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Griechenland

Anarchisten und Drogenhändler haben Kontrolle über Athener Stadtviertel übernommen        

Die Polizei wagt nicht mehr, in Exarchia einzugreifen.
Die Polizei wagt nicht mehr, in Exarchia einzugreifen.
Bild: Kostas Tsironis /AP/KEYSTONE

Anarchisten und Drogenhändler haben Kontrolle über Athener Stadtviertel übernommen        

07.07.2016, 11:4007.07.2016, 12:32

Autonome und Chaoten haben offenbar die Oberhand in dem als Hochburg der Anarchie geltenden Viertel Exarchia im Zentrum Athens gewonnen. Die griechische Post schliesst am Freitag ihre dortige Filiale.

Vorangegangen seien mehrere Angriffe auf das Personal, hiess es in einer am Donnerstag herausgegebenen Mitteilung der griechischen Post. In der Region sei die Lage in den vergangenen Monaten völlig ausser Kontrolle geraten, berichteten griechische Medien.

Exarchia ist auch bekannt für seine Streetart.
Exarchia ist auch bekannt für seine Streetart.
Bild: Dimitri Messinis/AP/KEYSTONE

Polizei wagt nicht mehr einzugreifen

Immer wieder kommt es nach Demonstrationen zu Ausschreitungen. Die Polizei wagt nicht mehr, in Exarchia einzugreifen. Das Stadtviertel in der Nähe des Polytechnikums gilt als unkontrollierbar. Randalierer, die sich selbst Anarchisten nennen, und Drogenhändler dominieren die Szene.

Exarchia und das Polytechnikum gelten als Symbole des Widerstandes gegen die griechische Militärdiktatur (1967-1974). Bei einem Studentenaufstand im November 1973 waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Randalierer haben nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn zudem sechs Busse angehalten, die Insassen verjagt und die Fahrzeuge angezündet. Das Athener Busunternehmen meiden daher die Haltestelle Exarchia. (whr/sda/dpa)

Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand

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Während Griechenland unter der Wirtschafts- und Schuldenkrise ächzt, blüht in Athen die Kreativität auf. Graffiti-Künstler haben die Stadt mit ihren Bildern belebt.
quelle: getty images europe / milos bicanski
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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nichtwichtig
07.07.2016 13:23registriert September 2015
Der Artikel ist leicht verwirrend.
Haben jetzt die Anarchisten, Drogenhändler, Chaoten oder Randalierer - die Kontrolle über das Athener Stadtviertel übernommen?

Oder steht jede Bezeichnung für den gleichen Typ Mensch?
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Thomas Rohrer
07.07.2016 13:55registriert April 2016
Endlich wiedermal gute Nachrichten aus Athen.
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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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