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Unisex-Toiletten in Luzerner Schulen gefordert – für mehr Akzeptanz von Transmenschen

30.11.2021, 11:0030.11.2021, 10:34

Der Luzerner Stadtrat will mehr Unisex-Toiletten an Schulen und in Sportanlagen. Der Einbau von kombinierten Einzeltoiletten und Garderoben soll ins Raumprogramm für die Schulbauten aufgenommen werden.

Eine nachgestellte Installation einer Damen-Toilette mit Graffiti und sonstigen Spruechen in der Sonderausstellung "Made in Witzerland" des Forum Schweizer Geschichte in Schwyz, Montag, 8. Juni 2020.
Eine nachgestellte Installation einer Damen-Toilette mit Graffiti und sonstigen Spruechen in der Sonderausstellung "Made in Witzerland" des Forum Schweizer Geschichte in Schwyz, Montag, 8. Juni 2020.Bild: keystone

Gefordert hatte dies Regula Müller (SP) in einem Postulat, das der Stadtrat zur Annahme empfiehlt, wie er am Dienstag mitteilte. Die Postulantin vertritt die Ansicht, dass sich an den städtischen Volksschulen keine Person mehr wegen des Geschlechts ausgeschlossen fühlen soll.

Der Stadtrat müsse darum prüfen, ob beim Neubau oder der Sanierung von Schulgebäuden und Turnhallen Unisex-Toiletten und Unisex-Einzelgarderoben realisiert werden können. Der Stadtrat nennt das Anliegen «sehr berechtigt», es habe in der Vergangenheit wenig bis keine Aufmerksamkeit erhalten.

Er verweist darauf, dass eine «deutliche Zunahme» von Kindern und Jugendlichen mit Problemen hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität festzustellen sei. Gerade Schulen hätten eine Vorbildfunktion und könnten die Akzeptanz von Transmenschen in der Gesellschaft voranbringen.

Umnutzung von Behinderten-WC

Um rasch zu Lösungen zu kommen, will der Stadtrat prüfen, ob bestehende Behinderten-WC in die Umsetzung einbezogen werden können. Anders als bei den Toiletten dürfte die Umsetzung bei den Garderoben schwierig sein, weil diese als Einzelgarderoben eingerichtet sein müssten.

Der Stadtrat weist darauf hin, dass das Postulat mit Folgekosten verbunden sei. Der Einbau von kombinierten Einzeltoiletten oder Garderoben beanspruche mehr Fläche und generiere zusätzliche Ausbau- und Betriebskosten. Bei Totalsanierungen müssten Umnutzungen bei anderen Räumen vorgenommen werden. (yam/sda)

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180 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hierundjetzt
30.11.2021 12:06registriert Mai 2015
Bis in die 1950ger Jahren gabs nur 1 WC, Neudeutsch Unisex

Danach haben die Frauen ZU RECHT darauf bestanden, dass Sie endlich eigene sanitäre Einrichtungen wollen.

Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz haben auch Menschen im Rollstuhl endlich Zugang zum WC.

2021, Frauen: wir möchten wieder 1950 haben.

Mir ist das als Mann so was von herzlich egal.

Es sind einfach wieder einmal Frauen die darunter leiden weil andere Frauen sich auf deren Kosten profilieren wollen.

Ist ein Trans-WC oder ein Rollstuhl WC frei, geh ich dorthin.

Ich mache mir das Leben nicht absichtlich kompliziert.
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MBO
30.11.2021 12:29registriert November 2021
Mich würde wundernehmen, wie viele Transmenschen es an den Luzerner Schulen aktuell gibt. Da wird einfach aus Prinzip wieder etwas gelöst ohne das ein wirkliches Problem und Dringlichkeit da ist. Als Luzerner würde ich mich tödlich darüber aufregen für die Kosten, die daraus entstehen, aufzukommen.
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Jake Peralta
30.11.2021 11:59registriert Dezember 2014
Bin ich denn der einzige der sich an Unisex-Toiletten stört? Bei uns am Bahnhof hat es (nur!) eine solche. Ich habe da also schon ein wenig Mühe etwas rauszudrücken, was nicht raus will, wenn nebenan - durch eine dünne Holzwand getrennt - das andere Geschlecht sitzt.

Nennt mich altmodisch aber ich finde die Toilette sollte unter seinesgleichen bleiben.
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