DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Armeechef André Blattmann beschäftigt sich mit dem neuen Militärgesetz am Mittwoch, 2. Dezember 2015.<br data-editable="remove">
Armeechef André Blattmann beschäftigt sich mit dem neuen Militärgesetz am Mittwoch, 2. Dezember 2015.
Bild: KEYSTONE

SVP attackiert Blattmann: Wechselt Parmelin den Armeechef aus?

Die SVP erhöht den Druck auf ihren neuen Bundesrat und Verteidigungsminister Guy Parmelin, sich von Armeechef André Blattmann zu trennen. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag».
20.12.2015, 17:2221.12.2015, 06:30

Westschweizer Politiker fordern nach der Wahl des Waadtländers Guy Parmelin in den Bundesrat, dass Welsche im Verteidigungsdepartement mehr Top-Positionen erhalten. Der Posten des Armeechefs ist der wohl attraktivste. Zudem erhöht die SVP hinter den Kulissen den Druck auf André Blattmann, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Der ehemalige Nationalrat Christoph Mörgeli twitterte: «Der neue VBS-Chef Guy Parmelin sollte im Januar einen Neustart im Departement machen können – mit einem neuen Armeechef.» Das ist eine unverhohlene Rücktrittsforderung. André Blattmann sagt zum Tweet des Ex-Nationalrats, dass er dessen Nachricht nicht gesehen habe. «Noch ist Bundesrat Ueli Maurer Departementschef», sagt der Armeechef auf Anfrage der «Schweiz am Sonntag».

Zur Zeit danach hält sich Blattmann bedeckt: «Mit Guy Parmelin habe ich inhaltlich noch nicht gesprochen, das werden wir Anfang Jahr tun.» Er sei aber am Donnerstag an der Feier für den neuen Bundesrat im Waadtland gewesen: «Das war sehr schön.»

Jetzt auf

Bereits im September hat die «Schweiz am Sonntag» von einem Zerwürfnis zwischen der SVP und Armeechef Blattmann berichtet. Demnach wollte Ueli Maurer den Posten des Armeechefs eigentlich abschaffen, aber Blattmann selbst soll hinter dem Rücken Maurers für «seine» Führungsstruktur geweibelt haben – was ihm mitten im Bundeshauscafé einen scharfen Rüffel von SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz eintrug.

Blattmann ist seit 2009 im Amt und wird im nächsten März 60 Jahre alt. Er steht in SVP-Kreisen seit längerem in der Kritik. Ihm wird beispielsweise Verantwortung am Gripen-Debakel und an mangelhafter Armeeplanung vorgeworfen. Zwar ist da auch Chef Maurer selbst gemeint, aber die SVP greift, wie das bei Parteien üblich ist, nicht ohne Not den eigenen Bundesrat an.

Ein Vertreter der SVP-Führungsriege, der nicht genannt werden will, macht im Gespräch klar, was die Partei jetzt von ihren Bundesräten erwartet: Sie müssen Schlüsselstellen mit Personal besetzen, das spurt und auf Parteilinie ist. Der Druck auf Parmelin ist gross. (Nordwestschweiz)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Sapere Aude
20.12.2015 17:33registriert April 2015
Soso die SVP will in den Schlüsselpositionen Personen die spuren und auf Parteilinie sind? Sollten Schlüsselpositionen nicht durch Personen besetzt werden, die am geeignetsten für die Aufgabe sind?
742
Melden
Zum Kommentar
avatar
Yolo
20.12.2015 19:00registriert Mai 2015
Wen interessieren Qualifikationen, solange derjenige auf Parteilinie ist.
374
Melden
Zum Kommentar
avatar
stadtzuercher
20.12.2015 18:59registriert Dezember 2014
der maurer von der svp hat das departement schlicht nicht auf die reihe gekriegt. aber es galt da, was auch beim neuen svp-BR gilt: weshalb muss einer gut sein, hauptsache die richtige partei?
355
Melden
Zum Kommentar
17
«Stopp F-35» – Amherd ignoriert Volksinitiative und will Kaufvertrag unterschreiben
Der Bundesrat hat an der gestrigen Bundesratssitzung entschieden, den Kaufvertrag für die amerikanischen Kampfjets zu unterschreiben. Dies, obwohl noch eine Initiative zu einem Kaufstopp im Gange ist.

Im Rahmen der Armeebotschaft 2022, die der Ständerat in der Sommersession im kommenden Juni diskutieren wird, unterstützt der Bundesrat verschiedene Anträge der vorberatenden Kommission. Gemäss der Entscheide der gestrigen Bundesratssitzung soll in der Vorlage verankert werden, dass der Bundesrat die Beschaffungsverträge der 36 neuen F-35-Kampfjets bis Ende März 2023 unterschreiben soll.

Zur Story