Schweiz

Christa Rigozzi trug die Zuschauer-Tweets ins Studio. screenshot srf

Da schwimmt nicht nur Rigozzi – die «Arena» im KESB-Sumpf

Die Studio-Premiere von Ex-Miss Christa Rigozzi bot schwere Kost: Am Fall des rechtsextremen Behördenschrecks Christian Kast sollte die umstrittene KESB diskutiert werden. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen.

12.06.17, 03:15 12.06.17, 16:54

Stell dir vor: Du trittst einen neuen Job an – und du weisst: deine Teamkollegen gönnen dir den Posten nicht. Im Pausenraum haben sie bereits nach Kräften über dich abgelästert. Und das Produkt, das du verkaufen sollst, steckt tief in den Negativschlagzeilen.  

Willkommen in der Welt von Christa Rigozzi! Die Tessinerin moderierte am Sonntagabend zum ersten Mal an der Seite von Jonas Projer die Sendung «Arena/ Reporter». Im Vorfeld hatte es für die Besetzung des Postens Kritik gehagelt. «Kurzes Röckli holt mit lustigem Tessiner-Akzent Quote», soll eine SRF-Mitarbeiterin den Personalentscheid kommentiert haben.  

Dazu kommt: Auch der Inhalt der Sendung war bereits vor deren Ausstrahlung heftig umstritten. Der «Reporter»-Film und die anschliessende Diskussionsrunde befassten sich mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Protagonist des Films war Christian Kast (48), der seine Kinder vor zwei Jahren auf die Philippinen entführt hatte, um so den Behörden zu entkommen. Für manche erlangte er dadurch Heldenstatus, in den Medien durfte er seine Beweggründe ausgiebig darlegen.

Am Sonntagabend nun sollte Kast aus dem Publikum aktiv an der Studio-Diskussion teilnehmen. Weil er auf Facebook offen rechtsextrem auftritt und sich dort auch regelmässig in Gewaltfantasien verliert, stiess der geplante Auftritt jedoch auf massiven Widerstand. Schliesslich sagte der Behördenschreck den Besuch im Studio von sich aus kurzfristig ab.

Unter diesen Vorzeichen war es Rigozzi nicht zu verübeln, dass sie zu Beginn der Sendung etwas gehetzt wirkte. Bald war die «Stimme des Publikums», wie sich die Ex-Miss und studierte Medienwissenschaftlerin vorstellte, aber nicht mehr die einzige, die zuweilen nach den richtigen Worten rang.

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und Frauenrechtlerin Julia Onken waren angetreten, um aufzuzeigen, was in der KESB aus ihrer Sicht so alles schief läuft. Beide hatten sich nach der Absetzung der Familie Kast auf die Philippinen medienwirksam auf deren Seite geschlagen – und erklärt, der Fall sei beispielhaft für die Probleme bei der KESB.

Im Studio fiel es den beiden jedoch schwer, die Behauptung argumentativ zu unterlegen. Von Rigozzi damit konfrontiert, dass in der Familie Kast häusliche Gewalt ein Problem gewesen sei und sich Vater Christian zuweilen gar im Keller eingeschlossen habe, um vor seiner Frau sicher zu sein, räumte der SVP-Politiker ein, das habe er nicht gewusst.

Video: streamable

Onken verstieg sich gar zur Aussage: «Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer.» Auch machte sie die KESB dafür verantwortlich, dass die Beziehung von Christian Kast zu seiner philippinischen Frau Margie nach der Flucht zwischenzeitlich in die Brüche ging.

Video: streamable

Knallhart trat in solchen Situationen die Walliser CVP-Nationalrätin Viola Amherd auf. Sie führte den KESB-Gegnern Widersprüche vor Augen und las ihrem Ratskollegen Schwander die Leviten dafür, dass er den Fall Kast schon als «Skandal » geschrien habe, bevor er die Situation der Familie überhaupt gekannt habe. «Das ist es, was schlimm ist.»

Video: streamable

Auch Patrick Fassbind, an diesem Abend als Vertreter der KESB angetreten, bemühte sich um Nüchternheit. Als seine Beteuerungen, dass Fremdplatzierungen immer das letzte Mittel seien, jedoch zum wiederholten Mal ins Leere liefen, wurde der Leiter der Basler KESB emotional: «Manchmal, wenn Kinder unmittelbar schwer gefährdet sind, müssen sie sofort reagieren. Sonst sind sie tot.»

Video: streamable

Eine Ahnung davon, wie verzweifelt die Betroffenen sein müssen, erhielten die Zuschauer dank der Anrufe, die Rigozzi live in der Sendung entgegennahm. Die Ohnmacht in der Stimme der Anrufer, die fast ausnahmslos selbst in einen KESB-Streit verwickelt sind, war nicht zu überhören. Zwar wirkte es reichlich treuherzig, wenn sich Rigozzi bei ihnen nach ihren Wünschen an die KESB erkundigte. Immerhin schaffte sie es aber, die Debatte von den gegenseitigen Schuldzuweisungen der Politiker zu lösen und dahin zurückzubringen, wo die Saat all der Wut und Enttäuschung schlummert: zu den Menschen, die aus irgendeinem Grund nicht mehr ein und aus wissen.

Am Ende blieb von der Sendung vor allem eine Erkenntnis: Helden gibt es in solchen Geschichten keine.

Nicht alle Ex-Missen blieben nach dem Amtsjahr präsent. Ein Überblick.

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  • Nuka Cola 15.06.2017 12:59
    Highlight Die von der CVPlerin angeführten Optionen sind alle mit hohrn Kosten, welche vorrangig bezahlt werden müssen (Kanton SG zumindest) verbunden, was es defakto verunmöglicht. Ausserdem ist ohne Rechtsbeistand nichts zu erreichen, wie unzählige Fälle beweisen.
    0 0 Melden
  • rodolofo 12.06.2017 20:46
    Highlight Über in Notlagen geratenen Menschen kreisen bald einmal die Geier und sabbernde Hyänen schleichen sich an und werden immer dreister.
    Wir sollten solche Notlagen so sehen, wie sie sind!
    Überall sind Menschen anzutreffen, die sich entweder als wirkliche Freunde und Freundinnen erweisen können, oder die ihre freundliche Maske ablegen und sich schlagartig als Verräter und Profiteure zu erkennen geben.
    Das gilt sowohl für das Staatliche-, als auch für das Private Umfeld.
    Im nächsten Notfall würde ich aber -nach gemachten Erfahrungen- eine Staatliche Einrichtung einer Privaten Einrichtung vorziehen!
    5 2 Melden
  • Anna (1) 12.06.2017 18:59
    Highlight Ich arbeite im Bereich Kinderschutz und bin mittlerweile dafür, dass Fälle die sich an die Presse wenden sofort den Anspruch auf Datenschutz verlieren sollten und die KESB sämtliche relevanten Akten offenlegen kann...

    23 9 Melden
    • Lami23 12.06.2017 20:00
      Highlight Das wäre nicht gut für den Schutz der Einzelnen. Aber ich weiss, worauf du hinaus willst. Sie stellen alle gerne die KESB als den bösen dar, aber wenn die von ihnen zufällig ausgelassenen Fakten ans Licht kämen, würde ihnen das nicht gefallen...
      18 2 Melden
  • bebra 12.06.2017 17:54
    Highlight In der KESB arbeiten einfach zuviele studierte Theoretiker die vom realen Leben keine Ahnung haben. Es fehlt an Leuten, die sich in Kinder-Seelen einfühlen könne. Der schlimmste Familien-Knatsch ist für Kinder weniger schlimm, als in einem Heim unter fremden Leuten leben zu müssen.
    Abgesehen davon ist die Arenea mit Projer eine Katastrophe, er schneidet allen, die ihm nicht passen ständig das Wort ab. Das hat mit Rigozzi nicht s zu tun.
    15 30 Melden
    • Lami23 12.06.2017 18:17
      Highlight Der schlimmste Familienknatsch ist besser als eine sichere Umgebung?
      Kennen sie derartige Familien oder besser gesagt, wissen sie, wie es in Kinderheimen zu und her geht?
      Das was ein Kind braucht, ist eine Umgebung die Liebe und Sicherheit vermittelt. Das ein Heim nicht im gleichen Masse Liebe vermitteln kann wie eine Mutter, ist wahr. Das Kinder aus schlimmem Familienknatsch aber noch viel schwerere Schäden davontragen, ebenso.
      25 9 Melden
  • Einstein56 12.06.2017 14:20
    Highlight Ich bin weder Schwanderfreund noch KESB-Gegnwr. Aber Schwander hat durch technischen K.O. gewonnen. Er war um Welten besser.
    20 24 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 21:32
      Highlight Schwander führt eine Art "Heiligen Krieg" gegen die KESB, mit einer ideologischen Filter-Brille, die alle staatlichen Institutionen grundsätzlich verdammt, gleichzeitig aber die Familie, das Dorf und seine Schützlinge, die sich als KESB-Opfer an ihn wenden, zu idealisieren.
      Mit so jemandem kann man eigentlich gar nicht reden, da er bereits alles zu wissen glaubt.
      Viel besser hat mir gestern jedoch Frau Onken gefallen! Sie ist "mit dem Herzen" bei der Sache und sieht darum, was die KESB alles leistet, aber auch, wo Missstände auftreten, die der Chef der KESB natürlich klein redete.
      7 5 Melden
    • Einstein56 12.06.2017 22:45
      Highlight @ rodolofo: ich muss dich wohl enttäuschen
      Auch Julia Onken dürfte SVP sein
      7 3 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 22:58
      Highlight @ Einstein
      Julia Onken und SVP?
      Das wäre ja wie Sternenhimmel und Schwarzes Loch!
      2 1 Melden
  • Christian Gerber 12.06.2017 13:20
    Highlight Ich finde die Diskussionsleitung von Projer generell sehr schwach. Das dauernde "Dreingerede" auch in anderen Sendungen ist für den TV Zuschauer eine Zumutung und sollte sofort unterbunden werden.
    32 4 Melden
  • Boogie Lakeland 12.06.2017 13:05
    Highlight Aha. Angenommen meine Freundin würde mich vor unseren Kindern schlagen wäre es nicht schlimm.
    Und wenn ich jetzt umgekehrt meine Freundin von unseren Kindern schlageb würde jedoch schon.
    Ich verstehs nicht ganz
    42 1 Melden
  • Lumpirr01 12.06.2017 12:13
    Highlight Die Sendung war kompl. unbefriedigend. Da bleiben eigentlich nur Fragen: Will der TV Kosument wirklich dauerndes emotionales Dreinreden und polarisieren? Die in den Tel. Anrufen erwähnten Fälle bleiben auch so ungeklärt wie ungelöst in der Luft hängen? Wieso ist ein KESB - Experte wie Herr Fassbind sowohl gegen Sticheleien wie auch gerechte Kritik von Seiten Schwander & Onken nicht resistent und spricht sachlich und ruhig? Wieso verbarrikadiert sich die KESB so stark hinter dem Datenschutz und kommuniziert kaum? Wieso werden die Helfer im Umfeld der Betroffenen von der KESB nicht akzeptiert?
    34 9 Melden
  • Sheldon 12.06.2017 12:10
    Highlight Der Systemfehler liegt nicht bei der KESB, sondern bei den Menschen, für welche letztendlich die KESB zuständig ist. Glaubt ihr Kritiker denn wirklich, diese Elendsverhältnisse würden sich von alleine oder mit "gesundem Menschenverstand" lösen lassen ? Natürlich gilt es, die KESB zu überwachen und es gibt sicher Verbesserungsmöglichkeiten bei der KESB, aber es gibt keine Alternativen zur KESB.
    61 10 Melden
  • FrancoL 12.06.2017 11:45
    Highlight Der Frau Onken sollte man einmal sagen, dass Gewalt gleich in welcher Form , gleich in welcher Ausprägung (Physisch oder psychsich), Gleich VON WEM ausgehend führt zu traumatischen Erlebnissen.

    Eigentlich traurig und irritierend dass man dies der Frau Onken klar machen muss. Zeigt allerdings auch wo sich Menschen verrennen können und Frau Onken scheint sich sehr stark zu verrennen.
    52 11 Melden
    • Lumpirr01 12.06.2017 14:27
      Highlight Lieber FrancoL, schon richtig, was Du sagst, aber leider nur in der Theorie! Wahrscheinlich hast Du noch nie von einem Fall gehört, wo die Frau eine Familie mit psychischer Gewalt zerstört hat?
      Leider auch so ein Fall mit erfolgloser Behandlung in meinem Umfeld mit der Folge eines Selbstmordes eines Kindes und einer Kampfscheidung............
      11 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 17:21
      Highlight @Lumpirr01; Lesen ist Voraussetzung!
      Ich schreibe deutlich dass auch die psychische Gewalt zu traumatischen Erlebnissen führt, egal ob Mann oder Frau diese psychische Gewalt ausübt. Ich bin zudem der Meinung dass gerade die psychische Gewalt weit unterschätzt wird, das kann ich aus meiner Kindheit heute mit Abstand so herleiten. Damals entzog meine Mutter subtil mir meinen Vater und ich konnte oder wollte dies nicht wahrnehmen, heute mit der Erfahrung als Vater verstehe ich mehr was damals ablief, nur leider habe ich somit eine Chance mit meinem Vater verpasst.
      5 4 Melden
    • Lumpirr01 12.06.2017 19:03
      Highlight @FrancoL: Die Hauptbotschaft von Onken war, dass es für ein Kind das grösste Trauma ist, von der Mutter weggenommen zu werden und nicht, ob die Mutter dem Vater oder ungekehrt eins gepfeffert hat. Ich glaube nicht, dass Onken diesbezüglich eines traumatischen Einflusses auf Unterschiede werten wollte, auch wenn man das aus dem Gesprächsverlauf so interpretieren könnte. Dass da kein Unterschied ist, bin ich mit Dir gleicher Meinung. Die KESB ist allerdings sofort zur Stelle bei physischer Gewalt, bei psychischer Gewalt geht es sehr lange oder es kommt keine Unterstützung oder Hilfe...........
      7 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 19:26
      Highlight @Lumpirr01;
      A) ich erwarte von Frau Onken keine lockeren Sprüche mit dem Inhalt "dem Alten" etc. Das sollte man von einer Frau die sich für die Rechte der Frau erwarten dürfen.

      B) Selbstverständlich ist (leider) jede Hilfe in welcher Form auch immer bei physischer Gewalt eher zu erhalten als bei psychischer Gewalt. Man darf aber nicht unterschätzen dass die psychische Gewalt schwer nachzuweisen ist. Ich habe dies mehrfach schon miterleben müssen und häufig kommt erst nach einigen Jahren der volle Umfang der psychischen Gewalt zum Vorschein. Da ist jeder der entscheiden muss nicht zu beneiden
      4 0 Melden
  • olive 12.06.2017 11:42
    Highlight Die KESB wurde gegründet, w e i l eben die zum Teil Söihäfeli-Söiteckeli Aktionen der Gemeinden und Vormundschaftsbehörden ( die heute so heftig zurückgewünscht werden ) nicht optimal waren.

    Zur Sendung: für eine geordnete Diskussion muss unbedingt gesorgt werden vom Moderator, einer nach dem anderen ist die Devise.

    Noch zu Kast's Idee, die Kinder evt. auch die ganze Woche über bei Bekannten und Religionsgemeindemitgliedern zu platzieren: etwas naiv vielleicht, oder ist dort automatisch garantiert, dass alles gut läuft?

    40 4 Melden
  • Lami23 12.06.2017 11:21
    Highlight Ich bin als "Nicht-Pflegekind" in einer Pflegefamilie aufgewchsen. Bei uns waren immer nur Kinder wo zu Hause schon sehr viel schief gelaufen war.
    Wir hatten aber auch diverse Teenies, wo es eher die Überforderung der eltern mit der Pupertät war. Diese blieben meist auch nur ein Jahr o.ä., dann gingen sie wieder zurück zu den Eltern.
    Was wir auch immer wieder hatten, waren Wiederkehrer, wo die Eltern hoch und heillig alles mögiche Versprochen haben und dann hats doch nicht geklappt.
    38 1 Melden
  • cbeats 12.06.2017 10:58
    Highlight Leute, es heisst KESB mit "B" wie Berta und "P" wie Peter. Ist doch nicht sooo schwer. Aber immerhin...andernorts heisst es "KEPS"...

    Und zur Sendung: Sehr emotional! Für mich verständlich, dass auch ein Herr Fassbind mal die Geduld verliert - wird ständig kritisiert, er mache alles falsch. Dass er Herr Schwander mehrmals dazu aufgefordert hat, sich mit ihm zu treffen, hat Herr Schwander grosszügig überhört.
    67 12 Melden
    • cbeats 12.06.2017 12:04
      Highlight Sollte natürlich "nicht P wie Peter" heissen :)
      7 0 Melden
  • benjaminschlegel 12.06.2017 10:25
    Highlight Ich fand die Sendung unmöglich:
    - Schwander kam immer nur mit Details mit dem einzigen Ziel die KESP zu diffamieren
    - Onken behauptet häusliche Gewalt sei ok
    - Amherd sagt nach jedem Telefon, sie kenne den Fall nicht und können deshalb nicht darauf eingehen (tönte für mich nach Ausweichmanöver)
    - Fassbind redete dauernd drein, was bei mir ein Fragezeichen lässt, ob dieser Herr wirklich eine KESP führen kann. Dort ist ja gerade zuhören wichtig. Wenn der bei einer Familie auch dauernd drei redet, kann es ja nicht gut rauskommen.

    Also überzeugt hat mich keine dieser vier Personen.
    34 24 Melden
  • Dieter Widmer 12.06.2017 10:22
    Highlight Zuerst: ein grosses Kompliment an Christa Rigozzi. Trotz der kaum mehr überbietbaren Hetzkampagne hat sie ihren Part hervorragend gemacht. Die Sendung an sich war zum Davonlaufen. Das Problem: Die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer benahmen sich wie kleine Kinder im Sandkasten. Ich habe mich geärgert, dass diese Leute nicht miteinander diskutieren konnten. Jonas Projer und die Redaktion müssen sich etwas einfallen lassen, damit eine geordnetere Diskussion möglich wird.
    78 13 Melden
    • Alnothur 12.06.2017 11:48
      Highlight "Die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer benahmen sich wie kleine Kinder im Sandkasten. Ich habe mich geärgert, dass diese Leute nicht miteinander diskutieren konnten. "

      Ja. Allerdings nicht nur in dieser Sendung. Das ist ein allgemeines Problem der Arena, und für mich *der* Grund, warum ich mir die Sendung seit mittlerweile Jahren nicht mehr antue...
      21 2 Melden
  • solothurner_stein 12.06.2017 10:07
    Highlight Für mich ist die KESB ein System-Fehler. KESB ist zentralisiert, juristisch und zu weit von den Betroffenen entfernt. Was fehlt ist ein Geschworenengericht mit Besetzungen aus der Gemeinde. Die Geschworenen kennen die betroffenen Personen und haben eine bessere Sicht zur Lage, als ein Beamter in Bern. Bei Patrick Fassbind könnte ich wetten, dass er keine Kinder hat. Ein Beamter denkt und handelt nicht gleich wie ein Vater.
    31 131 Melden
    • Macke 12.06.2017 10:43
      Highlight Du beschreibst in deinem Post gerade das Problem, das ein Geschworenengericht mit sich bringt: "Die Geschworenen kennen die betroffenen Personen [...]". Wer traut es seinem Grillbuddy schon zu, dass er seine Tochter missbraucht? Oder seine Frau schlägt? Wer traut es seiner Nachbarin zu, dass sie ihrem Sohn zum Wodka kaufen in den Volg schickt, weil sie noch in ihrer Kotze von gestern liegt?
      Die Beispiele sind polemisch, das weiss ich. Aber ich vertraue in diesen Sachen Fachpersonen, nicht meinen Gemeindemitgliedern. Denn erstere sind dazu ausgebildet, sich abzugrenzen, letztere nicht.
      119 11 Melden
    • Peedy 12.06.2017 10:45
      Highlight Genau. Und dann hockt in dem Geschworenengericht der kinderhassende Nachbar der froh wäre, wenn diese "Lärmbelästigung" endlich weg wäre. Das kann nicht sein. Man muss jeden Fall neutral beurteilen können und das kann man nicht, wenn man die Leute kennt...
      76 11 Melden
    • Daniel Caduff 12.06.2017 10:53
      Highlight Meine Güte, man weiss gar nicht wo man anfangen soll...
      Die KESB ist keine Strafbehörde. Es geht nicht um Schuld oder Unschuld wie bei einem Gericht. Die KESB ist auch nicht in Bern, sondern in den einzelnen Gemeinden und Bezirken, wie die früheren Laienbehörden auch. Und der Beamtenstatus ist in der Schweiz schon lange abgeschafft. Aber auch Staatsangestellte können Väter sein...
      88 13 Melden
    • John Carter 12.06.2017 11:02
      Highlight Man hat die Betreuung den Gemeinden weggenommen und die KESB gegründet, weil es in den Gemeinden nicht funktionierte.

      Da waren zu viele unprofessionelle Personen in Entscheidungspositionen und Vorurteile im Dorf gegen andere Bewohner.

      Die verantwortlichen in den Gemeinden sind einfache Bürger wie Du und ich gewesen ohne spezielle Fachkenntnisse. Teilweise wurden haarsträubende Entscheidungen getroffen.

      Ein bisschen Abstand tut gut. Oder hättest Du Freude, wenn Deine Nachbarin über euer Wohl entscheidet. Wohl kaum!
      29 2 Melden
    • solothurner_stein 12.06.2017 12:10
      Highlight Ich verweise gerne auf den Film "Die zwölf Geschworenen". Fehlen heisst nicht ersetzen. Eine Fachperson ist geblendet und eingeschränkt durch seine Erfahrungen. Ein Denken im grossen Horizont fehlt. Festzustellen in der Informatik, Politik oder Gericht. KESB ist eine Behörde. Fassbind ist volkstümlich ein Beamter, der wie gut festgestellt auch Vater werden kann. Sein gestriges Verhalten deutet darauf hin, dass er kein Familienvater ist.
      6 36 Melden
    • Macke 12.06.2017 15:12
      Highlight @Solothurner Stein: Du wirfst Fachpersonen vor, dass sie durch ihre Erfahrungen "verblendet und eingeschränkt" seien. Und das wäre bei Laien nicht der Fall? Und was soll der Quatsch mit dem fehlenden "weiten" Horizont? Eine Fachperson hat bei diesem Thema automatisch einen weiteren Horizont, da sie täglich mit dieser Thematik konfrontiert ist als ein Laie, der ausnahmsweise mal entscheiden muss. Bevor du hier weiter gegen Fachpersonen pöbelst, informiere dich bitte über deren Ausbildung, Berufsprofil, Abläufe innerhalb der Institution etc., deine Aussagen sind unlogisch und falsch.
      17 4 Melden
    • rodolofo 12.06.2017 21:50
      Highlight Alles Fachwissen ist zwecklos, wenn es nicht mit einem mitfühlenden Herzen verbunden werden kann!
      In diesem Sinne wurde ich damals auch nicht von Fachleuten geheilt, sondern von herzlichen MitpatientInnen!
      Fachleute können aber einen geschützten Rahmen schaffen, in dem sich die "Opfer" selber helfen können.
      Die Kinder von Kast hätten möglicherweise im Kinderheim FreundInnen fürs Leben gefunden, Ähnlich gelagerte, die sie verstanden hätten.
      Aber die Grossfamilie und das Fischerdorf ihrer Mutter haben den Vorteil, dass es ihrer Mutter dort jetzt besser geht, und das ist auch gut für die Kinder.
      1 1 Melden
  • Angelo C. 12.06.2017 10:01
    Highlight Wie erwartet verlief die Sendung recht kontrovers, hinterliess durchaus auch offene Fragen über umstrittene Modalitäten der KESB, wobei Frau Onken - wie meist - einen oft zwiespältigen Eindruck hinterliess...

    Während Co-Moderatorin Christa Rigozzi einen guten Job machte, wie zwei andere Medien dies heute berichten.

    TAGESANZEIGER :

    Rigozzis Anmoderation war souverän – danach referierte sie ebenso souverän Tweets und Zuschauer-Telefonate.

    BLICK :

    Christa Rigozzi machte einen soliden Job und präsentierte Stimmen aus dem Publikum – obwohl sie im Vorfeld hart kritisiert worden war.

    42 3 Melden
  • patztop 12.06.2017 10:00
    Highlight Schwander und seine SVP hatten ja schon mit dem Thema Verdingkinder ihren sehr "eigenen" Umgang bei der Vergangenheitsbewältigung, wie auch bei allen anderen dunkeln Kapiteln der CH-Geschicht wie z.B. dem Nazigold (welches den Juden nach dem Vergasen von den gezogenen Zahnen getrennt wurde). Für einen Patrioten hat das eigene Land nie etwas falsch gemacht.
    11 5 Melden
  • HeraclitusForEver 12.06.2017 09:58
    Highlight Professionalisierung dürfte durchaus Sinn machen. In vielen Kantonen scheint dies jedoch vor allem durch eine Verstärkung juristischer Kompetenzen umgesetzt worden zu sein.

    Immerhin, im Kt. Bern müssen die KESB Präsident/innen (KESB) künftig nicht mehr zwingend Juristen sein:
    "Die im Juristenjargon verfassten Verfügungen seien für die Betroffenen oftmals nicht verständlich. Und wenn Juristen das Sagen hätten, und nicht etwa Sozialarbeiter, gerate die Menschlichkeit in den Hintergrund.

    http://www.derbund.ch/bern/kanton/Weniger-Macht-den-KesbJuristen------/story/13345853
    5 1 Melden
  • Wölfli beim Lamm 12.06.2017 09:48
    Highlight Rigozzi hat ihre Sache gut gemacht. Was schon gut ist kann nur noch besser werden. Ganz stark: Frau Amherd. Was mich am meisten stört, hat nichts mit der Sendung zu tun, sondern mit dem Datenschutz. Während ein Herr Kast alles sagen darf, alles behaupten darf, von dem vielleicht nicht alles wahr ist, darf die KESB aus Gründen des Datenschutzes nichts zum Fall sagen. Sie kann immer nur auf die Stellen und Statistiken hinweisen, die ihre gute Arbeit bestätigen und mit dem Gesetz kommen. So ungleich lange Spiesse sind eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig.
    69 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.06.2017 09:42
    Highlight Finds gut haben solche Themen im TV platz. Aber in einer solchen Projer Sendung eher ungeeignet. Gehört in eine Runde wie den Club und nicht in eine Arena.
    23 5 Melden
  • Unverständlich 12.06.2017 09:33
    Highlight Fakt war doch, dass die KESB im vorliegenden Fall nicht korrekt gehandelt hat. Ob es richtig war, was Kast gemacht hat, soll jeder für sich entscheiden. Sich allerdings KESB-Leiter hinzustellen und Lausbubenhaft mehr Geld zu verlangen statt sich der Verantwortung zu stellen ist genauso daneben wie sich ein Urteil zu bilden ohne die Fakten zu kennen. Dabei ist es doch im Prinzip einfach: Das Wohl des Kindes muss im Mittelpunkt stehen. Dabei sollen die Massnahmen sorgfältig abgewogen werden. Im Fall Kast konnte ich das nicht erkennen. Auch die Wegnahme der Kinder von den Eltern traumatisiert...
    12 60 Melden
    • Cubbie 12.06.2017 10:44
      Highlight Dann bist du also dafür, dass man Kinder problemlos in einem Umfeld aufwachsen lassen kann, in dem sich die Eltern schlagen? Was, wenn sich die Eltern nicht mehr nur gegenseitig die Köpfe einschlagen, sondern sich noch Schwächere zum Prügeln suchen? Wann sollte denn die KESB eingreifen? Erst wenn die Kinder physischer Gewalt ausgesetzt sind? Ist es dann nicht schon zu spät? Nur mal so zum Nachdenken, falls du in deiner Nachbarschaft mal etwas bemerken solltest.
      44 5 Melden
    • Macke 12.06.2017 10:49
      Highlight Woher weisst du, was bei den Kasts im Haus abgegangen ist? Von Herrn Kast selbst? Der ein massives Interesse daran hat, sich selbst als Märtyrer hinzustellen?
      Um einen Einblick in die Arbeit vom Jugendamt in Deutschland zu erhalten, kann ich dir Sophie Seebergs Bücher empfehlen (trotz der reisserischen Titel). Danach kriegt man einen anderen Blick auf Institutionen, die sich mit Familienstreitigkeiten und Missbrauch beschäftigen. Keine Behörde nimmt einfach so die Kinder aus den Familien raus. Dazu braucht es handfeste Gründe.
      42 2 Melden
    • Unverständlich 12.06.2017 15:44
      Highlight @Cubbie
      Du unterstellst mir hier etwas, dass ich gar nicht gesagt habe. Lies bitte Postings, bevor Du reagierst. Ich bin nicht dafür Kindsgefährdungen zu dulden. Meiner Meinung nach (basierend auf dem Film) hat die KESB hier aber Ihre Arbeit nicht getan und keine Hilfestellung angeboten. Die Kinder aus Ihrem Umfeld zu reissen schadet den Kinder sicherlich mehr seelisch gesehen. Mir fehlt eine Begleitung vom KESB und eine Unterstützung für die offenbar überforderte Mutter (und höchstwahrscheinlich auch dem Vater)
      2 4 Melden
    • Cubbie 13.06.2017 11:18
      Highlight Wir haben doch den selben Bericht gesehen? Du hast explizit geschrieben, dass die KESB nicht korrekt gehandelt hat. Darauf bin ich eingegangen. Meine Schwägerin arbeitet bei der KESB und sie begleitet die Familien, in denen Probleme auftreten. Wie soll die KESB denn einer Familie helfen, wenn der Vater die Kinder ausser Land schafft? Wir haben im Beitrag sehr viel von Herrn Kast gehört, die Stellungnahme der KESB fehlte aus juristischen Gründen. Und dann interpretierst du irgendwelche Dinge hinein. Darum mein Satz, dass du hier wohl nicht auf das Kindswohl achtest.
      1 0 Melden
  • Kunibert der fiese 12.06.2017 09:31
    Highlight "Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer."

    Man ersetzte das wort mutter durch vater und macht aus "dem alten" die alte und dann bin ich gespannt was frau onken dazu sagen würde.
    Häusliche gewalt geht oftmals vom mann aus, aber diese aussage entlarvt frau onkens doppelmoral und erweist dem feminismus einen bärendienst
    121 2 Melden
    • JoeyOnewood 12.06.2017 11:03
      Highlight alles richtig in ihrem Kommentar ... wäre es allerdings nicht geschickter, den Nickname zu ändern, wenn wir schon übr Gewalt und Geschlechter sprechen? der Post wirkt irgendwie absurd dadurch...
      30 6 Melden
    • Kunibert der fiese 12.06.2017 11:51
      Highlight Ich mag wortspiele. Aber ja, das watson diesen namen durchgehen liess ;-)
      5 2 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 11:55
      Highlight Frau Onken ist schon lange eine Selbstläuferin, die der Sache der Frau eh nichts mehr bringt.
      Solche Auftritte zeigen dass man sie besser für Mann und Frau nicht mehr beachten sollte.
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    • Kunibert der fiese 12.06.2017 13:15
      Highlight @joey wurde angepasst :-)
      2 0 Melden
  • Thinktank 12.06.2017 09:29
    Highlight Die Welt ist total aus den Fugen. Es wird geköpft, explodiert, erstochen, mit Fahrzeugen Menschen wie Vieh abgeschlachtet. In ihrer Hilflosigkeit versuchen die guten Menschen das Übel wie immer an der Wurzel zu packen und Gewalt generell zu verbieten. Niederschwellige Gewalt ist aber eine Form der Kommunikation. Ohrfeigen, Fluchen, Beleidigungen sind letzte Warnungen nach Grenzüberscheitungen, bevor gröberes Geschütz aufgefahren wird. In der Schweiz werden zigtausend Menschen sinnlos kriminalisiert und der Kinder beraubt, weil Linke ihren rosaroten Kuschelzoo und Gefängnis installiert haben.
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    • Daniel Caduff 12.06.2017 11:20
      Highlight Ich bin sicher, für die Behauptung "zigtausend Menschen sinnlos kriminalisiert und der Kinder beraubt" hast Du irgend eine nachprüfbare Quelle, die Du nur vergessen hast anzugeben.
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  • Stichelei 12.06.2017 09:14
    Highlight «Mein Gott, eine Mutter, die dem Alten mal eins schlägt, wenn er blöd tut, das traumatisiert ein Kind nicht schwer.» Genau wegen Personen wie Onken ist für mich "Feministin" mittlerweile zum Schimpfwort verkommen, obewohl oder gerade weil ich zu 100% für die Gleichberechtigung der Geschlechter bin. Zusammen mit Alice Schwarzer trägt Onken den Femminismus zu Grabe.
    47 3 Melden
    • olive 12.06.2017 14:37
      Highlight Sorry, aber Sie tun Schwarzer Unrecht. Beobachten Sie einmal aufmerksam, was sie heute tut und was die modernen Gender-Feministinnen tun..
      3 3 Melden
  • pun 12.06.2017 08:37
    Highlight Fand die Sendung fast unerträglich. Erst die Fremdscham Onken und Schwander gegenüber, die sich offensichtlich verrannt haben, ohne die Fakten zu kennen. Dann - das war nicht wirklich anders zu erwarten - am Telefon direktbetroffene und aufgewühlte Familien, die dank Schwander denken, es würde eine politische Hexenjagd gegen sie geführt werden, statt anzuerkennen, dass ihre Kinder nicht ihr Eigentum sind und sie auch unabhängig von den Eltern Rechte haben. Zu ihren Fällen konnte eh niemand etwas sagen, weil niemand die Akten kannte.

    Spannende Versuchsanlage, mit diesem Thema aber unmachbar.
    115 11 Melden
    • Falco 12.06.2017 10:40
      Highlight pun: sehr gut! Es stimmt. Die Rechte der Kinder waren überhaupt kein Thema! Schwander und Onken versuchten wirklich, eine Verschwörung à la "Verding-Kinder" zu insinuieren.
      31 4 Melden
  • Falco 12.06.2017 08:20
    Highlight SVP-Schwanders Vorwürfe an die KESB sind Mittel zum politischen Zweck. Frau Onken sieht sich als die Mutter der Nation, die alleine weiss, was Kinder brauchen. Ihre pathetischen Onkenrufe fielen auch dementsprechend aus. Welch Wunder, dass nicht auch noch die Verdingkinder herhalten mussten! Christian Kast ist für den Schlamassel verantwortlich. Er hat eine gestandene Filipina, Mutter einer Tochter, in die Schweiz geholt. Seine Frau fiel in der - nicht nur klimamässig - kühlen Schweiz zwischen Stuhl und Bank. Er ist Täter, nicht Opfer.
    102 23 Melden
  • _kokolorix 12.06.2017 08:12
    Highlight Ich finde es ist schlicht dumm auf den paar wenigen grenzwertigen Entscheidungen von einzelnen KESP Mitarbeitern herumzureiten. Das ist typischer SVP Stil, man pflückt ein paar negativ Beispiele heraus und reitet dann mit aller Macht darauf herum. Dass die Behörde in tausenden von Fällen richtige Interventionen macht, ganz viele Kinder und Behinderte vor Missbrauch schützt und viele überforderte Eltern davor bewahrt gewalttätig zu werden geht völlig unter. Wenn es trotzdem Mal zu einer Eskalation kommt, dann ist die KESP schuld weil sie nicht eingriff...
    155 18 Melden
  • Daniel Caduff 12.06.2017 08:00
    Highlight Julia Onken erinnerte mich gestern mal wieder an Alice Schwarzer: Zwei ehemalige Ikonen der Frauenbewegung, die offenbar irgendwann mal falsch rechts abgebogen sind. Dass eine Frau, die sich jahrelang für die (weiblichen) Opfer häuslicher Gewalt einsetzt, im Fernsehen propagiert "es sei nicht so schlimm, wenn eine Frau dem Alten mal eins schlägt" dürfte ihre eh schon angeknackste Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigen. Vielleicht sollte sie sich besser mit Alice Schwarzer und Eva Hermann zum Kaffee treffen, anstatt noch mehr im TV aufzutreten.



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    • Karl33 12.06.2017 09:03
      Highlight Trotzdem ist es gut, wenn Feministinnen hin und wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Wenn man bedenkt, dass Gewalt und Misshandlungen gegen Kinder in jungen Jahren in der Mehrzahl von Frauen bzw Müttern ausgeht, ist es wichtig, dass man dies erstens aufzeigt und zweitens Gewalt von Frauen genauso verurteilt.
      Heutzutage argumentieren jedoch viele Feministinnen so wie Onken, frau sieht sich ja stets selbst als Opfer, also seien Schläge Notwehr und gegen Männer sogar feministische Pflicht.
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    • Baccara 12.06.2017 10:11
      Highlight ..okay - ich sehe jetzt den Zusammenhang mit Alice Schwarzer nicht. Alice Schwarzer ist immerhin die einzige der aktiv auftretenden Feministinnen die den Hype um die Moslems und deren Frauenunterdrückung nicht teilt. Oder sollte sie etwa auch, damit die Kirche (oder Moschee) im Dorf bleibt?
      8 7 Melden
    • Daniel Caduff 12.06.2017 11:17
      Highlight @Karl 33
      Ziemlich viel Chauvinismus zwischen Deinen Zeilen... Nicht "Feministinnen" haben ihr "wahres Gesicht gezeigt", sondern Julia Onken hat Scheisse erzählt. Und Frau sieht sich auch nicht "stets selbst als Opfer". Gibt viele Frauen, die das nicht tun.

      @Baccara
      Den Zusammenhang habe ich in der Formulierung "falsch rechts abgebogen" versteckt.

      Schwarzer wird mittlerweile von PEGIDA zitiert, Julia Onken an der Seite von Leuten wie Schwander, dessen Partei dagegen war, dass Vergewaltigung in der Ehe strafbar ist.

      Leute wie Du, die vom "Moslem-Hype" lafern, zeigen klar, wo sie stehen.
      14 2 Melden
    • Baccara 13.06.2017 07:55
      Highlight Herr Caduff - ich nehme schwer an, Du hast dich definitiv nicht mit dem Islam an und für sich auseinander gesetzt. Und ich spreche nicht vom IS, sondern von den frauenverachtenden Haltungen der mehrheitlich islamischen Länder.

      Aber ja macht ja nichts, wenn man sich darüber keine Gedanken macht, als Mann ist man auch nicht tangiert.
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    • Daniel Caduff 13.06.2017 09:12
      Highlight Ich bin ungläubig und halte wenig bis nichts von Religion. Ich wehre mich gegen menschenverachtende Haltungen, egal im Namen welches komischen Gottes sie begangen werden. Man kann aber nicht einerseits argumentieren, man sei gegen Frauenverachtung und umgekehrt ist dann aber Verachtung einer ganzen Glaubensgruppe legitim.

      Du hättest meine vollste Unterstützung, wenn Du die Verachtung unabhängig des Absenders anprangern würdest. Und dich mit derselben Vehemenz auch gegen die Protagonisten aus "Abrahamitische Märchen Teil 1 + 2" stellen würdest.
      1 0 Melden
    • Baccara 14.06.2017 08:59
      Highlight ...Daniel - grundsätzlich bin ich gegen jede Verachtgung gegenüber Menschen. Wer sich aber freiwillig z.B. dem Brüderverein anschliesst, tangiert mich in meiner Freiheit ja nicht. Wenn ich aber den ganzen Protektionismus und die Verständnishescherei der 'Feministinnen' gegenüber moslemischen Flüchtlingen sehe, wird mir übel.
      0 0 Melden
  • SJ_California 12.06.2017 07:49
    Highlight Der Reporter-Film war ziemlich einseitig. Vieles, was für die Diskussionen relevant gewesen wäre, wurde leider nicht beleuchtet. Die beiden Kasts sind mir nach dem Film jedenfalls unsympathisch geworden und es ist klar ersichtlich, dass zwischen den beiden mehr Probleme vorhanden sind als sie zugeben. Ohne die Akten genau zu kennen glaube ich deshalb, dass die Kesb nicht ganz unrichtig gehandelt hat.
    111 5 Melden
    • huck 12.06.2017 09:39
      Highlight Ja, gut, wenn man an die KESB nicht mehr Ansprüche hat, als dass "sie nicht ganz unrichtig handelt", dann ist ja alles gut.
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    • _kokolorix 12.06.2017 21:45
      Highlight @huck
      In den Situationen wo die KESP intervenieren muss ist 'nicht ganz unrichtig' verdammt nah am Optimum. Es ist viel einfacher alles falsch zu machen, wie es vorher mit der Laienvormundschaft ab und zu geschehen ist
      3 0 Melden
  • Falco 12.06.2017 07:01
    Highlight Christa Rigozzi ist ein Vollprofi. Angesichts ihrer Vorverurteilung hat sie ihren Job gut gemacht. Ich frage mich einfach, wie gut war die Sendung vorbereitet? Lag der Fokus nicht zu sehr auf der einen Familie Kast?
    Es gibt eine Webseite einer offenbar betroffenen Familie mit 5 Kindern aus Ebnat-Kappel. Wo waren diese? Und wieso wurde sie mit keinem Wort erwähnt?

    http://stopp-der-kesb-willkuer.ch/

    Diese Arena wurde Niemandem gerecht. Nur Geschirr zerschlagen.
    45 77 Melden
    • Friction 12.06.2017 07:54
      Highlight Nun ja, ich finde die entsprechende Homepage nicht gerade eine wahnsinnig objektive Quelle. Wir kennen jeweilsch schlicht die Details nicht. Das ist auch gut und richtig so, zu gunsten der Betroffenen. Das Beispiel Kast zeigte genau das auf.
      Mit Kindswegnahmen macht sich keine Instanz beliebt und leider gibt es schlicht Situationen, da ist dieser letzte Weg der Einzige.
      Und ja, Fehler geschehen leider auch in diesen Systemen. Die gehören angeprangert.
      59 2 Melden
    • Charlie Brown 12.06.2017 09:00
      Highlight @Falco: Was heisst "offenbar betroffen"? Ich habe kurz reingeklickt, ausser dass die Familiy 5 Kids hat und sich mit Herzblut engagiert habe ich auf Anhieb keinen direkten Bezug zur KESB gefunden. Zugegeben, ich habe nicht alles gelesen...

      Sind die selbst wirklich betroffen, sprich hatten sie selbst mit der KESB zu tun? Wenn ja, warum? Hast du da kompakte Infos?
      21 3 Melden
    • Cubbie 12.06.2017 10:22
      Highlight Also ich habe mich nur kurz reingelesen und nichts darüber gefunden, dass die Familie "Opfer der KESB" gewesen wäre. Im Gegenteil, der Vater hat nach dem Fall Flaach eine FB-Gruppe gegründet und die HP aufgeschaltet. Tut mir leid, aber ohne fundiertes Wissen über den Fall Flaach einfach mal die Anti-KESB-Keule schwingen, ohne mich!
      24 3 Melden
    • Charlie Brown 12.06.2017 13:02
      Highlight @Cubbie: Ich schätze es eben genau so ein.
      3 0 Melden
  • pamayer 12.06.2017 06:42
    Highlight Helden gibt es in solchen Geschichten keine.

    Wenn die Kesb ins Spiel kommt, ist schon viel mehr als Geschirr zerschlagen. Da geht es wohl nur noch um Schadensminderung.

    139 7 Melden
  • Sapere Aude 12.06.2017 05:23
    Highlight Eine Frauenrechtlerin die häusliche Gewalt von Frauen gegenüber Männer bagatelisiert kann ich nicht ernst nehmen. Als Direktbetroffener kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Kind dadurch genau so traumatisiert wird. Nur spricht niemand über diese Form der häuslichen Gewalt.
    327 13 Melden
    • Jakal 12.06.2017 08:43
      Highlight Der Sapere Aude kriegt für diesen Beitrag Blitze. Das finde ich fast noch unglaublicher als die Aussage von Frau Onken ...
      79 9 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 09:45
      Highlight Das ist völlig richtig, zudem es wird über viele Formen von häuslicher Gewalt nicht gesprochen!

      Offensichtlich ist ein Teil der Gesellschaft nur bereit die rohe Gewalt, das Zuschlagen zu verurteilen.

      Doch psychische Gewalt ist mE, gleich von wem sie ausgeübt wird, genau so traumatisierend wie die rohe physische Gewalt.

      Da müsste man besser hinschauen und nicht alles übersehen, weil es eben auch Fälle gibt wo die psychische Gewalt auch von Frauen aus geht.
      28 2 Melden
    • Baccara 12.06.2017 10:20
      Highlight Genau, ich sehe jetzt nicht, wo der Unterschied ist zwischen Frau schlägt Mann oder Mann schlägt Frau.
      25 0 Melden
    • Sapere Aude 12.06.2017 10:39
      Highlight Ich hatte das Glück, dass mein Vater mich mit 3 Jahren zu meinen Grosseltern gebracht hatte, denn damals gab es sowas wie das KEBS nicht. Ich hatte zwar nie bewusst und direkt miterlebt, wie mein Vater von meiner Mutter geschlagen wurde. Als ich mit 9 Jahren davon erfuhr, war alleine dieses Wissen jedoch genug traumatisch um mein Leben nachhaltig zu beeinflussen. Mir geht es auch nicht um das Ausspielen von Männer gegen Frauen und umgekehrt. Leider wird von Frauen verübte Gewalt gegenüber Männer bis heute aus gesellschaftlichen Gründen tabuisiert und ich finde das muss angesprochen werden.
      43 1 Melden
    • Sapere Aude 12.06.2017 15:59
      Highlight Der Blitzer oder die Blitzerin meines letzten Kommentars scheint entweder etwas persönliches gegen mich / die KEBS zu haben oder anzuzweifeln das Männer ebenso Opfer von häuslicher Gewalt werden kann. Getraut sich diese Person sich auch dazu zu äussern, oder versteckt sie sich lieber hinter der Anonymität des Internets?
      6 1 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.06.2017 04:27
    Highlight Ich möchte hier einen Denkanstoss geben. Wir sprechen von Eltern, die aus der Sicht des Staats nicht anderes als "Erziehungsberechtigte" sind, denen man bei Nichtgefallen jederzeit in die Erziehung reinreden kann. Es liegt also nicht im Ermessen der Eltern, ihre Kinder nach ihrem Gusto selbst zu erziehen oder zu bestimmen, wem sie gerne die Erziehung sonst noch überlassen möchten. Passt also etwas nicht in den Kragen gewisser Staatsangestellter, können diese intervenieren und den Eltern die Erziehungsberechtigung entziehen. Das heisst, der "Staat" steht über allem und Eltern sind nur Erzeuger.
    39 220 Melden
    • Charlie Brown 12.06.2017 07:11
      Highlight Es gibt durchaus gute Gründe dafür. Das Wohl des Kindes zu schützen ist wichtiger als der grenzenlose Individualismus. Dass das leider notwendig ist, zeigen die Fälle von Misshandlung, Verwahrlosung etc.

      Mir wäre es auch lieber anders.
      138 8 Melden
    • Bruno S. 88 12.06.2017 07:17
      Highlight Sind die Kinder das Eigentum der Eltern? Haben die Eltern immer Recht? Müssen die Kinder einfach da durch? Auch wenn Zuhause Gewalt und Ungerechtigkeit herrscht?
      Nur ein kleiner Denkanstoss...
      137 10 Melden
    • User_Dave 12.06.2017 07:28
      Highlight Wenn du Kindesschädigung mit Erziehung gleichsetzt, dann hast du recht.
      66 8 Melden
    • auslandbasler 12.06.2017 07:30
      Highlight Der Staat muss die schwachen schützen. Das ist in meinen Augen seine Hauptaufgabe.
      Kinder haben Rechte, werden diese durch die Eltern verletzt, bin ich froh um die Kesb. Wer soll ihnen denn sonst helfen?
      Oder wie weit soll die Erziehunsvollmacht gehen? Wie Fritzl?
      130 9 Melden
    • SanchoPanza 12.06.2017 07:40
      Highlight das stimmt so einfach nicht! Im Gegensatz zu vielen 'Erziehungsberechtigten', haben diese Profis einen Blick von aussen und sehen damit objektivER was schieflaufen KÖNNTE. Die Schwierigkeiten beginnen da, wo Elern die Abklärungen (die die kesb machen MUSS) behindern. Ab da gelangen nämlich nicht mehr alle nötigen Infos zur Behörde!
      60 12 Melden
    • moedesty 12.06.2017 07:41
      Highlight deine meinung kommt davon, wenn man die kesb nur von den zeitungen und "opfer" kennt. ich sehe jeden tag bei was für familien die kesb intervenieren muss. kann schon sein das sie fehler machen aber in 9.5 von 10 abklärungen machen die schon das richtige. weisst du viele drogenabhängige, alkoholisierte oder minderintelligente ein kind "erziehen" dürfen? in den zeitungen kommen nur die fehler. und übrigens: der staat bzw. die kesb arbeitet nach gesetzten, welche indirekt von der gesellschaft erlassen wurden. hört also auf den staat als böse übermacht darzustellen.
      125 10 Melden
    • Hierundjetzt 12.06.2017 07:48
      Highlight Nope. Vor der KESB wäre Dein Sohn einfach an einen Bauer verschachert worden und müsste dort Sklavenarbeit leisten.

      Mit der KESB erhälst Du Rechtsmittel zur Hand.

      Nie mehr darf ein Käser oder ein Buchhalter nebenher noch Kinder platzieren, weil er "nah bei den Menschen ist". Klar. "Nah"
      102 7 Melden
    • Daniel Caduff 12.06.2017 07:52
      Highlight Das Kind gehört sich in erster Linie mal selbst. Es ist eine eigene Person mit eigenen Rechten. Insbesondere dem Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit. Dieses Recht schützt der Staat, wie bei jeder erwachsenen Person auch. Und notfalls schützt der Staat dieses Recht auch gegenüber den eigenen Eltern. Gefährden sie das Kindswohl nicht, sind sie selbstverständlich frei, die Kinder nach ihrem "Gusto" zu erziehen (siehe zB. Freikirchen).

      PS: Der Staat kann nie über seinen Bürgern stehen, da der Staat nur dürch die Bürger existiert.
      86 3 Melden
    • lilas 12.06.2017 07:53
      Highlight Es tut mir leid aber Denkanstoss ist das für mich nicht.
      Ihre Schlussfolgerung basiert auf der Behauptung, einzelne Staatsangestellte hätten die Freiheit, willkürlich den Eltern die Erziehungsberechtigung zu entziehen. Solche Stammtischweisheiten tragen nicht zur Verbesserung des Dialoges bei. Die KESB ist nicht dazu da, Familien zu zerstören, das machen diese schon ganz selbständig bevor die KESB eingreift. Einem solch grosser Apparat braucht Bürokratie und Bürokratie wird leider dem Individuum nicht gerecht.

      77 6 Melden
    • christian_denzler 12.06.2017 07:53
      Highlight Richtig. Schliesslich steht schon in der Bibel: «Wer sein Kind liebt, züchtige es». Frechheit, dass der Staat eingreift, wenn Kinder misshandelt werden.
      61 6 Melden
    • Phrosch 12.06.2017 08:13
      Highlight Silent Speaker, dazu müsste "der Staat" ja regelmässig alle Familien ausspionieren. Die KESB wird ja erst dann aktiv, wenn dort jemand eine Gefährdungsmeldung macht, weil er/sie besorgniserregende Beobachtungen gemacht hat. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man sich das sehr gründlich überlegt und die Beobachtungen hinterfragt und überprüft. Der Staat Eder niemandem einfach so in die Erziehung rein, aber er bemüht sich, Kinder in Gefahr zu schützen.
      47 1 Melden
    • huck 12.06.2017 09:43
      Highlight @moedesty
      "kann schon sein das sie fehler machen aber in 9.5 von 10 abklärungen machen die schon das richtige"
      Genau, in 95% der Fälle machen sie wohl das Richtige (da hat aber die Vormundschaftsbehörde damals auch das Richtige gemacht), es geht aber um die anderen 5%.
      9 24 Melden
    • zialo 12.06.2017 10:13
      Highlight Hier bringen verschiedene Kommentatoren das Argument mit den Gesetz. Es ist ein Trugschluss, dass die Gesetze einer Demokratie moralisch einwandfrei seien. Kindswegnahmen bei Jenischen ( Kinder der Landstrasse), Verdingkinder, die administrative Verwahrung sowie Kindswegnahme bei minderjährigen Mütter (Hindelbank) waren alle zu ihrer Zeit gesetzeskonform!
      Das gleiche gilt bei Vergewaltigung in der Ehe, die in der Schweiz bis 1990 legal war.
      14 8 Melden
    • Cubbie 12.06.2017 10:38
      Highlight @huck
      Genau da sind wir wieder beim Problem angelangt. Niemand, keine Zeitung, kein Forumskommentar interessiert sich für die 95% in denen die KESB Kinder vor Gewalt schützen kann. Nein, wenn wieder mal etwas schiefgeht, (hmm, wieviel Hintergrundinformationen werden veröffentlicht?) wird das durch die gesamte Presse geschleift und jeder auch so wenig informierte weiss im Nachhinein immer alles besser. Ich bin froh, gibt es eine Organisation wie die KESB, die sich mit ausgebildeten Fachkräften, um die Sicherheit der Schutzbedürftigen kümmert.
      22 3 Melden
    • Daniel Caduff 12.06.2017 10:38
      Highlight @zialo

      Immerhin bringen Sie überhaupt ein Argument! Bei Dir ist es nur Strohmann-Geschwätz.

      Du versuchst hier, die KESB in einen negativen Kontext zu setzen, indem Du sie in die Nähe der Verdingkinder, etc. stellst.

      Wieso das eben kein Argument ist? Nun, weil Deine angeblich abschreckenden Gegenbeispiele aus der Zeit stammen, als es eben gerade noch KEINE KESB gab.... Und nur weil es früher Fehler gab, ist heute nicht zwingend auch alles falsch.

      Erklär uns doch, was diese Dinge mit der heutigen KESB zu tun haben, anstatt hier nur suggestive Schauerbilder zu konstruieren.
      26 5 Melden
    • moedesty 12.06.2017 11:05
      Highlight @silentspeaker schau mal hier:

      http://www.20min.ch/panorama/news/story/Mutter-laesst-Kleinkind-und-Baby-15-Stunden-im-Auto-27251360

      Das ist ein perfektes Beispiel von denen es noch zig andere gibt.
      8 2 Melden
    • moedesty 12.06.2017 11:13
      Highlight @Zialo, die Gesetze in einer Demokratie widerspiegeln die Gesellschaft.Und jetzt dem "Staat" oder den "Staatsangestellten" die Schuld zu geben, weil sie eben diese Gesetze anwenden ist schon ziemlich armselig.Das Problem ist, dass viele von euch denken die KESBler machen es absichtlich bzw. haben spass daran eine Familie zu trennen.Früher als es die Verdingkinder war es für die Gesellschaft auch OK bzw. erst Jahre später gab es Aufstände und Wiedergutmachungen. Jetzt braucht es evtl. auch neue Regulationen aber es wird stark übertrieben bzw. es ist unfair den KESBler die Schuld zu geben.
      13 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 12:04
      Highlight Es geht um den Gedanken des Schutzes, des Schutzes für Kinder, die sich noch nicht selbst schützen können.
      Es ist eine Aufgabe des Staates diesen Schutz zu gewährleisten. Dies natürlich mit Augenmass.

      Wer schon einmal in eine zerrüttete Familien hinein gesehen hat, der weiss dass es jemanden braucht der mit dem nötigen Fachwissen die Situation in den Griff bekommen muss.
      Dass nicht alle Versuche heikle Situationen zu entschärfen erfolgreich und richtig sind, dass liegt an der Tatsache dass wir Menschen eben auch nicht vollkommen sind.
      12 1 Melden
    • zialo 12.06.2017 19:11
      Highlight @moedesty Sie erfinden zwei Dinge, die ich gar nicht gesagt habe und bewerten das ganze dann als 'ziemlich armselige' Schuldzuweisung. Über soviel Ignoranz kann ich nur staunen.
      2 0 Melden
    • zialo 12.06.2017 20:23
      Highlight @Daniel Caduff
      Ich habe nichts von Schuld geschrieben. Aber zu ihrer These des Neuanfangs. Da wurde nicht das Rad neu erfunden, es ist eher wie ein Wechsel von Windows 7 auf Windows 10. Trotz neuer Gesetze sind Heime, Betroffene und auch die Gutachter vor 2013 teils geblieben und arbeiten mit ähnlichen Methoden wie früher. Alte Entscheide behielten ihre Gültigkeit!

      Es gibt erst eine einzige Statistik. Ob das neue System besser ist als das alte kann man mangels Erfahrung jetzt noch nicht sagen.

      Die moralische Wertigkeit als höher einzustufen aufgrund von modern, scheint mir empirisch falsch.
      2 4 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.06.2017 21:51
      Highlight @Phrosch: Eine Gefährdungsmeldung ist schnell gemacht. Und schon ist man in der Mühle des Systems.

      Wissen die meisten der Kommentatoren hier eigentlich überhaupt, was KESB heisst und alles beinhaltet? Schon einmal persönlich miterlebt, wie die funktionieren und handeln? Das sind schon fast mittelalterliche Praktiken. Und wisst ihr, dass ihr dann auch noch zur Kasse gebeten werdet? Das ist kein Service. Und fragt mal die Kinder, wie's ihnen dabei geht. Oder betroffene Erwachsene. Ihr seid ja schon auf beiden Augen blind.

      Mir egal, jammert nicht, wenn's euch mal trifft.
      3 8 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.06.2017 21:57
      Highlight @Charlie Brown: Verwahrlosung ist ein gutes Stichwort. Wenn Mütter heute mit dem Smartphone beschäftigt sind und nebendran irgendwo deren Kind im Vorschulalter sich mit sich selbst beschäftigt und keines Blickes gewürdigt wird, dann ist das Verwahrlosung. Alle schauen zu, wird schon gut kommen.
      3 6 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.06.2017 22:01
      Highlight @auslandbasler: Die gleichen, die sie einst schützten, werden sie bei Bedarf in den Krieg entsenden, Gefahren aussetzen oder bestrafen, wenn sie trotz aller staatlichen Erziehungsmassnahmen doch nicht gesetzestreu sind.

      Kinder soll man natürlich vor allen möglichen Konflikten schützen, damit sie später im Leben damit konfrontiert werden können und keine Ahnung davon haben, wie man damit umzugehen hat. Also, es gibt auch solche Argumente. Bis auf zialo argumentiert ihr hier schon extrem beschränkt, ohne auch nur ein bisschen zu hinterfragen oder nach links oder rechts zu sehen.
      3 7 Melden
    • Charlie Brown 12.06.2017 22:47
      Highlight Aber du argumentierst nicht beschränkt?


      🙄
      6 1 Melden
    • FrancoL 12.06.2017 22:56
      Highlight @silent speaker
      Aber Sie haben die ultimative Sicht! Ja klar Papier ist geduldig nur sollte man nicht immer meinen dass andere nicht auch ihre Erfahrung mit der KESB gemacht haben.
      In den Fällen die ich näher kenne wurde von der kESB nicht optimal aber recht gut gearbeitet. In einem Fall ging des schlecht, da war aber nicht nur die KESB schuld sondern ein total renitentes Umfeld.
      Also nicht immer meunen SIE hätten den ultimativen Durchblick.
      5 1 Melden
    • Bruno S. 88 12.06.2017 23:47
      Highlight @SilentSpeaker
      Mit deinem Beispiel der Smartphone-Mutter lieferst du ja gleich selbst ein Argument für die Daseinsberechtigung der KESP!!
      "Alle schauen zu, wird schon gut kommen." Also soll man deiner Meinung nach nicht einfach nur zuschauen, sondern handeln?! Warum beklagst du dich dann trotzdem über diejenigen die handeln??? Du gehörst eindeutig zu denjenigen denen man es nie Recht machen kann. Ein richtiger Wutbürger!
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    • Silent Speaker サイレントスピーカー 13.06.2017 00:15
      Highlight Charlie, definitiv nicht. Ansonsten zeig mir mal auf, wo du meinst, meine Argumentation wäre beschränkt.

      Die Kommentarsektion ist zwar ganz nett, für ausführliche Antworten dann aber doch ebenfalls zu beschränkt.

      Du kannst mir glauben, dass ich in den letzten Jahren sehr viel erlebt habe und nicht umsonst fast ausnahmslos nur noch Kopfschütteln für die solche Behörden habe. Ich würde sagen, die meisten Kommentatoren hier haben nicht einmal eine Tuchfühlung gehabt. Erst im März diesen Jahres habe ich wieder so eine Geschichte miterlebt. Mit Erwachsenen (ohne Kind). Ich schüttle nur den Kopf.
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    • zialo 13.06.2017 01:18
      Highlight @moedesty: Minderintelligenz ist kein Grund Eltern ihr Kind wegzunehmen. Sie pauschalisieren und werten die Personen, die mit der KESB zu tun haben scheinen, einfältig ab, was herzlos wirkt.

      Erziehung basiert im wesentlichen auf nicht herzlosen, für die Kinder 'berechenbaren' Beziehungen in der Familie. Ich halte minderintelligente Menschen mindestens so fähig Vater oder Mutter zu sein, wie normal intelligente Personen.

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    • SanchoPanza 13.06.2017 06:43
      Highlight @silent speaker:
      Ja! Habe immer wieder mit der KESB ab vor allem mit Personen zu tun, deren Familie von der Kesb unter die Lupe genommen wird oder werden könnte. Eine Meldung könnte schnell gemacht sein, meine berufliche Erfahrung zeigt aber eher, dass die Hürde eine zu machen fast schon zu gross ist. Ich erlebe es immer wieder, dass Schulsozis/Ärzte/Kitaleiterinnen erst anrufen und fragen ob es 'jetzt genug ist für eine Meldung' wenn das Kind schon x-mal mit blauen Flecken sich an Betreuende gewandt hat! Hab im
      Kopf, dass sich ein Kind bis zu 5x anvertrauen muss, bis ihm
      geholfen wird!!!!
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    • auslandbasler 13.06.2017 06:49
      Highlight @silentspeaker, sie zu beschützen heisst nicht, sie nicht darauf vorzubereiten. Gerade in Heimen wird das gemacht. Die Kesb funktioniert nicht perfekt, aber besser als jede solche Behörde zuvor. Das muss man sich einfach klarmachen. Und wenn aus Fehlern gelernt wird, wird sie noch besser werden.
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    • moedesty 13.06.2017 07:22
      Highlight speaker ob ich schon gesehen wie die kesb arbeitet? ja, jeden tag. was du schreibst, dass sie mittelalterliche methoden anwenden, ist einfach nur eine grossmaullüge. du redest nur vom hörensagen und hast keine ahnung der materie.

      falls ich unrecht haben sollte, erkläre mir wie die kesb vorgeht. wie sind die abläufe von gefährdungeldung bis entscheid? ich wette du
      hast keine ahnung.

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    • zialo 13.06.2017 10:43
      Highlight Es gibt nicht eine KESB deren Massnahmen immer verhältnissmässig sind wie hier behauptet wird. Gestern war so ein Fall in 20min (Basel). Die KESB Laufen wollte eine Hausdurchsuchung als ERSTE Massnahme als ein Nachbar auffällige Doktorspiele meldete. Zum Glück hat die Staatsanwaltschaft sich dem Widersetzt.

      http://m.20min.ch/schweiz/news/story/24908848
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    • FrancoL 13.06.2017 13:06
      Highlight @zialo; Und was wäre denn wenn die Hausdurchsuchung Sinn gemacht hätte. Im Nachgang ist man immer schlauer.
      Die Massnahmen sind, wie ich es beurteilen kann mehrheitlich verhältnismässig. Ausnahmen wird es immer geben, wenn man diese aber in Kauf nehmen muss um damit der KESB ihre Arbeit zu ermöglichen, dann finde ich dies akzeptabel. Selbstverständlich erwarte ich dass die KESB sich auch ständig hinterfragt und Lehren aus ihren Fehlern zieht.
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    • Charlie Brown 13.06.2017 13:10
      Highlight 20min als unabhängige Quelle...
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    • moedesty 13.06.2017 13:21
      Highlight zialo:

      1. Die KESB hat zuerst die Staatsanwaltschaft gefragt und nicht einfach die Türe eingetreten.
      2. Die Fachpersonen also die Ärzte und Psychiater diagnostizierten ein ausgeprägtes Sexualverhalten beim Knaben und empfahlen ein Gutachten. Die Ärzte und Psychiater, nicht die KESB!
      3. Dann steht dass solche Sachen bei Gemeinden bei denen nicht die KESB zuständig ist, auch passieren kann.
      4. Jetzt klopfst du der Staatsanwaltschaft auf die Schulter, obwohl diese zum gleichen bösen Apparat gehören (böser Staat) der deiner Meinung nach die Kinder wegnehmen will.
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    • SanchoPanza 13.06.2017 18:03
      Highlight @zialo, meiner Meinung nach gehen die geschilderten Handlungen deutlich über die alterstypischen Doktorspiele hinaus. Hätte sich der Vater an eine Beratungsstelle und nicht an eine KESB gewandt, hätte diese vermutlich geraten zuerst mal die Eltern des betreffenden Jungen zu kontaktieren und nur wenn diese nicht Gesprächsbereit sind, die Kesb eingeschaltet.

      ABER: was m.M.n. typisch ist, hier dreht sich die Diskussion wieder mal nur darum das sich die Eltern des mutmasslichen Täterjungen aufregen (welche Eltern hören sowas schon gerne?!). Das Opfer geht völlig vergessen!! Das ist das Problem!!
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