Gesellschaft & Politik
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Regierungsrat Mario Fehr, Vorsteher Sicherheitsdirektion Kanton Zuerich, informiert anlaesslich einer Medienkonferenz zum Standort des kuenftigen Verfahrenszentrum der Asylregion Zuerich am Dienstag, 26. Mai 2015 in Zuerich. Das kuenftige Bundeszentrum fuer Asylsuchende soll auf dem Duttweiler-Areal in Zuerich-West zu stehen kommen. Der Bund und die Stadt Zuerich haben eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Geplant sind Unterkuenfte fuer 360 Asylsuchende. Voraussetzung ist allerdings, dass die staedtischen Stimmberechtigten dem Bau zustimmen. Das neue Bundeszentrum werde die bestehenden Unterkuenfte im Zentrum Juch voraussichtlich gegen 2020 abloesen. Es soll vorerst waehrend 15 Jahren betrieben werden. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Eckt mit seiner Hardliner-Politik in den eigenen Reihen an: Mario Fehr Bild: KEYSTONE

Mario Fehr von Winterthur-Fans mit Bier überschüttet

Mario Fehr gilt als politischer Hardliner. Kritisiert wird er immer wieder auch aus den eigenen Reihen. Am Fussballmatch seines Lieblingsclubs FC Zürich gegen den FC Winterthur musste er erfahren, dass er selbst von einer linken Fankurve nicht mehr geduldet wird. 



Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) ist Fussball-Fan, genauer: FCZ-Fan. Und seit der FCZ in der Challenge-League spielt, gehört das Derby gegen den FC Winterthur zu den spannendsten Matches der Saison. Für Fehr ist das Spiel nicht nur in sportlicher Hinsicht Saison-Highligt. Das Spiel in Winterthur, beim Kult-Club mit seiner traditionell linken Fankurve und dem charismatischen Alt-Punk und Geschäftsführer Andreas Mösli sind für den Zürcher Sicherheitsdirektor auch politisch ein Heimspiel. 

Fehrs Mannschaft schlägt den FCW denn auch mit 3:0, doch schon während des Spiels kommt es auf und neben dem Spielfeld zu Auseinandersetzungen. Ein 63-Jähriger Zuschauer wird während des Spiels durch einen Faustschlag im Gesicht getroffen, in der 85. Spielminuten landet ein Böller auf dem Rasen und ein FC Winterthur-Spieler wird nur knapp nicht verletzt, ein weiterer Knallkörper explodiert auf der Haupttribüne. Wie viel Fehr von diesen Ereignissen mitbekommt, ist unklar. Dass er selbst auch zur Zielscheibe von einem Angriff werden sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nach dem Abpfiff begibt sich Fehr in die Stadionbar des FC Winterthurs, die Libero Bar. Ein Augenzeuge sieht ihn dort mit dem Geschäftsführer Mösli und dem Winterthurer Sozialvorsteher Nicolas Galladé (SP) in der vollen Bar plaudernd. Plötzlich geht es schnell. Aus der Menge heraus lösen sich einige Personen und leeren Fehr diverse Getränke über den Kopf. Laut dem Augenzeugen ist es nicht nur Bier, sondern auch Coca Cola. Gleichzeitig beschimpfen sie Fehr «einen Rassisten». Mösli und Galladé versuchen die Situation zu entschärfen, in dem sie die Bierausschütter zur Vernunft aufrufen. Doch diese sind schnell zwischen den Herumstehenden untergetaucht. Zurück bleibt ein von Kopf bis Fuss nasser Fehr, der die Bar gemäss Augenzeugenberichten wutentbrannt verlässt. Beim Herausgehen habe er laut dem Augenzeugen damit gedroht, dass dies noch ein Nachspiel haben werde. 

Vor Ort war auch AL-Kantonsrat Manuel Sahli. Aus sicherer Distanz habe er von dem Vorfall mitbekommen, sagt er. «Die Angreifer waren schnell weg und Fehr hat verdutzt geschaut», erinnert er sich. Die Übeltäter kenne er nicht. Der Verdacht liege jedoch nahe, dass die Bier-Attacke von Personen verübt wurde, die mit der Politik Fehrs nicht einverstanden sind.

Der Sicherheitsdirektor gilt als Hardliner in seiner Partei. In den letzten Jahren hat er immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Etwa mit dem Kauf einer umstrittenen Trojaner-Sofware, der Beschaffung von Taser, Bewegungsverboten für abgewiesene Asylbwerber, Sympathiebekundung für das Burka-Verbot und jüngst mit der Forderung für ein «Lies!»-Verbot. Bei den Winterthurer Fans, deren Slogan «Für den FCW, gegen Rassismus – in den Stadien und überall» lautet, war der Besuch von Fehr wohl zu viel des Guten. Die Sicherheitsdirektion von Fehr wollte den Zwischenfall auf Anfrage nicht kommentieren. 

Die Schützenwiese, das einzige echte Fussballstadion im Kanton Zürich

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ElendesPack 16.05.2017 23:01
    Highlight Highlight Ach, diese lieben Antifas...die machen ne bessere Welt, indem sie Leute aus der Anonymität heraus terrorisieren und belästigen. Liebe kleine Kuschelwuschels sind sie... http://E
  • pachnota 16.05.2017 22:46
    Highlight Highlight Mario Fehr ist ein äußerst gemäßigter Politiker.

    Ihn als "politischer Hardliner" vorzustellen, erachte ich als völlig unseriös und ist eine journalistische Fehlleistung.

    Wenn Fehr ein "Hardliner" sein soll, wie würde die Autorin des Textes, dann z. B. Cederic Wermuth bezeichnen?
  • pachnota 16.05.2017 18:16
    Highlight Highlight Die SPler und die Grünen, möchten doch die Islamisten am liebesten einfangen, um mit ihnen zu schmusen, Petting zu machen und zu streicheln.
    Das grosse Problem dabei, ...die Islamis wollen von eben diesen Linken nicht,s wissen..!
    ganz fest!

    Manchmal ist das Leben wirklich ungerecht!
    • äti 16.05.2017 19:25
      Highlight Highlight ... pachnota heute Islamist? Die wollen dich auch nicht, sorry.
    • Makatitom 16.05.2017 20:31
      Highlight Highlight Was denn, pachnota, du durftest tatsächlich dem Herrliberger aus dem Hintern kriechen, um deinen Quatsch hier abzusondern? Wenn das mal nicht Peitschenhiebe von den rechten Sklaventreibern setzt
    • pachnota 16.05.2017 22:34
      Highlight Highlight @Makatitom
      Gruusig bist du, mit deinen perversen Gedanken.
      Könntest du solcherart Unvollkommenheit, nicht da behalten, wo sie auch hingehört?
      Nämlich bei dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kimbolone 16.05.2017 17:44
    Highlight Highlight Ja, Whataboutism.

    Erinnert ihr euch, als Erich Hess in Bern mit Bier übergossen wurde? Da hat man das gefeiert und markige Sprüche à la “Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ etc. geklopft.

    Wenn 2 dasselbe tun, ist es nicht dasselbe...? Ist halt ein Unterschied, weil es hier die pöhsen Fussballhooligans mit ihren 6 Zilliarden Grad Celsius heissen Fackeln waren... 😂
    • Griffin 16.05.2017 20:46
      Highlight Highlight Wo ist der Whataboutismus?

      Finde und fand es bei beiden geil. Rassisten dürfen gerne wissen, dass sie nicht willkommen sind.
    • pachnota 16.05.2017 22:36
      Highlight Highlight @Griffin
      Mario Fehr ist deiner Ansicht nache ein Rassist?
  • Bijouxly 16.05.2017 17:09
    Highlight Highlight Absolut unreif, sorry. Wenn ihr *cojones* habt, werdet Parteimitglied und geigt ihm dann die Meinung!
  • D.L. 16.05.2017 16:11
    Highlight Highlight Gibt es für solche Typen, die sicherlich nicht zur geistigen Elite gehören, nicht den Begriff "Kindsköpfe"?
    • SemperFi 16.05.2017 16:40
      Highlight Highlight Wenn Sie unbedingt unschuldige Kinder beleidigen wollen - bitte sehr!
    • pun 16.05.2017 18:37
      Highlight Highlight Wenn man multipel biergeduscht aus einer Bar rauscht, kann einem auch als Regirungsrat schonmal eine Vergeltungsandrohung rausrutschen. Find jetzt nicht, dass Bier-Mario deshalb gleich als Kindskopf abgestempelt werden muss.
  • ovatta 16.05.2017 15:49
    Highlight Highlight Eine Bierdusche sollten Politiker, links wie rechts, als äussersten Ausdruck des Wiederspruchs, schon noch aushalten.
    Früher hat man mit Fäkalien und faulem Gemüse geworfen! Dagegen ist Bier doch die reinste Kurpackung!
    • Karl Müller 16.05.2017 16:57
      Highlight Highlight In unserer Demokratie hat man sich nun mal darauf geeinigt, dass der "äusserste Ausdruck des Widerspruchs" eine Nichtwahl sein sollte.
    • ovatta 16.05.2017 17:55
      Highlight Highlight Manch einer hat vielleicht nicht vier Jahre Geduld mit seiner Kritik.
      Das der Herr darob Fehruckt Hessig wird ist verständlich..
    • karl_e 16.05.2017 18:07
      Highlight Highlight Bier wohlan, aber Cola ist eine sehr klebrige Brühe und gibt hässliche Flecken auf der Kleidung. Sowas gehört sich nicht in unserem Winterthur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 16.05.2017 15:35
    Highlight Highlight Die Stadt Winterthur ist ja sehr erfolgreich mit ihrem "SP-Kuschelkurs". Der Wohlstandssalafisten Hotspot, Finanzschräglage, Unfähig die Sicherheit bei einem !!Challenge League Spiel!! zu garantieren, etc.. Die nächsten Wahlen werden bestimmt kommen.
    • Sandro Lightwood 16.05.2017 16:44
      Highlight Highlight Hm, war doch bisher bürgerlich die Regierung?
    • peeti 16.05.2017 16:47
      Highlight Highlight Hey Chrigi, da fehlt mind. ein "!"
      Ernsthaft: Wo du bei dieser Bierdusche von ein paar Halbschuhen sofort ein "SP-Kuschelkurs" siehst, bleibt mir unklar.
    • Mario Conconi 16.05.2017 17:32
      Highlight Highlight Wo ist die Sicherheit bei den Fussbll spielen nicht gewährleistet? Es passieren nicht mehr oder weniger Vorfälle wie wen die "FCZ SUPERFANS" sonst wo auftauchen! Diese Bierdusche können Sie ja wohl nicht ernsthaft als Sicherheitsrisiko betrachten?!
      Sie scheinem nicht aus Winterthur zu sein oder? Also bitte lassen Sie solche Komentare und kümmern Sie sich um ihre eigenen Probleme.
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