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WM-Schiedsrichter sorgt mit Geste vor Deutschland-Curaçao für Aufruhr

Shaun Evans
Die Geste von WM-Schiedsrichter Shaun Evans sorgt derzeit für Diskussionen.Bild: X

Diese Geste eines WM-Schiedsrichters sorgt für Diskussionen

Ein Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft steht im Mittelpunkt einer Debatte. Ihm wird vorgeworfen, während der Übertragung des Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) eine umstrittene Handgeste gezeigt zu haben.
15.06.2026, 09:4515.06.2026, 10:36

Kurz vor dem Anpfiff schaltete die Regie wie gewohnt in den Video-Schiedsrichterraum. Wie aufmerksame Zuschauerinnen und Zuschauer erkannten, beliess es der australische Offizielle Shaun Evans aber nicht beim üblichen Lächeln in die Kamera. Stattdessen formte er aus Zeigefinger und Daumen einen Kreis – eine Geste, die unterschiedlich verstanden werden kann und damit eine Kontroverse auslöste.

Traditionell steht sie für «alles okay», in den vergangenen Jahren wurde sie in extremen Kreisen aber teils als Symbol für «White Power» interpretiert. Sie steht für die angebliche Überlegenheit und Forderung nach Vorherrschaft der weissen Menschen. Zum ersten Mal wurde diese Geste in einem Gerichtsprozess vom rechtsextremen Australier Brenton Tarrant verwendet – er war für einen Terroranschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland verantwortlich, bei welchem 51 Personen starben.

In den sozialen Medien verwiesen einige auch auf harmlosere Erklärungen – etwa ein verbreitetes Spiel genannt «Circle Game», bei dem die Geste unterhalb der Gürtellinie gezeigt wird. Auch in der Schweiz ist es durchaus ein prominentes Spiel – mit den Fingern wird ein geschlossener Kreis geformt und die Hand unauffällig unterhalb der Hüfte gehalten. Das Ziel ist, dass das Gegenüber in dieses Loch blickt – schaut die Person rein, hat man gewonnen und kann dem Gegenüber einen Schlag auf den Oberarm geben.

Ob es sich um eine bewusste Botschaft oder um eine missverständliche Handbewegung handelte, ist damit offen. Die FIFA erklärte gegenüber «The Athletic», man sei sich des Vorfalls bewusst, wolle sich darüber hinaus aber nicht äussern. Eine Stellungnahme des Schiedsrichters liegt zunächst auch nicht vor.

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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ray7
15.06.2026 10:08registriert Oktober 2020
Das Circle Game gibt es schon seit Jahrzehnten - mir kam dies auch in den Sinn als ich den Schiri sah und musste schmunzeln. Ich habe es das erste mal gehört, dass diese Zeichen auch in der rechtsextremen Szene verwendet wird - hab jetzt gegoogelt und mich informiert, und das "white Power" Zeichen, hält man dann aber komplett anders. Man muss aufpassen, dass man sich nicht den Spass an einem "Game" wegen ein paar rechtsextremen nimmt - der Anspruch am Zeichen bleibt klar dem Circle Game und niemand anderem - lasst euch nicht einschüchtern!
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Stinkender Wookie
15.06.2026 09:54registriert Dezember 2014
Also da muss man schon einiges böswillig auslegen, damit man hier etwas problematisches sehen kann...
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THN
15.06.2026 10:21registriert August 2017
Stellt euch vor, wieviel Millionen Tomätli der Kollege nun verteilen darf 😂
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