Schweiz
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Andre Blattmann Chef Armee auessert sich waehrend der Medienkonferenz vom VBS zur

«Man muss aufpassen, dass der Zivildienst nicht zu attraktiv wird», findet Armeechef André Blattmann.
Bild: KEYSTONE

Herr Blattmann, Zivis sind keine «Schöggeler» – sondern leisten harte und wertvolle Arbeit

Armeechef André Blattmann stellt den Zivildienst als «Schoggi-Job» dar. Damit tut er Tausenden von Zivis unrecht, die einen unabdingbaren Dienst an der Gesellschaft leisten.



Ein Schweizer, der sich für den Zivildienst entscheidet, ist 390 Tage für sein Land im Einsatz. Das sind 26 Wochen mehr als ein normaler Soldat leistet. Er nimmt das willentlich in Kauf, um im sozialen Bereich einen Dienst an der Gesellschaft zu leisten.

Für Armeechef André Blattmann ist das nicht genug. «Man muss aufpassen, dass der Zivildienst nicht zu attraktiv wird», sagt er im Interview. Ein Zivi arbeite im Schulbereich von Montagmorgen bis Freitagnachmittag, ein Soldat von Sonntagabend bis Samstagmorgen. «Am einen Ort habe ich jeden Abend Ausgang, am anderen nur ein-, zweimal pro Woche», sagt er. 

Umfrage

Ist der Zivildienst zu attraktiv?

  • Abstimmen

1,529

  • Ja. Das gefährdet den Bestand der Armee.23%
  • Nein, die Bedingungen sind genau richtig so.26%
  • Nein, die Hürden sind zu hoch. Zivis sollen nicht mehr Tage leisten müssen als Soldaten.51%

Blattmann stellt sich einen solchen Einsatz offensichtlich als eine gemütliche Angelegenheit vor, als «Schoggi-Job». Damit tut er tausenden von Zivildienstleistenden unrecht. Viele arbeiten in der Pflege oder in der Betreuung, wo Wochenendeinsätze zur Normalität gehören.

Wie ich bei meinen Einsätzen in einem Behindertenheim und einem Altersheim festgestellt habe, beginnt die Arbeit oft zwischen sieben und acht Uhr morgens; rechnet man den Arbeitsweg mit ein, muss man richtig früh aus den Federn. Allnächtliche Parties liegen da nicht drin – auch wenn man «jeden Abend Ausgang» hat.

Auch abgesehen von den Arbeitszeiten sind solche Einsätze in der Regel keine leichte Kost. Klar, im Militär lernt man Befehle zu befolgen, das Bett zu machen und den Raum mit einem Dutzend Typen zu teilen, die man nicht kennt.

«Das Bild, dass ein junger Mann nur im Militär richtig erwachsen werden kann, ist ebenso alt wie falsch.»

Zivildienstler hingegen arbeiten mit Drogensüchtigen, Asylbewerbern in Ausschaffungsgefängnissen und Auffangzentren und pflegebedürftigen Senioren. Das fordert ihnen Einiges ab und bringt sie nicht selten an ihre emotionalen Grenzen. Das Bild, dass ein junger Mann nur im Militär richtig erwachsen werden kann, ist ebenso alt wie falsch.

An alternative civilian service personnel plays with children of the special education center in Koeniz in the canton of Berne, Switzerland, on the occasion of a fotoshooting of the new, optional uniforms for alternative civilian service personnel, pictured on February 11, 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Ein Zivildienstleistender spielt mit Kindern des heilpaedagogischen Zentrums in Koeniz im Kanton Bern anlaesslich der Fotoaufnahmen der neuen Uniform, welche Zivildienstleistende freiwillig tragen koennen, aufgenommen am 11. Februar 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Ein Zivi im heilpädagogischen Zentrum in Köniz.
Bild: KEYSTONE

Hinzu kommt, dass Zivildienstler in vielen Institutionen unabdingbar geworden sind. Das Budget in Heimen ist knapp, die Betreuer können sich bei den Bewohnern oft gerade mal um das Nötigste kümmern. Junge Männer, die Zeit für etwas mehr Menschlichkeit – ein Brettspiel, einen Einkauf oder einen Spaziergang – haben, sind Gold wert. Auch dass Zivis neuerdings an Schulen eingesetzt werden dürfen, ist keine Beschäftigungstherapie, sondern eine gute Strategie im Kampf gegen den Lehrermangel.

Dass André Blattmann um den Bestand der Armee besorgt ist, ist verständlich, denn es wandern tatsächlich immer mehr Soldaten in den Zivildienst ab. Hier die Hürden zu erhöhen, wäre aber die falsche Lösung – und würde wohl viele dazu bringen, wieder über den «blauen Weg», die Ausmusterung, aus der Armee zu kommen.

Obwohl das der Armeechef nicht gern hören wird: Viele Soldaten machen in ihrer Dienstzeit nicht viel Sinnvolles, wie eine Umfrage unter Militärdienstleistenden auf der Redaktion bestätigt. Herr Blattmanns Angriff ist unfair und ungerechtfertigt. Denn die Zivis leisten Tag für Tag wertvolle Arbeit für das Land und die Bevölkerung – das dürfte niemand bezweifeln.

Auch spannend: Bildete die Schweizer Armee in Andermatt russische Geheimagenten aus?

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131Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 06.10.2015 19:27
    Highlight Highlight Der Artikel will sagen, dass Zivildienst kein Schoggijob ist aber macht für mich genau das Gegenteil! Alles was da beschrieben wird ist total easy... Das Militär ist so verdammt sinnlos und mühsam, da ist Zivilschutt wirklich einfach Schoggi :-)
  • Gottfrird Stutz 06.10.2015 08:42
    Highlight Highlight Bei aller Diskussion über Armee und Zivildienst wird stur der eigene Standpunkt vertreten. Mit dem Zusatz, dass die Armee überflüssig ist, weil da nichts sinnvolles gemacht wird.
    Ich möchte zu bedenken geben, dass wer keine Armee hat, in Krisen schnell eine fremde Armee das Territorium besetzt.
    Da stellt sich schon die Frage, was ist uns sympathischer? Eigene oder fremde Armee.
    Da nützt der ganze Zividienst nichts, wenn uns Fremde sagen, was wir zu tun haben. Mir ist es auf alle Fälle wohler, wenn wir noch selbst bestimmen können.
    Darum ist diese Diskussion eigentlich überflüssig,
    • Nick Name 06.10.2015 10:46
      Highlight Highlight Nein, die Diskussion ist höchst dringlich. Und zwar über die über den ganzen "Bevölkerungsschutz".
      Was im Militär an Steuergeldern wörtlich verpulvert wird und an schlicht nur stumpfsinnigen Übungen absolviert wird (wer das bestreitet, macht alle Augen und Ohren zu); was im Zivilschutz an sinnfreien Übungen Zeit verplempert wird ohne jeglichen Nutzen – und seit Jahrzehnten! Das ist zweifelsfrei ein Skandal.
      Möglicherweise wird dann und wann etwas Sinnvolles geleistet in diesen Betrieben – das steht aber in keinem Verhältnis zum Rest.
      ...
      Und Sie finden die Diskussion überflüssig?!
  • Chlinae_Tigaer 06.10.2015 06:23
    Highlight Highlight Zivis sind sehr wohl Schöggeler.
    • Chlinae_Tigaer 06.10.2015 12:46
      Highlight Highlight ... obs den Blitzchenklickern passt oder nicht.
  • Tschüse Üse 06.10.2015 05:25
    Highlight Highlight Ist euch eig schonmal aufgefallen, das alle die Militär geleistet haben, immer wieder darüber reden? Am Anfang hassen Sies alle, danach lachen sie drüber.
    • Knut Atteslander 06.10.2015 07:36
      Highlight Highlight Klar es ist auch sowas wie der kleinste gemeinsame Nenner (unter Männern). Aber das Argument ist wie die Armee selber: beschissen :D
      Ernsthaft? Mit Zeitung lesen hat man auch etwas worüber man reden kann...
    • El_Sam 06.10.2015 09:16
      Highlight Highlight Man hat ja auch 260 tage lang quasi dasselbe gemacht, die gleichen Kleider getragen und dieslben (stupiden) Befehle befolgen müssen.
      Wenn du jemendan triffst, der im gleichen Land eine Sprachschule besucht hat, wirst du wohl auch mit Ihm darüber reden und lachen.
      @ Knut: Ein gleiches Zeitungsabo verbindet da ja wohl weniger
    • Knut Atteslander 06.10.2015 09:51
      Highlight Highlight Klar verbindet ein Zeitungsabo weniger. Und es liegt auch auf der Hand, dass die RS "verbindet". Aber das ist halt ein Effekt, wenn man einen Haufen Leute ~20 Wochen lang zwingt das gleiche zu tun. Das im Nachhinein als *das* tolle am Militär hinzustellen halte ich für bekloppt... Wenn ich mich mit mir unbekannten Leute unterhalte, über das Militär, wird mir schnell Langweilig und ich frage mich ob die echt nichts gescheiteres zu erzählen wissen als Geschichten von vor 20 Jahren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tschüse Üse 06.10.2015 05:15
    Highlight Highlight Ach kommt schon. Wir kennen doch alle den Freund, für den die Armee zu streng ist. Oder den Kollegen der Zivi macht, nur weil er nicht den Posten seiner Träume gekriegt hat. Klar, Zivis brauchts auch, aber den Militärdienst auch. Zivis leisten gute Arbeit, aber es ist kein Vergleich zur RS. Oder wieviele von den Zivis schlafen zuhause, während die Soldaten ihre letzte Übung beenden?
  • nickname2000 06.10.2015 04:46
    Highlight Highlight Beide Organisationen sind extrem ineffizient und gehen nicht auf die spezifischen Fähigkeiten der Dienstleistenden ein. Dadurch wird viel Geld verschwendet und die Stimmung ist unmotiviert.

    Unterschiedliche Anzahl Diensttage sind diskriminierend. Ebenso diskriminierend ist, dass nur Männer dienstpflichtig sind.
    • Dä Brändon 06.10.2015 10:07
      Highlight Highlight In 2 Punkten mit dir überein, aber der Zivi ist nicht schlecht organisiert. Da hängt es vom Einsatzbetrieb ab und da sind viele top organisiert.
  • dave1771 06.10.2015 01:24
    Highlight Highlight Wir Zivis leisten wenigstens einen Dienst an der Allgemeinheit und kosten nicht nur!
  • Datsyuk * 06.10.2015 00:43
    Highlight Highlight Die Aussage von Herrn Blattmann ist lächerlich. Lächerlich deshalb, weil er den Militärdienst so gut darstellt und dem Zivildienst die Ernsthaftigkeit abspricht. Im Gegensatz zu Herrn Blattmann habe ich Zivildienst geleistet und muss sagen: Verglichen mit den Leistungen des Zivildienstes ist der Militärdienst ein Witz!
    Ich habe Militär- (Panzergrenadier; RS + 1 WK) und Zivildienst (144 Dienstage; Flüchtlingswesen und Schweizer Tafel) geleistet.
    Durch den Zivildienst habe ich viele wertvolle Erfahrungen machen dürfen, die mir sonst wohl entgangen wären.
    Dagegen kommt mir die meiste Zeit im Militär als verschwendet vor. Ich habe während der RS auch wertvolle Erfahrungen machen können. Diese Erfahrungen kann man jedoch auch irgendwo sonst sammeln. Ohne teures Begleitprogramm und Schikanieren.
  • dGehrig 06.10.2015 00:27
    Highlight Highlight Ich selber war weder in der Armee, noch in dem Zivi und zahle nun einfach. Wahrscheinlich bringt mein Geld der Gesellschaft auch deutlich mehr, als zu lernen, wie man Menschen erschießt, blind gehorsam leistet und Geld in Unmengen zu verprasst.
    Ich war schlicht nicht dazu bereit deutlich länger in der Pflicht zu stehen, als jene, die eben oben genanntes "vollbringen".
    Zugegeben; ein schwaches Argument...
    Aber Respekt allen Zivis!

    Die Armee scheint mir auch ein ausgedientes Modell zu sein. Friedensprojekte wie die EU und allg. die Diplomatie bewahren den Frieden, nicht das Protzen mit Waffen.
  • Kopold 06.10.2015 00:01
    Highlight Highlight Wenn der Zivildienst so attraktiv ist, warum melden sich dann keine Frauen dafür, während die Armee immerhin ein paar Duzend pro Jahr kriegt?
    • Dä Brändon 06.10.2015 10:09
      Highlight Highlight Weil man sich nicht für den Zivi melden kann als Frau, sondern nur für's Militär. Erst im Militär kann man sich zum Zivi machen und solche Frauen gibts
  • The M 05.10.2015 23:24
    Highlight Highlight Danke, Herr Rey! Vielen Dank für diese Worte.
  • Mnemonic 05.10.2015 22:32
    Highlight Highlight Was mich an der CH Armee immer am meisten gestört hat war (nein nicht dass es sie gibt, wenn ein Staat sich eine Armee leisten will, bitte schön...) sondern dass die Verantwortlichen ein deratig grosses Maul riskieren. Liebe Leute , im CH Militär hat NICHT EINER! jemals ein Gefecht auch nur von Weiten erlebt! Also bitte ein Wenig mehr Bescheidenheit ok?
  • Nick Name 05.10.2015 21:55
    Highlight Highlight Blattmann, Kommentierer: Ich verstehe ich nach wie vor nicht: Warum machen sich selbst eifrige Armeeverfechter nicht mal ernsthaft daran, diesen so offensichtlich wie wenig anderes in unsrem Lande total (und das meine ich wörtlich) im Argen liegenden Verein, wo es drum geht, Schüsse zu verballern, bloss weils noch grad ein paar zehntausend hat, stumpsfinnigste Übungen noch und nöcher zu absolvieren, teilweise fahrlässig Leben zu gefährden (bitte nicht abstreiten, alles belegt oder erlebt), etc. mal wirklich richtig auf- oder besser gleich abzustellen?
    S. auch +magazin +schwager +panzerfaust
  • Tobias K. 05.10.2015 16:34
    Highlight Highlight Uff... Wenn ich die einen Kommentare so lese, habe ich ja fast ein schlechtes gewissen, dass ich den Militärdienst aboslivert habe.
    • philosophund 05.10.2015 17:21
      Highlight Highlight Ne musst nicht. Mann kann sogar "weitermachen" in der Hoffnung in der Etage mit grünem Teppichboden wäre es besser. Nein, als Hort der mehrheitlich "angefressenen" ist es nicht.
    • Tobias K. 05.10.2015 17:42
      Highlight Highlight Zum Glück war ich dann doch nicht so talentiert, dass amn mich behalten wollte. :-) Aber im Ernst: Ich fand es eine spannende Zeit. Auch wenn ich weiss, dass ich mir in einem Kriegsfall in die Hosen gemacht und wahrscheinlich keine 5 Minuten überlebt hätte. Aber mal den inneren Schweinehund zu überwinden und die Komfortzone zu verlassen war schon interessant.
    • 1337pavian 05.10.2015 19:34
      Highlight Highlight Den Neusprech kriegst du auf jeden Fall gut hin.
      "Komfortzone verlassen", pffft!
      Versuch's lieber nochmal mit dem schlechten Gewissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Atteslander 05.10.2015 16:23
    Highlight Highlight Herr Blattmann ist ideologisch wohl noch im 1933 hängen geblieben...
  • SwissGronkh 05.10.2015 16:00
    Highlight Highlight Also ich kenne keine in meiner Familie (alle haben Militärdienst geleistet) der den Armeealltag langweilig gefunden hätten.
    • Beckham 05.10.2015 17:30
      Highlight Highlight Bin zwar nicht aus deiner Familie (denke ich zumindest) aber mir war langweilig... Leider gab es den Zivildienst in dieser Form noch nicht.
      Ein Bekannter kann während dem Zivildienst die Kantonsarchäologen unterstützen, einfach genial! Ich hätte mich wahrscheinlich für ein Projekt beim WWF beworben. Hauptsache lehrreich und sinnvoll!
    • 1337pavian 05.10.2015 19:35
      Highlight Highlight Also ich kenne keinen in meiner Familie (keiner hat Militärdienst geleistet) ... oh! Da ist schon fertig ; )
  • kEINKOmmEnTAR 05.10.2015 15:57
    Highlight Highlight Ohne einem Militär-Einsatz vergessen wir das wir jeden Tag für unsere Freiheit kämpfen müssen und dass wieder jeden Tag von einem Feind angegriffen werden können.

    Zivis sind gut und Recht, aber jeder Schweizer sollte im Regelfall seine Zeit im Militär sein.
    • Gantii 05.10.2015 16:05
      Highlight Highlight ach, interessant definierte freiheit in der man gezwungen wird dinge gegen sein willen zu tun. verzell meh?
    • Jan. 05.10.2015 16:11
      Highlight Highlight gute weltanschauung... oje
    • INVKR 05.10.2015 16:51
      Highlight Highlight Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, waren wir nicht im nahen Osten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heimatlos 05.10.2015 15:42
    Highlight Highlight Klar gibt es auch im Zivi Schoggi-jobs, wo es nichts zu tun gibt. Das durfte ich selbst erleben. Das passiert, wenn es schlecht organisiert ist, was im Militär anscheinend viel öfters der Fall ist (Meine Freunde berichteten).
    Aber auf Dauer macht das eh keinen Spass. Nun helfe ich einem Bergbauer. Da gibts unteranderem auch Nacheinsätze, Wochenendarbeiten und Überstunden. Und wisst ihr was? Es macht Spass etwas Sinnvolles zu tun
  • amazonas queen 05.10.2015 15:40
    Highlight Highlight Ich würde es so sagen: der Zivildienst ist nicht zu attraktiv. Vielmehr ist der Militärdienst viel zu unattraktiv.
  • philosophund 05.10.2015 15:25
    Highlight Highlight Heute +10J im Altersheim:
    Z: *klopf* Guete Morgä Herr Blattmaa KK Ausser Dienst
    B: Grüessech Herr Götgörgülü
    Z: Wemmär mal luege wies unde usgseht?
    B: Jo. (..)
    Z: *werkel*
    B: Isches härt?
    Z: Hä?
    --- (Gedankensekunde) ---
    B: I meine de Zivildienst.
    Z: Ja ize scho *füdleputz*
    B: I has immer härt gha i minere Militärgarriere. Aber das macht eim zumene Maa.
    Z: Jawohl. *woschwosch*
    B: ..und wüssed sie Herr Götgörgülü, sie hette au selle wiitermache.
    Z: Genau. *sloshslosh*
    B: Panzer fahre, im Wald verstecke, Schüsse, SIM-Gfächtli mache. ned?
    Z: Eusi Familie isch im Krieg gstorbe.
    (..)





    • pipapo_ 05.10.2015 17:49
      Highlight Highlight ganz gut...
    • SanchoPanza 05.10.2015 18:33
      Highlight Highlight
      sehr schönes Gedankenspiel, Danke!
  • TanookiStormtrooper 05.10.2015 15:24
    Highlight Highlight Ich habe ja damals dem Aushebungsoffizier unverblümt gesagt was ich von seinem Trachtenverein halte. Resultat: Ich darf jetzt Zivilschutz machen.
    Ich bewundere jeden Zivildienstleistenden sehr, mir würde jetzt die nötige Geduld für einen Einsatz im Altersheim fehlen. Ganz sicher ein härter Job als den Unsinn, den man(n) in der Armee so macht, dafür aber sinnvoller.
    Der Russe wird wohl demnächst nicht einfallen, auch wenn Blattmann dies wohl fast noch gerne hätte. Unsere Schoggitruppe hätte sowieso keine Chance...
    • 1337pavian 05.10.2015 19:46
      Highlight Highlight Da lese ich ganz unschuldig hier die schönen Kommentare und dann kommst du daher und kotzt über Trachtenvereine runter, das ist wirklich das Letzte! Gelebte Tradition und etwas, was den Menschen Freude bringt und den Kindern das Glänzen in die Augen, und da giesst du deinen Hass drüber aus, nein, das kann ich nicht aushalten!
      ; )
    • TanookiStormtrooper 05.10.2015 20:01
      Highlight Highlight Ich habe doch nichts gegen Trachtenvereine, ich möchte nur nicht gezwungen werden einem beizutreten. ;)
      Die Armee kann ganz froh sein war ich nie dabei, wenn ich mich langweile (und ich höre dies tut man) denke ich mir Unsinn aus. Das endet dann in etwa so:

      http://www.spiegel.de/panorama/unbekannte-malen-panzer-in-munster-rosa-an-a-821797.html

      Ich möchte ja keinen in der Armee zu sowas anstiften, aber macht das doch mal. ;)
    • 1337pavian 05.10.2015 20:12
      Highlight Highlight Diese militanten writer müssen immer gleich n' whole car ... tank fabrizieren. arbeitswütiges pack!
  • sste87 05.10.2015 15:12
    Highlight Highlight „Ein Schweizer, der sich für den Zivildienst entscheidet, ist 390 Tage für sein Land im Einsatz. Das sind 26 Wochen mehr als ein normaler Soldat leistet.“
    Ein Soldat leistet 260 Tage – das sind 130 Tage weniger oder knapp 19 Wochen. Eine Woche hat bekanntlich 7 Tage (und nicht nur fünf …). ;-)

    Zum Thema: Beides benötigt das Land. Ich bin dafür, dass jeder frei entscheiden kann, ob Militär oder Zivildienst. Die Dauer sollte bei beiden Tätigkeiten gleich lang und an einem Stück sein. Wiederholungskurse abschaffen.
    • Roman Rey 05.10.2015 15:25
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis. Ja, ich habe hier in "Arbeitswochen" gerechnet.
    • SanchoPanza 05.10.2015 18:36
      Highlight Highlight kann ich so unterschreiben. Dienstpflicht für alle - Aber mit Wahl.
      Dazufügen aber bitte: das Militär endlich auf die heutige Situation einstellen! Die ganzen nichtsnutzigen Fliegerli abschaffen und das Geld in eine gescheite Cyberabwehr stecken - in der man auch Leute ausbilden und behalten kann.
  • KenGuru 05.10.2015 14:58
    Highlight Highlight Was ich eine Frechheit finde ist, dass wenn man für das Militär UT ist, auch nicht in den Zivildienst kann. Ich kann für meine Rückenprobleme überhaupt nichts (wollte mich auch bestimmt nicht drücken) und muss jetzt blechen. Als ob es nicht soziale Dienste gäbe, bei denen man auch mit einer körperlichen Einschränkung was erreichen bzw. mithelfen könnte.
    • KenGuru 05.10.2015 15:23
      Highlight Highlight Kann mir einer (von den zum Glück wenigen) Dislikern erklären, warum er das oben erklärte Vorgehen fair findet?
    • Ell 05.10.2015 15:48
      Highlight Highlight Ich war fünf Jahre steuerlich in der CH abgemeldet und im Ausland arbeitstätig. Über vier Jahre musste 3% (abzgl. geleistete Diensttage) Wehrpflichtersatz-Steuer zahlen ohne jeglichen wirtschaftlichen Beitrag an die CH zu leisten. Auch geil.

      Die Armee findet immer einen Grund zum abzurechnen, ist ihnen lieber als über den Tellerrand zu schauen (dort sieht man die grosse weite Welt...).
    • Ell 05.10.2015 15:48
      Highlight Highlight Es gibt verschiedenen Arten für Untauglichkeit (soviel ich weiss) kommt es drauf an wie du diagnostiziert worden bist aber normalerweise ist man bei körperlicher Einschränkung lediglich für Militär und Zivilschutz untauglich. Bei psychologischem Handicap je nach dem nur fürs Militär (z.B. wenn man eine Waffenphobie hat) oder für Militär, Zivilschutz und Zivildienst (z.B. Depression). Und Zivildienst kann man glaube ich nur leisten, wenn man noch keinen Militärdienst geleistet hat, vom Militär ist es aber möglich in den Zivilschutz zu wechseln. Angaben ohne Gewähr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kimbolone 05.10.2015 14:55
    Highlight Highlight 2 Dinge missfallen mir:

    1) Der ganze Artikel, das wunderschöne Zivildienstmanifest, baut auf der Annahme auf, dass der Chef der Armee den Zivildienst als Schoggijob ansieht. Das sagt er jedoch in keinem Wort.

    2) Eine Umfrage unter Militärdienstleistenden auf der Redaktion? Ich bitte euch. 😂 Sehr repräsentativ. Was kommt als Nächstes? Eine Wehrpflichtsbefragung in der Reithalle?
    • Roman Rey 05.10.2015 15:29
      Highlight Highlight Willst du damit sagen, es gäbe hier auf der Redaktion keine Dienstpflichtigen? :)

      Natürlich ist die Umfage nicht repräsentativ. Aber ich denke, ich habe genug Geschichten aus meinem Bekanntenkreis gehört, um mir ein Bild machen zu können. Kein vollständiges, klar – aber für die Behauptung, nicht überall wird im Militär Sinnvolles gemacht, reicht es.

      Oder würdest du mir hier widersprechen?
    • Kian 05.10.2015 15:39
      Highlight Highlight Hast du denn Militärdienst geleistet? Wenn ja, in welcher Funktion? Warst immer ausgelastet?
    • reu 05.10.2015 15:56
      Highlight Highlight Roman Rey, warum antwortest du nicht auf den ersten Teil der Frage von Kimbolone?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 05.10.2015 14:45
    Highlight Highlight Ich habe die RS gemacht und bin dann zum Zivi. Das Militär ist ein Witz, im Zivildienst war ich im Naturschutz 1000 mal härter und 1000 mal Sinnvoller. Abends wenn ich nach Hause kam war fix und foxy aber glücklich. Am nächsten Tag stand ich wieder auf voll motiviert und das 2 Monate lang.
    • Beckham 05.10.2015 17:37
      Highlight Highlight Ja und genau deshalb dauert der Zivildienst ja auch länger?!
    • StefanZaugg 05.10.2015 21:24
      Highlight Highlight Wieso werden eigentlich die Dutzenden unflätigen Kommentare von 1337pavian freigeschaltet? Die tragen überhaupt nichts zur Diskussion bei.
  • Philboe 05.10.2015 14:45
    Highlight Highlight Wieder einmal werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Tatsache ist dass das Aufgabenspektrum eines Zivis ganz ein anderes ist als des eines AdA. die Armee hat 3 Aufträge Landesverteidigung, Subsidiäre Hilfe und Friedensförderung. Diese 3 Dinge werden trainiert und auch ausgeübt. Kollateralschaden durch Kriege egal ob symmetrisch, asymmetrisch oder hybrid können nun mal nicht alle durch die Armee abgedeckt werden also braucht es hierzu genau Zivis welche sich dann um die Bevölkerung kümmern. Also Fair bleiben es braucht beide Seiten und beides ist kein Schoggijob. MfG ein AdA
    • Dä Brändon 05.10.2015 14:56
      Highlight Highlight Achtung! Du verwechselst Zivilschutz mit Zivildienst
    • Nick Name 05.10.2015 17:34
      Highlight Highlight Und Einsätze an einem (an sich privatwirtschaftlichen) Anlass wie dem Weltcup-Skirennen in Adelboden, wo notabene Millionen umgesetzt werden, gehören zum Auftrag, äh, sagen wir: Friedensförderung. Ok?
      ...
      Jetzt mal ehrlich: Was ich an Geschichten aus dem Militär von Kollegen gehört habe, was ich selbst im Zivilschutz erlebt und beim Militär von aussen gesehen habe: Das ist leider ganz häufig einfach peinlich, daneben, gefährlich, eine Frechheit, Geldverschleuderung pur, ... Und zeigt, dass der ganze "Bevölkerungsschutz" ganz dringend ganz fundamental überarbeitet werden müsste.
    • StefanZaugg 05.10.2015 21:27
      Highlight Highlight Nick Name: Bezüglich den Skirennen-Einsätzen gebe ich und wohl viele die Pro-Armee eingestellt sind dir absolut recht. Das gehört wirklich nicht zur Aufgabe der Armee. Du musst aber auch verstehen, dass dies ein Auftrag der Politik ist und kommt nicht von der Armeeführung selbst.
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  • blabla.. 05.10.2015 14:44
    Highlight Highlight Auch im Zivildienst gibt es viele Stellen bei welchen der zivi nur am Wochenende nach Hause kann z.b. auf Bauernhöfen oder bei einsätzen in der naturschutzgebietspflege. Diese sind auch Körperlich oftmals sehr anstrengend. Nur weil es die Armee nicht fertigbringt ihren Dienst atraktiv zu gestalten den zivildienst zu gestalten ist ein armutszeugniss
    • maxi 05.10.2015 14:52
      Highlight Highlight Mach doch mal einen Vorschlag wie du die Armee attraktiv gestalten möchtest?
    • blabla.. 05.10.2015 14:53
      Highlight Highlight unatraktiv zu gestalten...
    • blabla.. 05.10.2015 15:01
      Highlight Highlight ich war Zivi und habe noch eine Gewissensprüfung abgelegt, ich lehne den Militärdienst also grundsätzlich ab. Mein Vorschlag wäre also die Armee abzuschaffen. Aus meiner Sicht liegt es an denen die Sie erhalten wollen, Sie auch für ihre Insassen atraktiv zu gestalten...
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  • Cheesus 05.10.2015 14:41
    Highlight Highlight Ein Kollege: "Wenn Blattmann eines Tages in einem Altersheim in seinem vollgeschissenen Bett liegt, und niemand Zeit für ihn hat, würde er sich wünschen, es gäbe dort einen Zivi, der sich um ihn kümmern würde."
    • Dä Brändon 05.10.2015 14:57
      Highlight Highlight 😂😂😂 10/10 für diesen Kommentar
  • elnino 05.10.2015 14:32
    Highlight Highlight harte Arbeit...
    • Schreiberling 05.10.2015 15:11
      Highlight Highlight Starker Beitrag zur Diskussion. Was wollten Sie aussagen?
    • 1337pavian 05.10.2015 20:15
      Highlight Highlight Er beginnt im Atomischen und hat uns damit alle natürlich düpiert.

      Selbstverständlich ist nur allein der Begriff der "harten Arbeit" in einem solchigen Kontext ein derartig lachhaftes Konstrukt, dass ein kurzes Fallenlassen dieses Begriffes in sarkastische Sauce das wohlgebildete Publikum unverzüglich die Nase rümpfen lassen muss.

      Chapeau!
  • The Host 05.10.2015 14:24
    Highlight Highlight Dass der Zivildienst künstlich massiv unatraktiver gemacht werden muss, sagt doch schon sehr viel über die Attraktivität des Militärs aus...
    Junge Menschen, die die Sinnhaftigkeit mehr Gewichten werden den Zivildienst noch lange vorziehen. Da kann das Militär abstinken.
    • Roman Rey 05.10.2015 14:30
      Highlight Highlight Das Militär attraktiver machen. Das wäre doch mal ein Ansatz.
    • Tommy Holiday 05.10.2015 16:21
      Highlight Highlight Ich bin froh dass ich diesen Sommer meine letzten Tage in diesem Kackverein hatte....

      Es gäbe durchaus Möglichkeiten das Militär attraktiver zu machen: Im November 2014 hatte ich einen WK im Infanterie Bat. in Zweisimmen. Zu dieser Zeit gab es starke Überschwemmungen im Tessin. Warum nicht eine oder zwei Kompanien hinschicken und Sandsäcke stapeln oder bei sonstigen Aufräumarbeiten Hilfe zu leisten?

      Stattdessen lieber 3 Tage draussen pennen (halbe Kompanie danach krank...) und sinnlos mit diesen drecks Minenwerfer rummballern.

      Wirdi gad wieder hässig...

    • Jimmy Dean 05.10.2015 19:28
      Highlight Highlight @Tommy: ich war in meinem letzten wk im einsatz bat. Mir wurde gesagt, dass schweizweit zu jederzeit mind. 1 bat. einsatz dienst hat, um für unwetter und sonstige katastrophen (z.b flugzeugabstürzen, zivil & militärisch) abgezogen werden kann.
      war einer der sinnvolleren wk's imho
  • Habakuk 05.10.2015 14:16
    Highlight Highlight Oh jööö
    Da hör ich aber ein Zivi- Komplex raus.
    "Ja du besch ganz en Arme butzibutzi..., machsch ganz secher tolli Sache ond besch vell härter als Soldate"
    • Roman Rey 05.10.2015 14:19
      Highlight Highlight Ja, kannst du mich bitte in die Arme nehmen, Habakuk?
    • Habakuk 05.10.2015 14:24
      Highlight Highlight Haha, ich nehme dich gerne auf den Arm...

      Sinnvoll in die Arme genommen wirst du ja schon während deinem Zivi- Dienst.
    • Habakuk 05.10.2015 15:25
      Highlight Highlight Jetzt mal im Ernst.
      Der Blattmann hat doch recht das Ganze zu thematisieren. Schlussendlich müssen wir aber nicht unbedingt um die Wette heulen wer der Ärmste ist.
      Besser wäre, die Rahmenbedinngungen zu verändern, dass ein Wettbewerb zwischen Zivi, und Army stattfindet.
      Und damit meine ich nicht, dass unsere verweichlichte Jugend, welche sich sonst nicht für die Allgemeinheit oder für eine Gruppe zurücknehmen muss. Sondern, dass man z.B. im Militär Zertifikate, zusätzliche Führerausweis, Rettungsschwimmerkurse etc machen kann.
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  • alessandro 05.10.2015 14:10
    Highlight Highlight ich hab nach einem wk gewechselt und mir gleich einen richtig intensiven job geschnappt. blattmann hat sogar mühe seinen job zu rechtfertigen, von daher kann man seine aussagen getrost ignorieren. warum macht man es nicht einfacher? wer militärdienst leisten will, der darf. wer zivi sein will, der darf. wer nichts tun will der zahlt. dasselbe sollte auch für frauen gelten.
    ob die gezwungenen studenten die besten soldaten abgeben wage ich so oder so zu bezweifeln.
    • Macke 05.10.2015 15:04
      Highlight Highlight Ich möchte doch einfach mal behaupten, dass niemand ein guter Soldat oder eine gute Soldatin abgibt, wenn sie oder er zum Militärdienst gezwungen wird - StudentIn hin oder her.
    • 1337pavian 05.10.2015 20:05
      Highlight Highlight Ohne Zwang bleibt die Alternative Berufsmilitär und das wollen wir dann auch nicht (siehe Beispiele im Ausland).

      Nene, wir machen das schon richtig; wenn überhaupt Militär, dann müssen Herr (und Frau) Normalbürger reingezogen werden, denn nur die sind der kognitiven Kardinalsaufgabe mächtig, zwischen Wahnsinn (Armee) und Realität (Leben in der Gesellschaft der Menschen) zu unterscheiden.

      Sie ENTscheiden sich auch im Zweifelsfall eher für Menschlichkeit, Überzeugungstäter brauchen wir im Militär nicht. Tönt absurd?

      Ist es: MILITÄR ABSCHAFFEN!

      I don't want to be a soldier; I don't wanna die!
  • Sillum 05.10.2015 14:08
    Highlight Highlight Ob Zivildienst ein Schoggi-Job ist können nur die beurteilen welche Militärdienst geleistet haben. Ob Roman Rey eine RS absolviert hat bezweifle ich. Trotzdem schreibt er sozusagen als Fachmann. Wohl eher als als Fachmann der GSOA. Sich als Pazifist aufspielen ist einfach.
    • Kastigator 05.10.2015 14:17
      Highlight Highlight Warum solde ein AdA besser über den Zivildienst Bescheid wissen als ein Zivi? Man nennt es Logik. Nun lege bitte deinen "Gedanken"-Gang dar.
    • Roman Rey 05.10.2015 14:23
      Highlight Highlight @Sillum Ich denke, als ehemaliger Zivildienstleistender kann ich durchaus beurteilen, was es damit auf sich hat. Und davon handelt ja auch der Grossteil meines Texts.

      Ein Urteil über die RS erlaube ich mir aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen von betroffenen Soldaten. Oder kennst du niemanden, der sich 21 Wochen gelangweilt hat?
    • Dä Brändon 05.10.2015 14:55
      Highlight Highlight Ich habe beides gemacht. Ich war Territorial Füsilier in der RS und bin nach dem 2. WK in den Zivi im Naturschutz. Das Militär war ein Witz!! Im Zivi habe ich viel die härtere und sinnvollere Arbeit verrichtet. Nach 2 Monaten habe grosses Umweltbewusstsein entwickelt, das ich mit ins private Leben mitgenommen habe. in der RS haben wir die letzte Woche 3000 Liter Diesel mit sinnlosem rumfahren verbrannt damit sie das nächste Jahr wieder soviel Diesel bekommen.
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  • Howard271 05.10.2015 14:07
    Highlight Highlight Ich als ehemaliger Zivi finde es eine bodenlose Frechheit, was Herr Blattmann von sich gibt. "Jeden Abend Ausgang" - ja klar, dafür auch 130 Tage mehr Dienst. Dass niemand jeden Abend ausgeht, steht ja richtigerweise bereits im Artikel. Es geht hier also nicht darum, etwas zu verbessern (etwa den Militärdienst), sondern allen Ernstes, etwas mutwillig zu verschlechtern. Ich fühle mich beleidigt, denn als Zivi mit fast 400 Diensttagen habe ich sicher nicht weniger oder gar Schlechteres geleistet als jemand im Militär.
    • emc2 05.10.2015 14:16
      Highlight Highlight Mit Ausgang ist wohl die Tatsache gemeint, dass man am Abend nicht im Dienst ist und frei hat. Im Militär ist man ja bekanntlich 24h im Dienst und hat somit zu jeder Uhrzeit Befehle zu befolgen.
      Also macht das sehr wohl einen Unterschied, was natürlich mit der Anzahl an Diensttagen ausgeglichen wird...
  • HSalamanca 05.10.2015 14:04
    Highlight Highlight Ich stimme dir vollkommen zu, Roman. Zwar bin ich selbst Offizier in der Armee, aber der Zivildienst ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken aus vielen sozialen Institutionen. Sowohl im Militär- als auch im Zivildienst wird man meiner Meinung nach - natürlich in sehr unterschiedlichen Bereichen - stark gefordert. Gerade im Gesundheits- und Pflegeumfeld werden wir immer mehr "Zivis" benötigen. Ob wir die 390 nun auf 260 Tage kürzen sollten, weiss ich nicht. Aber ev. könnte man bei einer Verkürzung auch junge Frauen in den Zivildienst einbauen, sodass dabei ein leichter Ausgleich stattfände...
  • maxi 05.10.2015 13:52
    Highlight Highlight Ich sehe was zwei meiner Kollegen als Zivi gemacht haben, es ist ein schoggi job!

    Keiner der Zivis muss die ganze nacht durch mit KK marschieren. Keiner muss Wochenlang Sonntag-Samstag den Bullshit machen welcher dir Befohlen wird. Keiner muss bei Eiseskälte biwakieren.

    Zivis sind nicht schlecht! Aber hört auf euch aufzuspielen!
    • Asmodeus 05.10.2015 14:06
      Highlight Highlight Dafür wird man abkommandiert bei irgendwelchen Events in einer Affenhitze den Verkehr zu regeln, muss die dummen Befehle des Vorgesetzten befolgen, wird als billige Arbeitskraft zum Häuser abreissen, Bachbette verbreitern etc. missbraucht.

      Bei Katastrophen rückt zuerst die Feuerwehr aus. Dann der Zivilschutz und irgendwann, wenn man mehr Leute braucht die aber nicht zwingend ausgebildet sein müssen, holt man das Militär nach.

      Überschwemmungen, Erdrutsche, Sturmschäden. Überall wird der Zivilschutz gebraucht. Das Militär (zu dem der Zivilschutz ja eigentlich auch gehört) kommt zuletzt.
    • Howard271 05.10.2015 14:10
      Highlight Highlight Dann liegt das Problem ja beim Militär und nicht beim Zivildienst, oder? Jeder, der halbwegs bei Verstand ist geht doch nicht freiwillig in der Kälte biwakieren oder auf lange Märsche für nichts. Hier sollte Herr Blattmann ansetzen, und nicht etwas anderes schlechter machen.
    • maxi 05.10.2015 14:20
      Highlight Highlight Nein man macht dies nicht freiwillig. Aber ansonsten bezahlt man deutlich mehr Steuren, welche dann wider für Schwachsinn verpulvert werden. Bezahle doch keinen Rappen mehr, wenn ich sehe für was das Geld eingesetz wird!
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  • Alnothur 05.10.2015 13:46
    Highlight Highlight Nur weil die Tätigkeiten eines Zivis sinnvoll sind, heisst das noch lange nicht, dass es nicht doch oft ein Schoggijob ist - nicht nur, aber gerade auch im Vergleich zum Militär. ;)
    • Alnothur 05.10.2015 14:45
      Highlight Highlight Es mag vielleicht der Tatsache geschuldet sein, dass ich in der Fliegerabwehr bin - aber etwas Nutzloses habe ich weder in meinem Jahr RS/UOS/OS noch in meinen bisherigen WKs gemacht.
    • Asmodeus 05.10.2015 14:57
      Highlight Highlight Mein ehemaliger Chef war auch in der Fliegerabwehr. Er hat an keinem einzigen WK etwas Sinnvolles getan.

      Meistens lag er irgendwo auf einem Hügel in den Bergen und glotzte in die Wolken.
    • AllknowingP 05.10.2015 15:45
      Highlight Highlight Ich kann leider mitreden. Bin soeben feierlich aus dem Militärdienst verabschiedet worden. Da denkt man natürlich nochmal über die 260 geleisteten Tag nach..... bei mir kam da leider nur Leere auf. Ich wurde gezwungen bei diesem Club mitzumachen... und alles was die von mir wollten war das ich pro Tag für 1 Stunde eine Barriere bewache. (Die übrigens, wenn nicht WK ist automatisch bedient werden kann)
      Die restlichen 23 Stunden des Tages verbrachte isch mit äähhmmm NIX. Rückblickend, für mich reine Zeitverschwendung. Ich wünschte ich wäre Zivi geworden....
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