60 Hausdurchsuchungen in 23 Städten nach Krawallen in Italien
Nach den jüngsten Ausschreitungen in Mailand und Rom sind 60 Hausdurchsuchungen in 23 italienischen Städten durchgeführt worden. Betroffen seien Personen, die in sozialen Netzwerken zu Krawallen aufgehetzt hätten, teilte die Polizei mit.
Nach den Ausschreitungen in Mailand und anderen Städten Mitte Oktober hatte die italienische Regierung vergangene Woche neue Sicherheitsmassnahmen beschlossen.
Das Kabinett verabschiedete einen Erlass, der härtere Strafen für gewalttätige Demonstranten, einen neuen Straftatbestand für die Beteiligung an gewaltsamen Protesten und eine finanzielle Haftung von Eltern für Schäden durch ihre Kinder vorsieht. Wer bei einer Demonstration als Teil einer Gruppe von mindestens fünf Personen die öffentliche Sicherheit gefährdet, muss künftig mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 20'000 Euro rechnen.
Bei Vermummung oder Verletzten drohen höhere Strafen. Die Behörden können zudem eine rasche Entschädigung für verursachte Schäden anordnen. (hkl/sda/apa)
