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Buckelwal Timmy seit 6. oder 7. Mai tot

Timmy Buckelwal Anholt Obduktion
Wal Timmy wurde nach dessen Tod in Dänemark an Land gezogen.Bild: Livestream News5

Sender-Daten veröffentlicht: So lange hat Buckelwal Timmy nach seiner Freisetzung gelebt

Die Freiheit in der Nordsee konnte der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal nicht lange geniessen: Das Tier habe nach seiner Freisetzung am 2. Mai wohl nur noch bis zum 6. oder 7. Mai gelebt.
12.06.2026, 10:2513.06.2026, 08:17

Das sagte Till Backhaus, der Umweltminister des ostdeutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, in Schwerin. Demnach weisen die ausgewerteten Daten des Senders, den das Tier zuletzt getragen hatte, auf diese wenigen Lebenstage hin. Danach sei der Meeressäuger mehr oder weniger gedriftet beziehungsweise sei das Signal abgebrochen.

Mehr als 200 Kilometer geschwommen

Bis zu seinem Tod hatte der Buckelwal Backhaus zufolge etwa 215 Kilometer zurückgelegt - und war direkt wieder auf Kurs Richtung Ostsee. Dort war er nach den Worten des Ministers auch wieder langsamer geschwommen und nicht mehr so tief wie zuvor getaucht. Es sei traurig, wie es für das Tier ausgegangen ist. «Er hat die Chance nicht nutzen können», sagte Backhaus.

Der Tracker hatte demnach bis zum 7. Mai Daten geliefert, darunter Wassertiefe, Temperaturen, Bewegungsabläufe und Geschwindigkeit. Alle Daten sollen noch der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden, hiess es.

Der Tracker der Firma Wildlife Computers war an der Rückenfinne des geschwächten und beim Transport verletzten Tieres befestigt worden, kurz bevor es im Zuge der umstrittenen Transportaktion einer privat finanzierten Initiative ins offene Meer gesetzt wurde.

Der Wal hatte zuvor wochenlang vor der ostdeutschen Insel Poel gelegen. Die Privatinitiative transportierte ihn mit einem Lastkahn Richtung Nordsee, etwa 70 Kilometer vom dänischen Skagen entfernt wurde er in der Meerenge Skagerrak am 2. Mai ausgesetzt.

Etwa zwei Wochen nach Freisetzung tot angespült worden

Knapp zwei Wochen später, am 14. Mai, wurde der oft «Timmy» genannte Buckelwal – ein Weibchen, wie sich bei der Obduktion später herausstellte – tot an der dänischen Insel Anholt angespült. Wie lange der Meeressäuger da schon tot war, konnte nicht gesagt werden.

Nach Verlautbarung der Initiative waren anfangs zumindest einige Bewegungsdaten wie Tauchtiefen erfasst worden. Ortsdaten hatte das Gerät demnach nie geschickt - wohl, weil es vorab nicht wie eigentlich vorgesehen getestet und initialisiert wurde. Vitalzeichen im medizinischen Sinne wie Herz- oder Atemfrequenz erfasste der Sender gar nicht, dafür wäre spezielle Sensorik nötig gewesen.

Der schon stark verweste Kadaver des Wals wurde nach der Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden. Manche Knochen sollten zudem in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen kommen. (dab/sda/dpa)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mat_BL
12.06.2026 11:11registriert April 2019
Ich hoffe wir erhalten viele weitere Timmy-Berichte, wie z.B. das Abgas des ersten Autos riecht, wenn es mit Timmy-Biodiesel fährt. Oder ob ein Unterschied zu gewöhnlichem Biodiesel in Sachen Reichweite besteht. Welche Auswirkungen Timmy-Biodiesel auf da Klima hat. Es gibt bestimmt noch viel mehr interessante Timmy-Themen, gerade da das Sommerloch bevorsteht 😉.
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Katerchen
12.06.2026 11:23registriert März 2023
Das Resultat von falsch verstandenem Tierschutz.
Traurigerweise werden einige Tierschutzorganisationen mit Timmy viele Spenden generiert haben.
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Robi14
12.06.2026 12:39registriert Januar 2017
Diese "Rettung" war offensichtlich massove Tierquälerei. Gibt es da noch rin juristisches Nachspiel?
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