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Türkei

Vor Nato-Gipfel in der Türkei: Festnahmen bei Razzien

Kurz vor Nato-Gipfel: Zahlreiche Festnahmen bei Razzien in der Türkei

05.07.2026, 14:2805.07.2026, 14:28

Wenige Tage vor Beginn des Nato-Gipfels in Ankara haben die türkischen Behörden bei Razzien in mehreren Provinzen zahlreiche Menschen festgenommen. Darunter befänden sich Journalisten, Wissenschaftler und Mitglieder linker Gruppierungen, berichteten türkische Medien und Gewerkschaften.

Die Regierung hatte vor Beginn des Nato-Gipfels am 7. und 8. Juli ihre Sicherheitsmassnahmen verstärkt. Die Behörden bezeichnen die Razzien als Teil von Ermittlungen zur Terrorismusbekämpfung. Kritiker sagen indes, die Operationen zielten darauf ab, Proteste zu verhindern.

Protesters hold posters with the image of U.S. President Donald Trump during a demonstration against the upcoming NATO summit in Istanbul, Turkey, Saturday, July 4, 2026. Posters read in Turkish: &quo ...
Vor dem Nato-Gipfel kam es in der Türkei zu Protesten.Bild: keystone

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, die Polizei habe bei Razzien in acht Provinzen 39 Verdächtige festgenommen. Der Einsatz sei demnach gegen den Jugendflügel einer verbotenen linken Gruppe gerichtet gewesen. Bei einer weiteren Operation in der westlichen Provinz Kocaeli nahm die Polizei laut Anadolu zudem 28 Verdächtige fest, die mutmasslich Verbindungen zu extremistischen Gruppen haben. Bei den Razzien beschlagnahmten die Behörden Munition und verbotene digitale Materialien.

Der türkische Journalistenverband (TGC) und der Verband progressiver Anwälte (CHD) forderten auf der Plattform X die Freilassung der festgenommenen Journalisten. Sie bezeichneten die Festnahmen als Verstoss gegen die Pressefreiheit und nannten die Razzien einen Versuch, oppositionelle Stimmen im Vorfeld des Nato-Treffens einzuschüchtern. Bereits in der vergangenen Woche hatte es Festnahmen gegeben. (sda/dpa)

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