Wallis
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Oskar Freysinger Conseiller d'Etat  valaisan candidat de la formation

Vor vier Jahren lief es besser für den SVP-Politiker Freysinger.  Bild: KEYSTONE

Walliser Wahlen: Ohrfeige für Freysinger + zweiter Wahlgang nötig

Der SVP-Überflieger der Walliser Regierungsratswahlen vor vier Jahren, Oskar Freysinger, hat sowohl im Ober- wie auch im Unterwallis viele Wähler verloren.



Bei den Walliser Regierungsratswahlen vom Sonntag hat der bisherige SVP-Staatsrat Oskar Freysinger eine Schlappe erlitten. Er kam lediglich auf den 6. Platz und wäre somit nicht gewählt. Es wird aber einen zweiten Wahlgang geben.

Keiner der 13 Kandidierenden hat bei den Walliser Regierungsratswahlen das absolute Mehr von 60'793 Stimmen erreicht. Damit ist niemand gewählt, und es wird ein zweiter Wahlgang nötig.

Stimmenzahl der sechs bestplatzierten Kandidaten: 

Das beste Resultat machte trotz der Affäre um sein ausserehelich gezeugtes viertes Kind der ehemalige Präsident der CVP Schweiz, Christophe Darbellay. Er erhielt 51'160 Stimmen. Hinter ihm folgt der bisherige CVP-Regierungsrat Jacques Melly mit 50'518 Stimmen.

Christophe Darbellay, Jacques Melly et Roberto Schmidt, de gauche, candidats PDC au Conseil d'Etat valaisan, et Serge Metrailler, droite, president du PDC du Valais romand, lors une conference de presse avec les candidat PDC au Conseil d'Etat valaisan, ce lundi, 6 fevrier 2017, au Chateau de Loeche. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Die CVP-Kandidaten Christophe Darbellay, Jacques Melly und Roberto Schmidt (v.l.n.r.). Bild: KEYSTONE

Ein überraschend gutes Resultat erzielte auch der Oberwalliser CVP-Kandidat und Nationalrat Roberto Schmidt mit 49'964 Stimmen, der auf den dritten Platz kam. Im Oberwallis machte Schmidt sogar das beste Resultat von allen Kandidatinnen und Kandidaten.

Einer Sensation gleich kommt, dass die bisherige SP-Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten (34'120 Stimmen) und der ehemalige SP-Nationalrat Stéphane Rossini (32'788 Stimmen) noch vor dem bisherigen SVP-Regierungsrat Oskar Freysinger (30'857 Stimmen) liegen. Freysinger schafft es lediglich auf Platz sechs.

Freysinger tritt noch einmal an

Für Freysinger und sein «Rechtsbürgerliches Bündnis» ist das eine herbe Schlappe, hatte der ehemalige SVP-Nationalrat vor vier Jahren doch gleich auf Anhieb mit dem besten Resultat aller Kandidierenden auf Kosten der FDP den Einzug in die Walliser Regierung geschafft.

Im Vergleich zu 2013 verlor Freysinger mehr als 20'000 Stimmen. Er schnitt sowohl im Ober- wie auch im Unterwallis schlechter ab als vor vier Jahren. Sogar in seiner Wohngemeinde Savièse wurde Freysinger von Rossini geschlagen. Trotzdem will er beim zweiten Wahlgang noch einmal antreten, wie Freysinger gegenüber der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens sagte.

Voide deutlich distanziert

Auch der dissidente CVP-Kandidat Nicolas Voide, der mit Freysinger auf der Liste des «Rechtsbürgerlichen Bündnisses» kandidierte, liegt mit 26'305 Stimmen deutlich hinter den drei offiziellen CVP-Kandidaten. Voide sagte in einer ersten Reaktion, der Abstand zu Darbellay sei deutlich; er entscheide aber erst am Dienstag zusammen mit dem «Rechtsbürgerlichen Bündnis» über einen allfälligen Rückzug.

Die Kandidatur von Voide war direkt gegen Darbellay gerichtet, denn die beiden stammen beide aus dem Bezirk Martigny. Augrund der Kantonsverfassung kann nur ein Vertreter pro Bezirk gewählt werden. (sda)

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 06.03.2017 13:12
    Highlight Highlight Endlich wurde dieser Wolf im Schafspelz mal abgeschossen. Der tut immer so harmlos, ist aber ein ganz gefährlicher vom Schlage eines Schlüer und co. Nein danke, solche Politiker, egal ob links oder rechts, brauchen wir hier nicht!
  • pachnota 06.03.2017 00:59
    Highlight Highlight Wie wenn Darbellay besser währe.
    • Fabio74 06.03.2017 07:28
      Highlight Highlight Der ist nicht so braun wie Freysinger.
      Wer eine Reichskriegsflagge im Keller hat und mit Neonazis sympathisiert ist definitiv untragbar
  • WilliMu 06.03.2017 00:09
    Highlight Highlight Der Herr Freysinger will auch noch zum zweiten Wahlgang antreten. Er will es einfach wissen. Und wenn er dann wieder tüchtig auf die Nase fällt (wie übrigens vor einigen Tagen sein oberster Chef im Bundeshaus) wird er wahrscheinlich vom Bischof von Sitten als Märtyrer heilig gesprochen. Dann kann er bei Auftritten bei der AfD und bei der NSDAP in Deutschland sich noch besser profilieren, als hier. Am besten wäre, er würde gleich dort bleiben, dann hätte die SVP einen Pimpf, der ihr nichts mehr nützt, elegant entsorgt.
  • Crecas 05.03.2017 20:38
    Highlight Highlight Oh wie freue ich mich, dass die Wähler diesem rechtsradikalen Wolf im intellektuellen Schafspelz die Rote (oder dunkelgelbe) Karte gezeigt haben.
  • Süffu 05.03.2017 19:34
    Highlight Highlight Fünfhundert Stimmen wie beim wütenden Lastwagenfahrer wären besser aber zumindest die Stossrichtung stimmt :-)
  • Calvin Whatison 05.03.2017 18:27
    Highlight Highlight Im zweiten Durchgang wird es ihm dann vermutlich reichen.
    Leider.
    Gewählt ist gewählt, einen Freysiniger interessiert dann nicht mit wieviel oder wenig. 😔
    • Moelal 05.03.2017 18:53
      Highlight Highlight An 6.Stelle! Wieso soll der noch gewählt werden?
    • Calvin Whatison 05.03.2017 22:46
      Highlight Highlight @Moelal: ich hab absolut nichts dagegen, wenn es für diesen Windhund eng wird. Knapp vorbei, ist auch daneben.
      Was aber, wenn dieser dubiose Fahnenträger genügend Stimmen für den 2.Durchlauf mobilisieren kann.
      Ich feire das erst ab, wenn er definitiv abgesägt ist.
  • atomschlaf 05.03.2017 18:07
    Highlight Highlight Es wäre noch interessant zu wissen, warum Freysinger derart abgestürzt ist. Hat er so schlechte Arbeit geleistet?

    Seine politische Position war ja schon vor vier Jahren bestens bekannt und jene des Walliser Stimmvolks dürfte sich ja auch nicht derart gewaltig verändert haben.
    • rodolofo 05.03.2017 18:20
      Highlight Highlight Lieber nicht!
      Wenn sie's rausfinden, "haben wir dann den Salat", wie es Toni Brunner ausdrücken würde.
    • äti 05.03.2017 18:43
      Highlight Highlight Im Laufe von 4J merkt man uU was man gewählt hat.
    • Binnennomade 05.03.2017 19:05
      Highlight Highlight Es gab wohl einige nicht sehr souveräne Momente seiner Amtszeit. Diese wurden in einem Faltblatt, das spezifisch zur Abwahl Freysingers riet und an Oberwalliser Haushalte verteilt wurde, detailliert aufgelistet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juliet Bravo 05.03.2017 17:52
    Highlight Highlight Vom Titel her hab ich schon gedacht, der Braune sei abgewählt worden.
    • Majoras Maske 05.03.2017 20:38
      Highlight Highlight Wenn's im zweiten Wahlgang bei dieser Reihenfolge bleibt, dann wird er das auch sein.
  • RETO1 05.03.2017 17:50
    Highlight Highlight die Schmutzkampangne gegen Freysinger hat verfangen
    • Fabio74 05.03.2017 18:02
      Highlight Highlight Der arme wie jeder Rechte immer nur Opfer. Selbstreflektion unmöglich. Fehler eingestehen auch nicht.
      Aber er hat ja seine Reichskriegsflagge im Keller.
    • peeti 05.03.2017 18:30
      Highlight Highlight Aber hoffentlich hat die Schmutzkampagne!! Bei so viel Nähe zum braunen Dreck braucht es die Zivilgesellschaft, die diesen aufwirbelt. Die SVP ist selber Schuld, wenn sie solche Personen nominiert.
    • äti 05.03.2017 18:46
      Highlight Highlight @reto: denke, du meintest *schutzkampagne*.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 05.03.2017 17:37
    Highlight Highlight I z Wollis si do güodoni Littu z läbdig!
    • Orwelll 05.03.2017 18:01
      Highlight Highlight Soll das etwa Walliserdeutsch sein?
    • rodolofo 05.03.2017 18:12
      Highlight Highlight @ Orwell
      Notiirli isch disi z Wollissertitsch ggfreitini!
    • Orwelll 05.03.2017 18:51
      Highlight Highlight Kei ahnig was das fer e sprach isch, aber settigs hani im läbu nu nie kehrt ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 05.03.2017 17:25
    Highlight Highlight Hat wohl leider nichts genützt so auf Darbellay einzudreschen wegen dem unehlichen Kind und sich als christlicher Saubermann darzustellen um mutmasslich von der eigenen und auch ziemlich mageren Bilanz abzulenken.
  • philosophund 05.03.2017 17:11
    Highlight Highlight Oh Dank, mein gütiger lieber Gott, Jesus, Bibel bla bla und so... dass du uns vor den Heuschrecken bewahrt hast.

    ...hätte ich - wäre ich Walliser - mal gesagt. haha.
  • pamayer 05.03.2017 16:58
    Highlight Highlight Chapeau les valaisains!
  • SemperFi 05.03.2017 16:50
    Highlight Highlight Das oft gesehene, alte SVP-Phänomen: die lautesten (Parlaments-)Polteris sind nicht unbedingt die Exekutiv-Reisser. Das macht sich dann halt nach vier Jahren bemerkbar. Zum Glück kann in unserm trägen Politsystem in dieser Zeit nicht all zu viel kaputt gehen.
    • Raembe 05.03.2017 17:03
      Highlight Highlight Freysinger ist leider nicht einfach nur ein Polteri. Er ist sehr klug und gerissen, das gepaart mit seiner politischen Einstellung macht ihn so gefährlich.

Franchisen-Erhöhung gekippt – Linke und SVP versetzen ihr den Todesstoss

Die Abstimmung am Freitagmorgen fiel mit 101 zu 63 Stimmen bei 28 Enthaltungen aus. Die Gesetzesänderung, die das Parlament selber mit einer Motion verlangt hatte, ist damit vom Tisch. Die ordentliche Franchise beträgt weiterhin 300 Franken, die höchste 2500 Franken.

Geplant war, die Franchisen auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesänderung um vorerst 50 Franken zu erhöhen. Die bürgerlichen Parteien versprachen sich davon eine Entlastung der Krankenkassen und damit der Prämien.

SP, …

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