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In this Sept. 25, 2017 photo, former presidential strategist Steve Bannon speaks at a rally for U.S. Senate hopeful Roy Moore, in Fairhope, Ala.  Bannon is rebuffing President Donald Trump’s public plea for him to retreat in his war on the Republican establishment, personally boosting the candidacy of a challenger to incumbent Sen. Jeff Flake. (AP Photo/Brynn Anderson)

Er weibelte auch nach seinem Abgang für die Republikaner: Steve Bannon bei einem Wahlkampfauftritt im September 2017.  Bild: AP/AP

«Er hat den Verstand verloren»: Die Bannon-Rebellion gegen Trump in 6 Punkten erklärt

Zwischen Donald Trump und seinem früheren Chefstrategen Steve Bannon ist ein offener Krieg ausgebrochen. In einem Buch erhebt der Breitbart-Boss schwere Vorwürfe gegen die Präsidenten-Familie. 



Nicht die «Fake-News»-Medien, nicht Sonderermittler Mueller, nicht das FBI. Nein, ausgerechnet Donalds Trumps einstiger Freund und Chef-Einflüsterer, Steve Bannon, lässt die ganze Russland-Affäre in neuen Dimensionen eskalieren. US-Medien sind völlig aus dem Häuschen, sprechen schon von einem «Kategorie-5-Hurrikan», der auf das Weisse Haus zusteuert.

Was ist passiert?

Im nächste Woche erscheinenden Buch «Fire and Fury: Inside the Trump White House» von Autor Michael Wolff schiesst Steve Bannon gegen Donald Trump Jr. und seinen Intimfeind, Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Dies unter anderem wegen des ominösen Treffens mit einer russischen Delegation im Trump-Tower in New York, wie der «Guardian» schreibt. 

FILE - In this Jan. 23, 2017, file photo, President Donald Trump smiles as he walks in from the Oval Office of the White House in Washington, to host breakfast with business leaders in the Roosevelt Room. Sitting at the table are then-White House senior adviser Steve Bannon, left, and Kevin Plank, founder, CEO and Chairman of Under Armour. Trump returned fire with both barrels Wednesday against criticism leveled at him in a new book that says he never expected — or wanted — to win the White House, his victory left his wife in tears and a senior adviser thought his son's contact with a Russian lawyer during the campaign was

Bannon (links) und Trump im Oval Office. Bild: AP/AP

Bannon findet klare Worte für dieses Meeting: «Die drei ranghohen Herren hielten es für eine gute Idee, in einem Konferenzraum im 25. Stock des Trump Towers eine Vertreterin einer ausländischen Regierung zu treffen – ohne Anwälte. (...) Jemand hätte sofort das FBI rufen sollen.» Weiter erklärt er, die Chance sei «gleich Null», dass Trump nichts vom Treffen seines Sohnes gewusst habe. 

Für Trumps Sohn hat Bannon düstere Aussichten wegen der anstehenden Anhörung. «Sie werden Don Jr. im landesweiten Fernsehen knacken wie ein Ei», prognostiziert er.

Trump feuert zurück – und wie

Donald Trump braucht ganze 1158 Zeichen, um seiner Wut freien Lauf zu lassen. In harschen Worten rechnet der Präsident  mit seinem ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon ab. Er zweifelt an dessen geistiger Verfassung und beschreibt ihn als Scharlatan. «Bannon hat nichts mit mir oder meiner Präsidentschaft zu tun», so Trump. «Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand.» Bannon habe wenig Anteil an seinem Wahlsieg gehabt. Im Weissen Haus habe er sich wichtiger gemacht, als er gewesen sei.

Und: «Steve war ein Mitarbeiter, der für mich gearbeitet hat, nachdem ich die Kandidatur bereits gewonnen hatte – indem ich 17 Kandidaten besiegt habe, die oft als das talentierteste Bewerberfeld beschrieben wurden, das sich jemals in der republikanischen Partei versammelt hat». 

Medienberichten zufolge hat Präsident Trump zudem eine Unterlassungserklärung von Bannon gefordert. Trumps Anwalt Charles Harder habe Bannon in einem Brief vorgeworfen, durch seine Gespräche mit  Michael Wolff eine Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt zu haben, berichteten US-Medien am Mittwoch. Bannon habe sich zudem mit seinen «abfälligen» Äusserungen über Trump und seine Familie auch der Verleumdung schuldig gemacht, zitierten sie aus dem Schreiben des Anwalts.

Auch Donald Trump Jr. wettert in einem Tweet gegen Bannon. Dieser habe das Privileg gehabt, im Weissen Haus zu arbeiten. «Leider missbraucht er nun diese Chancem um hinterhältige Lügen zu verbreiten. (...) Steve ist kein Stratege, sondern ein Opportunist». 

Der Widerspruch Nr. 1

Die Tirade von Trump gegen Bannon widersprechen diametral Donald Trumps Aussagen, die er nach dem Abgang von Steve Bannon im August 2017 gemacht hatte. Damals dankte er Bannon für seine Arbeit während des Wahlkampfs gegen Hillary Clinton. «Es war toll», so Trump über Bannon, der in den letzten Monaten mit seinem Rechtsaussen-Portal Breitbart weiter mächtig Stimmung für Trump machte. 

Eine Userin hatte schon damals eine Vorahnung: «Du wirst ihm nicht mehr danken, wenn er dich an die Medien verpfeift. Er wird dich behandeln wie du andere behandelst», schrieb die Frau an die Adresse Trumps. Sie sollte Recht behalten. 

Der Widerspruch Nr. 2

Trump-Sprecherin Sanders über Bannon.

Trump-Sprecherin Sarah Sanders sagte, Trump sei «erzürnt» und «angewidert» über die Aussagen Bannons. Und bestätigte an derselben Pressekonferenz, dass Trump und Bannon auch nach dessen Abgang im August regelmässig miteinander telefoniert hätten – zuletzt am 13. Dezember.

Laut «New York Times» sprachen sie 15 Minuten zusammen. Dies nachdem der von Bannon unterstützte Republikaner Roy Moore die Senatswahl in Alabama überraschend verloren hatte. 

Ob da Trump auch schon dachte, dass Bannon den Verstand verloren hatte? 

Das Buch selbst sei voll mit falschen und irreführenden Behauptungen von Menschen, die keinen Zugang oder keinen Einfluss hätten, sagt Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Es sei nicht mehr als «trashige Boulevard-Fiktion».

Das Kushner-«Schmiergeld»

Zuoberst auf der Abschussliste hat Bannon Trump-Schwierigsohn Kushner. Der Ulta-Rechte Bannon war mit dem eher liberalen Kushner immer wieder aneinander geraten. Politexperten sind denn wenig erstaunt über die Abrechnung Bannons. 

White House senior adviser Jared Kushner, left, and White House chief strategist Steve Bannon, right, participate in a ceremony to present President Donald Trump The Collar of Abdulaziz Al Saud Medal at the Royal Court Palace, Saturday, May 20, 2017, in Riyadh. (AP Photo/Evan Vucci)

Die Intimfeinde Bannon (rechts) und Kushner bei einem Staatsbesuch in Saudi-Arabien.  Bild: AP/AP

Vor allem mögliche Verwicklungen der Deutschen Bank in die Russland-Affäre könnten laut Bannon ausschlaggebend sein für einen möglichen Sturz des US-Präsidenten. «Der Weg der Ermittler führt über die Deutsche Bank und den ganzen Kushner-Mist. (...) Die werden die Jungs durch den Fleischwolf drehen und sagen, spielt gegen oder mit uns», so Bannon. FBI-Sonderermittler Mueller hatte kürzlich tatsächlich Unterlagen der Deutschen Bank angefordert. 

Doch aus Bannons Sicht ändert die Wut des Präsidenten nichts daran, dass die Trump-Regierung bei Muellers Ermittlungen vor schwierigen Zeiten steht: Die Mitglieder der Administration seien wie Strandbesucher, die einen «nahenden Wirbelsturm aufhalten wollten», sagte er.

Mehr von Bannon gefällig?

Seine härtesten Sprüche

Mit Material von sda.

Donald Trump ahmt Menschen nach

Video: watson

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
rodolofo
04.01.2018 07:09registriert February 2016
Interessant: Die fetteste Ratte verlässt bereits das sinkende Schiff, während der Kapitän ihr hinterher schimpft: "Dann geh doch! Wir können den ganzen Käse auch selber fressen!"
Wer hält eigentlich das Steuer, während der Kapitän Fox-News schaut, oder twittert?
Und was wird passieren, wenn Trump inmitten des Sturms seine falschen Haare verliert?
Fragen über Fragen!
Schalten sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn es wieder heisst: "Schweine auf hoher See!"
28519
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ujay
04.01.2018 06:40registriert May 2016
Top of USA: Ein versoffener Hillibilly und ein narzistischer Bankrotteur im epischen Kampf....hahahahaha
2437
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Linus Luchs
04.01.2018 08:34registriert July 2014
...
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20

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