechen. Weil sie ja keine Arbeit finden.
      30 1 Melden
    • Holla die Waldfee 08.09.2017 17:19
      Highlight Und der Bildungsabbau der rechten Antibildungsfront soll besser sein?

      Wie man mittlerweilen in ganz Europa (und den USA) sehen kann, produziert Rechts nichts Konstruktives. Alles was sie tun, entspricht einem trötzelnden Kind im Sandkasten: Empört rumplärren und alles kaputthauen. Und wenn's dann kaputt ist, zeigt man kreischend mit dem Finger auf einen anderen und schiebt dem die Schuld zu.
      34 13 Melden
    • Pisti 08.09.2017 18:15
      Highlight Liselotte es gibt auch einen Mittelweg, Schüler wieder benoten wäre mal ein Anfang.
      Senor wundert mich nicht, wenn ich sehe wer so alles in meinem Betrieb zum schnuppern kommt.
      10 2 Melden
    • Candy Queen 08.09.2017 19:17
      Highlight @Waldfee: Bildungsabbau... Dein Ernst?
      9 5 Melden
    • Selbstdenker97 14.09.2017 01:20
      Highlight Hahaha ja Ihr die es früher so leicht hattet redet über uns. Seid froh das Ihr euren Platz in der Gesellschaft habt und spart euch euren Egoismus für euresgleichen.
      1 0 Melden
    600
  • Betty88 08.09.2017 11:57
    Highlight Ich habe meine Lehre auch erst mit 23 begonnen (bin nun 29j) und habe davor immer gearbeitet um meine Rechnungen zu zahlen. Klar es waren keine Schoggijobs, aber dafür darf man sich auch nicht zu schade sein. Die Lehrstelle habe ich auch rasch bekommen und auch nach der Lehre war ein Job kein Problem. Dazu gehört natürlich auch ein bisschen Glück, aber man muss sich eben nicht zu schade sein und sich auch weiterbilden. Kenne viele die sind dann einfach zu faul, aber mit einer Lehre ist es heute nicht gemacht. Man muss sich von anderen Bewerbern abheben.
    39 2 Melden
    600
  • Patrick Felder 08.09.2017 11:53
    Highlight Das RAV als professionelle Jobvermittler? In welcher Welt lebt dieser Mann eigentlich? Das RAV verwaltet lediglich Arbeitslose und deckt sie mit einem Haufen bürokratischem Blödsinn und Pflichtkursen (bei denen sich ehemalige RAV-Mitarbeiter als Kursleiter die Zeit in Gold aufwiegen lassen) ein, damit sie ja keine Gelegenheit haben, auf der faulen Haut zu liegen. Das heutige RAV ist das Ergebnis, wenn man Arbeitslosigkeit aus der kleingeistig-bürgerlichen Perspektive der 70er Jahre betrachtet. Aus heutiger Sicht ist das RAV schlicht nicht mehr zeitgemäss und erfüllt seinen Zweck nicht.
    119 11 Melden
    • Betty88 08.09.2017 12:38
      Highlight Meine Freundin hat monatelang Bewerbungen geschrieben ohne ein einziges Bewerbungsgespräch. Als ich dann Ihre Bewerbung mal anschauen wollte sah ich wie schlecht ihr Lebenslauf aussah und sie meinte noch ihr RAV Berater habe sie dabei beraten!!!!
      49 3 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 16:16
      Highlight Für Bewerbungen und die Jobsuche ist jeder selbst verantwortlich. Wer nicht will oder kann findet Gründe, wer will und kann, der findet Lösungen. Hört auf mit dem Gejammer über die RAV und Geschichten zu erzählen wer Schuld sein soll. Investiert die Kraft nach vorne und lernt jedesmal wenn etwas nicht passt oder klappt.
      12 20 Melden
    600
  • Thinktank 08.09.2017 11:31
    Highlight Wenn es nicht soviele Betreuung und Unterstützung für die armen Jugendlichen gäbe, würde die Arbeitslosigkeit schlagartig sinken. In der Schweiz ist es viel zu einfach, an das bedingungslose Grundeinkommen zu kommen und das Leben zu geniessen.
    22 73 Melden
    • Liselote Meier 08.09.2017 15:48
      Highlight Du hasst scheinbar keinen blassen schimmer was ein bedingungsloses Grundeinkommen ist.

      Sowohl die RAV-Auszahlungen wie auch die Sozialhilfe sind an Bedingungen geknüpft ergo per se nicht Bedingungslos.

      Und klar ohne Unterstützung sinkt die Arbeitslosigkeit, dürfte es ergo z.B. in Griechenland ja eine viel kleinere Jugendarbeitslosigkeit vorherrschen.



      40 1 Melden
    • who cares? 08.09.2017 17:10
      Highlight Welches Grundeinkommen? Will auch!
      19 2 Melden
    • Lami23 08.09.2017 19:27
      Highlight BGE? Auch will!
      9 1 Melden
    • Chefs United 09.09.2017 08:56
      Highlight Verstehe die ganzen Blitze nicht. Du hast vollkommen Recht. Ich war zehn Jahre in der Arbeitsintegration tätig. Viele müssen fast überredet werden, etwas anzupacken was ihnen auf dem Silbertablette serviert wird. Ich bekomme ja Kohle. Oft wird diese Einstellung auch von Eltern übernommen. Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, IV aber Hauptsache in Eigentum wohnen. Von den Kosten für die Arbeitsintegration ganz zu schweigen. Die natürlich der Steuerzahler trägt.
      5 4 Melden
    600
  • Raphael Stein 08.09.2017 11:28
    Highlight Diese Aussage ist interessant:

    Manchmal stellen wir fest, dass Jugendliche krampfhaft für etwas kämpfen, für das sie qualitativ nicht geeignet sind

    In meiner Arbeitswelt stelle ich das auch fest. Und oft pushen die Eltern so stark, die bewerben ihrer Kinder gleich selber bei uns. Kommen her, sehen sich um und finden das gut für ihre Kinder. Und diese sitzen dann wie faule Äpfel daneben. Ein fürchterliches Bild mittlerweilen.
    79 1 Melden
    600
  • RedRover 08.09.2017 11:17
    Highlight Es ist nicht verwunderlich, wenn Jugendliche sich nicht auf dem RAV anmelden, ich spreche aus eigener Erfahrung als ehem. arbeitsloser Jugendlicher, wenn ich sage, dass die Zeit beim RAV eine der wohl unangenehmsten meines Lebens war. Das hängt damit zusammen, wie das RAV funktioniert und wie es ständig unterbesetzt ist. Die Meisten die schonmal da waren, werden mir zustimmen.

    Das Hauptproblem sehe ich in der zu frühen "Integration" in den Arbeitsmarkt. Ich finde es unverantwortlich, dass man von 14-16 Jährigen erwartet sich für eine 3 bis 4-jährige Lehre zu entscheiden.
    55 22 Melden
    • Señor Ding Dong 08.09.2017 13:21
      Highlight Genau deiner Meinung. Ich bin dafür, dass vermehrt kürzere Praktika an Jugendliche vergeben werden, damit junge Menschen sich ausprobieren können und einige Arbeitsumfelder sehen können, ehe sie sich für eine Ausbildung entscheiden.
      27 6 Melden
    • who cares? 08.09.2017 17:09
      Highlight So wie Coop Pronto "Praktika" für 300.- im Monat anbietet. Tätigkeit: Regale einräumen. Oder die Kinderkrippen, wo man zuerst ein Jahr unterbezahltes "Praktikum" machen muss, um vielleicht Aussicht auf eine Lehrstelle zu bekommen.

      Praktikanten, vor allem jüngere, werden leider oft als billige Arbeitskräfte missbraucht. Wer sich einen Job anschauen möchte, sollte eine Schnupperlehre machen, vielleicht für 2 Wochen.
      35 0 Melden
    • Señor Ding Dong 08.09.2017 17:27
      Highlight Nein, eben nicht so. Von mir aus vom Amt für Berufsbildung beaufsichtigte Praktika, wo man auch tatsächlich einen Einblick bekommt. Aber man kann natürlich auch alles im Vornherein schlechtreden. Eine zweiwöchige Schnupperlehre ist da zu wenig, finde ich.
      6 3 Melden
    • who cares? 08.09.2017 18:44
      Highlight Zuerst: es geht hier nicht darum Dinge schlecht zu reden, sondern dere Praktikabilität zu diskutieren.

      Wann sollen diese Praktika stattfinden? Während den Ferien?
      Dafür sollten die allerletzen Schulferien aber nicht verbraucht werden müssen, arbeiten kann man den Rest seines Lebens noch genug. Nach der Schulzeit? Es würde darauf hinauslaufen, dass dieser Schüler ein Zwischenjahr machen müsste, da man Lehren nur im Sommer anfangen kann (Berufsschule). Das muss nicht unbedingt negativ sein.
      4 0 Melden
    • Lami23 08.09.2017 19:28
      Highlight Ist die Frage, wie die Zeit dann überbrückt werden soll.
      1 0 Melden
    600
  • Candy Queen 08.09.2017 10:50
    Highlight Vielleicht sollten die Betroffenen mal -sorry- die Finger raus nehmen, weniger jammern und realistische Ziele setzen. Nicht jede/r kann einen Bürojob machen. ZB Metzger, Handwerker im allgemeinen suchen händeringend Arbeitskräfte.
    41 28 Melden
    600
  • ujay 08.09.2017 10:18
    Highlight Ich vermisse bei diesem Artikel die Rolle der Eltern dieser Jugendlichen. Es kann doch nicht sein, dass man die Verantwortung der Erzeuger einfach ausblendet und schlussendlich staatlichen Stellen an deren Stelle treten sollen.
    72 6 Melden
    • Lichtblau 08.09.2017 18:50
      Highlight Meine Rolle als Mutter bestand darin, das "Kind" nach der Ausbildung an der "Kunsti" und dem 1-jährigen Praktikum weitere 6 Monate durchzufüttern und zu motivieren. Mehrmals war sie unter den top 3 - und dann hat man trotzdem einen etwas älteren jungen Mann genommen. Aufs RAV wollte sie nicht. Und plötzlich hat's dann doch geklappt mit der Festanstellung - sogar beim absoluten Wunscharbeitgeber. Damit ist die Metzgerlehre vom Tisch.
      10 0 Melden
    600
  • Wölfli beim Lamm 08.09.2017 10:05
    Highlight a)Jungen, die Probleme in der Lehre haben wird ein "Pate" zur Seite gestellt, der die Branche kennt und auch mit dem Arbeitgeber und den Eltern spricht; b)die Chefs lernen wieder Geduld zu haben mit den Stiften, wer um 7h in die Firma kommt und gleich angeschnauzt wird, wird demotiviert; c)Lernwerkstätten, in denen die Jungen ohne Druck Handwerk oder IT lernen können;
    d)von der KV-Lehre wird schon früher i.d. Schule abgeraten; e)die Eltern hören auf, ihre Kinder wie Prinzen u. Prinzessinnen zu behandeln. Das erspart das böse Erwachen in der Arbeitswelt.
    44 22 Melden
    • ujay 08.09.2017 13:27
      Highlight Wenn e) konsequent gehandhabt wird, brauchts die Absurditaeten von a bis d nicht......
      13 9 Melden
    600
  • Herbert Anneler 08.09.2017 09:43
    Highlight "Was machen diese Jungen falsch?" Das ist eine einseitge, wirtschaftsideologische Sicht. Man könnte und müsste auch fragen: " Weshalb lässt die Wirtschaft die Jungen hängen, was macht sie falsch? Ich habe einen Verdacht: Die Jungen sind ein sehr flexibles Arbeitskräftereservoir, das man beliebig nutzen kann. Heute gerade am Radio: Im Aufschwung werden Junge sehr schnell angestellt. Heisst: Wenn es gerade einmal nicht so gut läuft, lässt man sie am ehesten am Strassenrand liegen - ein zynisches Spiel. "Was machen die Jungen falsch?" ist nur die halbe Wahrheit.
    92 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:30
      Highlight Ja, ist Wirtschaftsideologie. Tut manchmal weh, weil ein Grossteil unserer Eltern in einer anderen
      aufwuchs. Ich nehme mal anstelle der Angestellten "Kühe". Du kannst sie entweder 1x melken und sie dermassen mies dabei behandeln, dass sie drauf gehen. Ist ja kein Problem, wenn es genügend "Kühe" gibt.
      Oder du umsorgst sie, schaust dass es Ihnen gut geht, dass sie viiiele Jahre sehr gute Milch geben.
      16 2 Melden
    600
  • Urs457 08.09.2017 09:28
    Highlight Ich habe das Gefühl, dass viele sich bei der Berufswahl gar nicht überlegen, in welchen Berufen die Chancen auf eine Arbeitstelle am grössten sind. Nicht gerade ein Zeugnis von ausgeprägter Intelligenz, leider!
    34 49 Melden
    • ljc 08.09.2017 10:53
      Highlight Es gibt Leute, die tun Dinge aus Interesse.
      52 6 Melden
    • Silent_Revolution 08.09.2017 10:58
      Highlight Ist aber auch nicht gerade ein Zeugnis von ausgeprägter Intelligenz wenn das einzige Kriterium für eine Arbeitsstelle jenes sein soll, wo die Chancen auf einen Job am höchsten sind.
      42 7 Melden
    • Daenerys Targaryen 08.09.2017 12:13
      Highlight Aha. Also mit vierzehn/fünfzehn Jahren weiss man schon ganz genau was man in den nächsten fünf Jahren machen möchte? Ich hab es nicht gewusst und ein zehntes Schuljahr gemacht, anschliessend ein Praktikum im KV. Und auch heute noch bin ich mir nicht sicher ob mir der Beruf liegt. Je nach Branche ist das KV heavy, wenn man wirklich arbeiten möchte. Aber tschuldigung, haben sie mal die Nachrichten gelesen? Wie soll da die Jugend Hoffung haben für eine Zukunft die vielleicht niemals existieren kann, weil sie sie gar nicht mehr gibt? Und noch eine weitere Frage: Wie messen Sie die Intelligenz?
      35 11 Melden
    • Libertas 08.09.2017 12:15
      Highlight Das ist auch die völlig falsche Frage. Die richtige Frage ist viel mehr, welcher Beruf entspricht am ehesten meinen Fähigkeiten und macht mir besonders viel Freude. Das Selbe beim Studium. Wer nur das studiert, wo er sich am am meisten Berufschanchen ausrechnet, der wird sowieso über kurz oder lang scheitern.
      30 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:24
      Highlight @Daenerys Ich kann mich erinnern, dass wir vor ca. 10 Jahren gesagt haben: KV bringt eine gute Basis, für alle möglichen Jobs. Immerhin weiss man was ein Chat ist, wie ein Excel funkioniert, vielleicht auch ein Datenbanksystem, wie auch immer. Im Moment ist die Herausforderung, offen auf Jobs zuzugehen, die wir jetzt noch nicht kennen. Geschweige ausbilden. Und leider sind viele Arbeitgeber im Steinzeitalter stecken geblieben.
      16 0 Melden
    600
  • G-Man 08.09.2017 09:23
    Highlight Zählt man als Arbeitslos wenn man nach der Lehre nicht gleich einen Job annimmt? Ich hatte damals nach der Lehre auch nicht gleich sonderlich Bock gleich weiterzuarbeiten, das war eine tolle Zeit mal Zeit für sich und private Projekte zu haben. Die einen gehen für ein Jahr nach Australien, andere engagieren sich in der Freiwilligenarbeit. Könnte daher die hohe Zahl kommen die sich nirgends melden?
    38 14 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 16:28
      Highlight Arbeitslos = beim RAV angemeldet. Alles andere ist dann Erwerbslos.
      11 0 Melden
    600
  • whatthepuck 08.09.2017 09:01
    Highlight Ist das jetzt mehr oder weniger als früher?

    mMn müssen sich hier auch die Arbeitgeber an der Nase nehmen. Es kann doch nicht sein, dass es immer mehr junge Leute gibt, die nicht gut genug für einen Job sein sollen. zT sind diese Leute ja bereits ausgebildet und finden dennoch nichts. Wenn wir diese Leute trotz Ausbildung nicht beschäftigen können, machen wir was falsch.

    Umgekehrt gibt es schon auch Leute, die irgendwelchen Bildern in ihrem Kopf nachstreben, obwohl weder der Arbeitsmarkt noch ihre eigenen Voraussetzungen dafür gemacht sind. Träume haben hilft nur bis zu einem gewissen Punkt.
    36 3 Melden
    600
  • Spielverderber 08.09.2017 08:39
    Highlight Schade, kann man mit den Blitzern nicht sprechen. 29tausend offene Lehrstellen sprechen für sich. Punkt.
    28 14 Melden
    • J4un7y 08.09.2017 13:08
      Highlight 15 - 24 jährigre. Glaube nicht das du nach einer Lehre + RS (bist dann 19 Jährig) nochmals bereit bist eine Lehere anzufangen in der du 600.- verdienst, damit kanst du nicht eine WG + Krankenkasse + ÖV finanzieren. Ach ja, essen musst du auch noch.
      9 7 Melden
    • who cares? 08.09.2017 17:02
      Highlight Man muss auch nicht 19jährig ohne Job bereits zu Hause ausziehen.
      11 2 Melden
    600
  • Madison Pierce 08.09.2017 08:32
    Highlight Als Lehrmeister weiss ich bei einigen Jugendlichen schon, weshalb sie keine Lehrstelle bekommen: bei der Schnupperlehre zu spät kommen und dann gleich fragen, ob man wegen dem Fussballtraining früher gehen dürfe, kommt nicht gut an...

    Aber die Schuld ist nicht nur bei den Jugendlichen zu suchen, sondern auch bei den Eltern (Erziehung!) und bei den Lehrern (Berufswahl).

    Es gibt einige, die sagen "ich will nur Beruf X, nichts anderes". Aber es gibt auch viele, die nicht alle Berufe adäquat vorgestellt bekommen haben. Das wäre die Aufgabe der Schule.
    53 9 Melden
    • Silent_Revolution 08.09.2017 10:49
      Highlight Scheinbar überall nur nicht bei den Ausbildnern oder der Lehre ansich, die ja hierzulande schon fast verehrt wird.

      Viele Berufe sind derart anspruchslos, da braucht es keine 3 oder 4 jährige miserabel bezahlte "Ausbildung" die als Vorwand genommen wird um Jugendliche die Drecksarbeit machen zu lassen.

      Im Kanton Zürich wurden 2015 rund ein Zehntel aller Lehrverträge aufgelöst. Schätzungen zufolge werden im Verlauf der Lehre 20-25% der Lehrverträge aufgelöst. Genaue Zahlen finden sich leider nicht.

      Ob es also besser ist, einfach mal eine x beliebige Lehre zu starten, wage ich zu bezweifeln.
      18 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:09
      Highlight Danke, ja alle tragen Mitverantwortung. Was jedoch das Bild des Berufes betrifft, das gegen aussen kommunziert wird: Dazu kann die Schule nur sehr sehr bedingt dazu beitragen (bei der Lehre). Hin zu kommt, dass es sehr schwierig ist, dass sich alle Parteien auf ein Berufsbild (und Kriterien, QV, BIVO, etc) hierzu einigen können. Weil es regional unterschiedlich ist. Ja, bitte den Bereich
      Berufsberatung ausmisten, hier müsste die Qualität stimmen, und mehr Budget hierfür.
      9 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:15
      Highlight @Silent_Revolution: Mich würde interessieren, welche Lehre du als "anspruchslos" betrachtest. Das mag für dich stimmen, für Person "x" wäre es aber genau richtig anspruchsvoll. Ja, es ist traurig dass viele Lehren abgebrochen werden. Wenn ich zurückblicke, liegt es häufig daran:
      a) Schüler weiss noch nicht, was er will/kann; Unentschlossenheit
      b) Man soll niemanden verhätscheln, aber
      es gibt doch auch häufig schlechtes Arbeitsklima
      c) Allergien, die vorher nicht getestet werden (z.B. Florist, Coiffeur)
      d) Die Informationen über den Beruf (=Werbung) stimmen wenig mit der Realität überein
      11 2 Melden
    600
  • iiceccreamllove 08.09.2017 08:21
    Highlight Hmm... eine Help-Line? Jugendliche von heute telefonieren nicht! Wie wärs mit einer Chat-Funktion via Webseite oder auf Social Media Kanälen?
    13 25 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:03
      Highlight Chat/Social könnte erste Hürde erleichtern. Aber wenn es um wirklichen Austausch/Problemlösung geht, wäre Skype u.ä. gut, oder im Kaffee sich treffen!
      4 1 Melden
    600
  • riqqo 08.09.2017 07:57
    Highlight Ich sehe zwei Punkte:
    – Viele Jugendliche wollen reisen und sind in dieser Zeit arbeitsos. Nach der Rückkehr fällt es ihnen teilweise schwer, wieder einen Job zu suchen. Weil läuft halt alles anders und schneller in der Schweiz.
    – Unternehmen bilden Stifte am Fliessband aus, schicken diese aber danach in die Wüste. Die Lehre zählt nicht als Berufserahrung und so ist es je nach Branche schwierig gleich einen Job zu finden. M.M. müssten Lehrbetriebe – mit Ausnahmen – gezwungen sein, einen Lehrling über ein Jahr anzustellen. (Der Sinn einer Stifti ist ja auch, dass der Stift den Betrieb kennt) http://resse
    32 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 14:02
      Highlight Nach der Lehre eine Anstellung (1/2 bis 1 Jahr) anzuschliessen ist für beide Parteien super. Auch deshalb, weil der Lehrbetrieb auch jemand ausbilden sollte, den er auch gerne anstellen würde! Mehrmals so miterlebt, sehr positiv.
      15 1 Melden
    • riqqo 08.09.2017 15:48
      Highlight Genau! Es macht ja keinen Sinn eine Person während 4 Jahren auf das Daily-Business im Geschäft einzuarbeiten und dann in die Wüste zu schicken.

      Im Gegenzug holt man sich dann eine Person mit Arbeitserfahrung, welche aber über drei Monate eingearbeitet werden muss…
      9 1 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 16:34
      Highlight In der Schweiz ist die Praxis so, dass grössere Lehrbetriebe mehr Lernende ausbilden als sie später einstellen. Sie leisten so einen Beitrag für kleinere Firmen, die keine Lernenden ausbilden können. Das ist eine effektive und effiziente Art Fachkräfte zu entwickeln.
      14 1 Melden
    600
  • TheCloud 08.09.2017 07:53
    Highlight Was machen diese Jugendliche falsch?
    Sie haben sich die falschen Eltern ausgesucht. Wenn die Eltern ein gutes Netzwerk und einflussreiche Positionen haben, klappt es mit der Arbeitssuche wunderbar.
    22 36 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:59
      Highlight Ja genau; oder man heiratet dann intelligent, wenn es mit den Eltern nicht geklappt hat?! Das Buch "Macht.ch" von Ueli Mäder bietet da auch viel Konkretes.
      9 0 Melden
    600
  • blablup 08.09.2017 07:51
    Highlight Wieviele davon geniessen einfach das Leben und sind auf Weltreise (sponsored by Mami&Papi)?
    39 11 Melden
    600
  • thierry_haas 08.09.2017 07:46
    Highlight Das RAV, das "sind schliesslich Profis"...
    Ich glaube hier habe ich etwas verpasst 😳
    90 3 Melden
    • Dominik Treier (1) 08.09.2017 11:11
      Highlight Profis darin, Formulare einzufordern und herauszufinden, wieso ich aus zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Gründen keinen Anspruch auf Geld haben soll ... Ausserdem bieten sie viele "nützliche" Motivationskurse, in denen man zwar nichts lernt, die man aber trotzdem besuchen muss, die viel Geld verschlingen und in denen man mit Mitteilnehmern zusammengeworfen wird, deren "grosse Motivation" für die Sache sicher zur eigenen beiträgt ... Wahrlich Profis ... Sollte trotzdem abgeschafft werden ...
      31 3 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 16:42
      Highlight Die RAV sind der ALV verpflichtet, die sicherstellen möchte, dass der Leistungsbezug gerechtfertigt ist, also dass jemand es was für die Stellensuche tut. Kurse sind da, um Struktur zu haben, Wissen und Kompetenz anzueignen. Wer behauptet, dass er kein Wissen aufnehmen braucht, der sollte aber längst einen Job haben. Über andere zu lästern ist ja einfacher und es steht jedem frei sich über die RAV vom Taggeldbezug der ALV/ALK abzumelden.
      6 6 Melden
    • Dominik Treier (1) 08.09.2017 22:53
      Highlight @Zeit_Genosse Sie waren noch nie bei diesem Verein angemeldet und haben noch nicht erfahren wie viel die sich um einen scheren, oder eben nicht. Nicht wahr?
      3 0 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 23:58
      Highlight @Dominik Treier
      Die RAV sind kein Verein. Möchten sie den RAV ihre schlechten Erfahrungen mitteilen, dann empfehle ich ihnen den direkten Gang. In Geldsachen wenden sie sich an die Kasse und ALV und nicht an die RAV (Kompetenztrennung). Der Formalismus und die Prozesse basieren auf AVIG und werden durch das SECO als Oberbehörde überwacht und gesteuert.
      0 3 Melden
    600
  • Nonster 08.09.2017 07:37
    Highlight Eine Frage: Woher kommt diese Zahl? Wenn ich mich (20) und meinen Kollegenkreis anschaue, dann ist bestimmt ein Viertel nach ihrer Ausbildung zuerst einmal arbeitslos. Nicht weil man es einfach wird, sondern weil es auch einfach etwas tolles ist einmal nach der Ausbildung noch frei zu sein. Ich frage mich ob in dieser Statistik einfach gesagt wird diese Jugendliche sind ohne Arbeit oder sind es 50'000 die darüber nicht zufrieden sind? Ich werde in einem Jahr auch arbeitslos sein und ich bin voll zufrieden damit. Ich suche mir dann schon einen Job , aber das muss nicht sofort sein.
    30 7 Melden
    • Betty88 08.09.2017 12:42
      Highlight Es ist schön "frei" zu sein, aber bitte nicht mit Arbeitslosengelder.
      11 7 Melden
    • riqqo 08.09.2017 15:57
      Highlight Viele beziehen im Jahr nach der Lehre kein Arbeitslosengeld. Es macht doch auch Sinn und ist schön, wenn man nach der Lehre seinen Rucksack packt und verschwindet. In diesem Alter hat man keine grossen Verpflichtung gegenüber anderen Menschen und meistens auch noch kein eigenes Dach über dem Kopf. Wenn dann Familie kommt, wird es schwierig einfach so zu gehen.

      (Habe mir das leider nicht gegönnt nach der Lehre)
      8 3 Melden
    • Nonster 08.09.2017 16:16
      Highlight @betty Im Artikel steht auch nichts von Arbeitslosengeldern, die bekommt man ja dan erst wen man auf das Amt geht, das macht ja scheinbar fast niemand.
      1 3 Melden
    600
  • HAL9000 08.09.2017 07:19
    Highlight Ich dreh den Spiess um.
    Oftmals haben Firmen keine Lust sich den Jungen (neuen) Arbeitsnehmer anzunehmen, sei es aus Motivationsgründen, Profitgründen (was dann wiederum sehr bescheuert ist) oder sie können mit den Jungen einfach nicht umgehen.
    Ich sehe viele Führungskräfte, die aus der ihrer vorangegangenen Generation geschädigt wurde und heute nicht genau weiss was tun, und dann kommen wir und möchten eigentlich was tun nur sind die obrigkeiten mit unserem Auftreten dann überfordert und wenden sich der jüngeren Generation ab.
    16 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:55
      Highlight X-Mal so beobachtet bei Praktikanten/MA, und selber auch vereinzelt erlebt. Kann ich bestätigen. Dann gibt es eine Lösung: Selber Führungskraft werden. Oder: die jüngere Generation: bitte nicht aufgeben, fragen, vorschlagen; einfach mit Respekt und Konkretem. Ich denke, es gibt schon Chefs die für Vorschläge sehr dankbar sind! Manchmal ziehen sie zuerst eine saure Schnauze, müssen darüber schlafen. Dann macht es vielleicht Klick.
      10 1 Melden
    • HAL9000 08.09.2017 16:20
      Highlight Selber Führungskraft werden ist absolut korrekt.
      Oftmals ist aber das Problem aber auch so dass die Führer selber nicht sehr arbeitswillig sind und somit den Aufwand scheuen oder ihre Obrigkeit wieder blockt und somit alles auf der Strecke bleibt.

      Lethargie ist des Geschäfts Tot.
      3 4 Melden
    • Zeit_Genosse 08.09.2017 17:03
      Highlight Es kommt schon auf das Auftreten an. Hohes Anspruchsverhalten mit tiefer Leistungsbereitschaft ist ein Problem. Umgekehrt gehts besser. Und man muss sich eine grosse Fresse erstmal verdienen ;)
      8 2 Melden
    600
  • flyme 08.09.2017 06:59
    Highlight Wer die betroffenen Jugendlichen als allein Schuldige sieht, macht es sich zu einfach. Das Problem ist vor allem auch ein gesellschaftliches. Dank des technische Fortschritts sank die Menge bezahltet Arbeit pro arbeitsfähigen Erwachsenen, während die Menge produzierter Güter und Dienstleistungen kontinuierlich stieg. Pro arbeitsfähigen Erwachsenen gibt es in der Schweiz keine 30 Stunden bezahlter Arbeit mehr. Trotzdem halten wir an der 42-Stunden-Woche fest, oder wollen die Normarbeitszeit gar erhöhen.
    132 32 Melden
    • Posersalami 08.09.2017 07:36
      Highlight So ein Unsinn, es stehen heute wesentlich mehr Menschen in Lohn und Brot als "früher". Automatisierung hat per Saldo eben auch sehr viele Stellen geschaffen, das darf man schon zur Kenntniss nehmen!

      Das Arbeitszeit und Lohn nicht immer vernünftig verteilt sind ist aber ein Problem. Das die neuen Stellen eine andere, meist höhere Qualifikation verlangen, ist auch ein Problem und wirft Fragen auf wie Weiterbildung organisiert ist. Aktuell ist das System mMn nicht mehr zeitgemäss.
      37 13 Melden
    • Rotbeisser 08.09.2017 07:38
      Highlight Daraus geht hervor, was die jugendlichen Arbeitslosen falsch machen: sie existieren.
      41 9 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.09.2017 07:40
      Highlight https://www.google.ch/amp/s/amp.aargauerzeitung.ch/schweiz/in-der-schweiz-sind-23500-lehrstellen-noch-nicht-besetzt-131402755

      17 4 Melden
    • Vespa Timo 08.09.2017 08:14
      Highlight Die Eltern haben meist versagt... Was kann die Gesellschaft denn dafür? Man muss sich weiter entwickeln und anpassen... Dafür braucht es Erziehung und Bildung!
      9 50 Melden
    • Ökonometriker 08.09.2017 08:15
      Highlight @flyme es gäbe schon mehr als genug Arbeit - man importiert jährlich 50'000 Arbeiter aus Europa da man nicht genügen Arbeitskräfte in der Schweiz hat - aber viele Leute sind auf Grund des Fortschritts fehlqualifiziert. Oft können sich diese keine Weiterbildung leisten.
      Der Staat sollte hier seine Kosten und Einkommen besser abwägen und in die entsprechenden Leute investieren. Wer z.B. einen arbeitslosen oder ambitionierten Buchbinder Programmieren lehrt, erhöht dessen Einkommenspotential stark. Und somit auch die generierten Steuereinnahmen.
      14 3 Melden
    • walsi 08.09.2017 08:49
      Highlight @Posersalami: Es leben heute aber auch mehr Menschen in der Schweiz. In den 80er Jahren war die Arbeitslosenqoute bei ca. 1% heute ist sie bei über 3%.
      8 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 08.09.2017 09:33
      Highlight @flyme: es geht nicht darum Schuldige zu finden sondern das Problem zu lösen. Eine Lösung wäre, den jungen Menschen mehr abzuverlangen. Dann muss man halt man was arbeiten was einem nicht so gefällt und kämpfen das man weiter kommt. Das ist sicher nicht bei allen so aber sicher bei einem guten Teil.
      14 10 Melden
    • Rotbeisser 08.09.2017 10:13
      Highlight @Retikulum:
      Knapp 24 Tsd. unbesetzten Lehrstellen stehen 50 Tsd. jugendliche Arbeitslose gegenüber.
      Wollen Sie Hunger Games um Lehrstellen?
      7 16 Melden
    • Posersalami 08.09.2017 11:26
      Highlight @Rotbeisser: die müssen ja nicht alle gleichzeitig einsteigen. Es sind jedes x tausend Lehrstellen unbesetzt. Nur nützt es dem Jugendlichen in Schaffhausen nix wenn er eine KV Lehrstelle sucht und im Tessin eine frei ist, überspitzt gesagt.

      Der Staat allgemein muss Ausbildung viel mehr fördern und zwar schlicht mit Geld. Es musss viel einfacher sein an ein zinsloses Darlegen zu kommen. Ich zB würde gerne noch einen Master machen, bekomme das aber einfach nicht finanziert. Schon für den Bachelor war es sehr schwierig mit 80% "nebenbei" arbeiten..
      8 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:40
      Highlight @Posersalami: Weiterbildung&Grundbildung muss aber auch von den Unternehmen stark unterstützt werden. Wenn ich Personal mit Kriterien "xyz" brauche, diese nicht kriege, ja dann eben für die Ausbildung sorgen! Vielleicht etwas mehr nach Bedarf orientiert aus-/weiterbilden. Ein Chef muss schon auch ein Mehrwert in einem Master o.ä sehen. Vielleicht hat er auch einfach Angst davor, dass du dann über mehr Wissen verfügst als er ;-)
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:45
      Highlight @Ökonometriker: Unbedingt, danke für diesen Kommentar! Vielleicht mangelt es auch einfach im Moment an einem guten "Vermittler" zwischen einem "Buchbinder-der-Programmieren-möchte" und dem, der ihm Praktika/Stelle anbietet. Naja, der Buchbinder könnte ja mal mit Massen-Bewerbungsmails starten ;-)
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:48
      Highlight @Vespa Timo:
      Die Eltern sind Teil, aber nicht dermassen entscheiden. Man kann es ihnen nicht vorwerfen, dass Sie BusinessModelle wie das von Uber oder Saamweer nicht verstehen, und ihren Jungen nicht beibringen so zu ticken. Nichts gegen irgendwelche Businessmodelle, aber wir haben in Europa lange für einigermassen gute Standards gekämpft. Um die wir ja auch beneidet werden.
      4 0 Melden
    • Posersalami 08.09.2017 14:38
      Highlight @ Schluurziflade: Es geht bei mir konkret darum, dass ich im Masterstudium maximal 50% arbeiten könnte wegen Präsenzzeiten und solchen Spässen. Ich würde wahrscheinlich schon so eine Stelle finden, dann aber kaum genug verdienen um davon 4 Jahre lang zu leben. Architektur jetzt nicht gerade ein günstiges Studium. Ich habe im Bachelor pro Semester mehr als 3k gebraucht für Studienreisen (Pflicht), Bücher und Modellbaumaterial. Dazu dann noch die Studiengebühren und schon ist man bei 4k an Auslagen PRO Semester die man erst mal verdienen muss, leben will man ja auch noch.
      1 2 Melden
    • Rotbeisser 08.09.2017 21:20
      Highlight @Schluurziflade:
      Ihr Wunsch nach Chefs, die in die Ausbildung ihrer Lohnsklaven investieren, wird unerfüllt bleiben.
      Lohnsklaven kann man frei Haus importieren, und sie kosten jeden Monat mindestens einen Drittel weniger. Eigene Leute auszubilden, dazu noch auf eigene Kosten, ist für die eine ungeheuerliche Zumutung.
      1 1 Melden
    600
  • Chääschueche 08.09.2017 06:46
    Highlight Eine Statistik wäre interessant. Ich de ke der grösste Teil der Arbeitslosen jugendlichen kommt aus dem KV Sektor. Und da in diesem Bereich inmer mehr Arbeitsstellen wegfallen ist es leider klar, das es weniger Personal braucht.
    Ich habe zugriff auf den Job Room vom Raf Arbeitsmarkt. Und das sind allein Kanton Bern mehrere 100 Stellensuchende (KV mit EFZ) ... Wenn man einen Bauberuf eingibt... da erscheinen nichtmal 1 Dutzend personen.

    Das sollte aber eigentlich schon lange klar sein das im KV ein Stellenmangel herrscht.

    Aber eben...Der Bund will andere Berufe ja nicht fördern.
    81 13 Melden
    • Benji Spike Bodmer 08.09.2017 07:13
      Highlight Ich habe meine KV-Lehre 2008 abgeschlossen- und schon damals gab es massiv zu viele von uns.

      Mittlerweile bin ich woanders und einige meiner ehemaligen Weggefährten auch. ^^
      32 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:04
      Highlight :-) Statistik wäre wirklich 'was brauchbares. Seit ewig frage ich mich: Werden Lehrstelle/Studium/Weiterbildung angeboten, um
      a) Dozenten eine Anstellung zu ermöglichen
      b) günstige Arbeitskraft
      c) man wirklich eine Fachperson ausbilden möchte.

      Nicht zu vergessen, wie sich Sättigung/Mangel auf Lohn etc. auswirken. Mich bestürtzt die Situation im KV, weil man schon sehr lange davon spricht, dass dort eine Überzahl ausgebildet wird. Bestimmt, Bundesmühlen mahlen langsam. Fehlt jungen Branchen auch einfach die Erfahrung, wie man neue Lehrberufe schafft?
      5 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 06:42
    Highlight "Wenn ein junger Mensch schon bei seinem Einstieg in die Arbeitswelt schlechte Erfahrungen sammelt, prägt das." Ja, hier liegt der Hund begraben. Erfahrungen in angelsächsisch geprägten oder kranken Unternehmenskulturen werden natürlich ausgetauscht. Ändert die Unternehmenskulturen. In einem einigermassen fairen, respektvollen System/Umfeld ist man auch motiviert.
    69 16 Melden
    • Marlon Mendieta 08.09.2017 09:15
      Highlight Hast wohl auch schlechte Erfahrungen gemacht, hmm.
      Wenn man halt schon vor der ersten Anstellung das Gefühl hat, das Umfeld passe sich dann schon an, kann es ja nur schief gehen.
      12 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:10
      Highlight @Marlon: Ich gebe dir komplett Recht, man kann nie erwarten dass das Umfeld sich anpasst. Was machst du, wenn dein berufliches Umfeld fast ausschliesslich aus psychopathisadistischen Charakteren besteht? Beruf wechseln wäre eine gute Option, nicht? Ja, es ist nicht witzig wenn Vorgesetzte Psychopathen sind. Psychopathen sind sehr stark darin, Halbjahresziele zu erreichen. Wenn nur das Geld zählt, und kurzfristige Ziele, sind sie top. Ich werde Traumatherapeut :-) Der Bedarf wird steigen ;-)
      6 4 Melden
    600
  • ujay 08.09.2017 06:35
    Highlight Als ich in den 1970er Jahren die Berufslehre abschloss, war es unmoeglich, eine Stelle in meinem erlernten Beruf zu finden (Oelkrise). Ich war gezwungen, einen Hilfsarbeiterjob anzunehmen....Hotel Mama gabs nicht, waere mir auch nicht in den Sinn gekommen. Habe mich beruflich weiterentwickelt und heute meine eigene Firma. Meine Eltern haben mich damals nicht daran gehindert😁. Merke: Du findest eher einen Job, wenn du als junger schon in die Arbeitswelt integriert bist, als mit 25 direkt aus dem Hotel Mama.
    58 52 Melden
    • Chanichang 08.09.2017 09:45
      Highlight Ach komm, zu deiner Zeit konnte man noch etwas erreichen mit harter Arbeit. Heute hat man entweder Glück, oder zu wenig Erfahrung oder ist überqualifiert. Extrem viel gut gebildete junge Leute stecken mit 30 noch immer im Praktikateufelskreis und niemand unternimmt was dagegen, man findet ja doch immer ein verzweifelter Tubel, ders macht.
      27 10 Melden
    • Groovy 08.09.2017 11:32
      Highlight @Chanichang: Was für eine Ausrede. Wenn man mal vom Selbstverwirklichungstrip runterkommt und sich umsieht, wo es Arbeit gibt, ergibt sich der Rest von selbst. Einfach auch mal die Ansprüche ans Leben reduzieren und sich nicht durch Facebookprofile was vorgaukeln lassen...
      9 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:17
      Highlight @Chanichang: Ich denke, es gibt Regionen/Branchen/Firmen die auch heute noch auf Leistung/Qualität setzt. Und Unternehmen, die systematisch halbjährlich die Sklaven auswechseln – weshalb auch immer.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:27
      Highlight @Groovy: Das mag auf einige zutreffen, auf einige nicht. Ja, dem Selbstverwirklichungstrip sollte man wohl auch ade sagen können. Aber jeder sollte für seinen monatlichen Einsatz ein sauberes Einkommen erhalten. Ich finde es nicht korrekt, dass Angestellte/Praktikanten echte herausfordernde Arbeiten erledigen, die eigentlich ein Grundeinkommen verdient hätten. Einfach innerhalb der Firma das Geld etwas fairer verteilen.
      4 1 Melden
    • ujay 08.09.2017 13:36
      Highlight @Chaichang. Mit faulen Ausreden und Selbstmitleid gehts halt nicht. Mein Sohn hat vor 2 Jahren die Lehre abgeschlossen und mit etwas Unterstuetzung eine gute Stelle gefunden. Meine Tochter hat vor 3 Jahren ein Studium begonnen und ich weiss schon jetzt, dass sie nach Abschluss eine Stelle hat. Wie waers,
      mit etwas offenen Augen durch die Welt zu gehen....sonst gute Nacht.
      5 5 Melden
    • Chanichang 08.09.2017 13:49
      Highlight Ich hab kein Facebook Profil, ausserdem hab ich nicht über mich gesprochen. Ich seh es einfach überall in meinem Umfeld, das sind weissgott keine verblendeten Selbstverwirklicher, sondern Leute die wirklich arbeiten wollen. Aber es ist schon einfach von seinem hohen Ross aus zu urteilen, wenn man die Situation nie (mit-)erlebt hat. In dieser Zeit sind das kaum Einzelfälle! Deshalb meinte ich auch, dass heutzutage ein bisschen Glück dazu gehört. Ich find es echt Frech von dir, in diesem Kontext von Ausreden zu sprechen, hoffentlich musst du da nie durch...
      8 3 Melden
    • Wölfli beim Lamm 08.09.2017 15:11
      Highlight @ujayj.Die Arbeitslosigkeit in den 70zigern war ein Nüteli im Vergleich zu heute. Oelkrise hin oder her. Damals hatte man alle Chancen, auch als Quereinsteiger. Heute ist die eierlegende und milchgebende Wollsau gefragt. Allgemein ist der Druck am Arbeitsplatz unmenschlich geworden auch für
      Stifte. Auf der einen Seite stellen die Eltern die Kinder in den Mittelpunkt, beschützen sie vor Allem und in der Lehre sollten sie dann tapfer durchhalten - und scheitern oft.
      8 0 Melden
    • Chanichang 08.09.2017 17:58
      Highlight @ujay: schön, dass deine Kinder "versorgt" sind. Für jetzt! Hoffentlich bleibt das auch so aber leider gibt es das aufsteigen in der Hirarchie heute nicht mehr. Wart mal ein paar Jahre und drück die Daumen...
      5 0 Melden
    600
  • Rimbo 08.09.2017 06:25
    Highlight Die meisten, zumindest aus meinem Umfeld, gehen nicht zum RAV weil sie sich es vorübergehend leisten können und nicht irgendeine Stelle annehmen wollen, oder Kurse besuchen müssen. Sie warten auf die "richtige" Stelle.
    72 8 Melden
    • Anam.Cara 08.09.2017 07:30
      Highlight Rimbo: die beschriebene Haltung finde ich ein bisschen gefährlich. Und es wirkt sogar ein wenig überheblich.

      Ich kann den richtige-Stelle-warentenden folgendes sagen:
      Es ist wesentlich einfacher einen besseren Job zu finden, wenn man schon einen hat. Zudem würde ich bei gleicher Quali jenen Bewerber anstellen, der die Zeit mit Hilfsjobs überbrückt hat, als jenen, der auf die richtige Stelle gewartet hat.
      Der eine sagt damit: "ich will etwas erreichen und nehme auch unangenehme Umwege in Kauf."
      Der andere wirkt gerade am Anfang einer Karriere doch sehr "passiv mit hohen Ansprüchen".
      35 9 Melden
    • Töfflifahrer 08.09.2017 07:37
      Highlight Viele warten dann aber eben bis zur Pensionierung. Die 'richtige' Stelle läuft leider nur den Wenigsten einfach so über Weg. Ohne Eigeninitiative wird das wohl nix.
      30 5 Melden
    • Lichtblau 08.09.2017 19:54
      Highlight @Rimbo: Meine Tochter hat's genau so gemacht - und Glück gehabt. Selbst bin ich allerdings eher Team Anam.Cara: Es fällt keinem eine Zacke aus der Krone, wenn er zur Überbrückung einen Brotjob annimmt. Das bringt nicht nur Geld ein, sondern auch etwas Abstand von der "Blase" - und somit Lebenserfahrung. Hier bei Watson wird doch Ludmilas Blog sehr geschätzt: In solchen Jobs lernt man eben auch Milans und Eces kennen. Und durch sie auch etwas dazu.
      4 0 Melden
    • Rimbo 10.09.2017 20:41
      Highlight Danke für die Antworten, ich bin absolut eurer Meinung, ich finde es auch Gefährlich und finde auch niemand ist zu Schade für einen etwas einfacheren Job als gewünscht. Kenne leider aber wirklich ein paar Leute die aber genau das tun und sicher deshalb auch nicht anmelden beim RAV.

      2 0 Melden
    600
  • Spielverderber 08.09.2017 06:21
    Highlight Schmutzige Finger, harte Arbeit, früh aufstehen seitens der Eltern nicht erwünscht. Die Uni ist das Ziel. Familie muss glänzen. Die Sekundarschulen sind mit jugendlichen gefüllt, welche nicht dahin gehören. Böses Erwachen wird wird Eltern/Jugendliche und die Gesellschaft erwarten.
    55 67 Melden
    • Posersalami 08.09.2017 07:41
      Highlight Ich verstehe ihre Kritik und sie haben Recht. Die "einfacheren" Berufe sind halt leider gesellschaftlich nicht mehr so angesehen wie früher was sich dann auch in einer schlechteren Entlohnung niederschlägt. Mami ubd Papi wollen halt idR das es ihren Kindern mal besser geht und da führt halt meist kein Weg an einem Studium vorbei..Eine Folge der vom Volk durchaus so gewünschten neolaiberalisierung der Gesellschaft. Will man was anderes muss man halt keine bürgerlichen Parteien wählen so einfach ist das.
      26 13 Melden
    • Chili5000 08.09.2017 08:23
      Highlight Dir ist schon klar was ein Arztz in einem Spital für Arbeitszeiten hatt? Für kein Geld der Welt würde ich das machen...
      30 7 Melden
    • who cares? 08.09.2017 08:30
      Highlight Jugendliche gehören nicht in die Sekundarschule? Ich glaube du hast da was verwechselt, du meinst wohl das Gymnasium. Die obligatorische Schulzeit ist 9 Jahre für alle.
      40 4 Melden
    • Marlon Mendieta 08.09.2017 09:23
      Highlight Posersalami
      Du scheinst da etwas zu verwechseln...es ist vor allem im links- intelektuellen Millieu sehr traurig, wie wenig man wert ist als Arbeiter.
      Kenne da einige, die würden ihre Kinder gern bei der IV anmelden, wenn sie das Gymi nicht schaffen.
      Alles liebe als eine Coiffeuse oder einen Büezer in der Familie
      13 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.09.2017 13:32
      Highlight @Chili5000: Ja der Arzt hat vielleicht grässliche Arbeitszeiten, kurzfristiger Einsatz, usw. Ein höherer Lohn wäre vielleicht gerechtfertig. Aber er kann von diesem Einkommen zumindest leben. Andere managen daneben noch zwei Teilzeitstellen... In irgendeinem Sub-Sub-Subunternehmen, wenns blöde kommt.
      4 3 Melden
    600

Cédric Wermuth: «Flüchtlings-Kinder sollen bei der Geburt den Schweizer Pass bekommen»

Vor einem Jahr forderte SP-Nationalrat Cédric Wermuth in einem emotionalen Appell Ausländer dazu auf, den Schweizer Pass zu beantragen. Und versprach: Er werde sie auf dem Weg zum Schweizer beraten. Nun will Wermuth noch viel mehr Menschen zur Schweizer Staatsbürgerschaft verhelfen. Seine neueste Forderung: Jeder, der in der Schweiz den Lebensmittelpunkt hat oder hier geboren wird, soll automatisch den Schweizer Pass erhalten. Der SP-Nationalrat im Interview mit watson.

Cédric Wermuth, gefallen …

Artikel lesen