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Russland

Mit ballistischen Raketen: Russland nimmt Kiew ins Visier

Local residents walk among debris following Russia's missile attack in Kyiv, Ukraine, Sunday, July 19, 2026. (AP Photo/Efrem Lukatsky)
Russia Ukraine War
Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen.Bild: keystone

Dutzende Explosionen in Kiew – Russland meldet Angriffe auf Logistikzentren

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Russland meldet derweil Angriffe auf Logistikzentren.
19.07.2026, 02:1619.07.2026, 09:42

Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem «der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew» sowie von einem Toten und 16 Verletzten.

«Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen», teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Angaben der ukrainischen Flugabwehr wurden 23 Einschläge von Raketen und 10 von Drohnen registriert. Demnach wurde ein grosser Teil der Flugobjekte zerstört.

Selenskyj: Raketenabwehr hat Priorität

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Mit westlicher Hilfe, besonders aus Deutschland, wurde die Flugabwehr modernisiert. Zuletzt klagte Kiew jedoch über einen Mangel an Lenkkörpern für das Flugabwehrsystem Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen.

«Der Schutz vor ballistischen Raketen ist derzeit eine ständige und oberste Priorität», sagte Selenskyj. «Abfangraketen werden jeden Tag benötigt.» Er rief die Verbündeten des Landes auf, die zugesagten Raketenabwehrsysteme zu liefern. «Diese Lieferungen bedeuten derzeit buchstäblich gerettete Menschenleben bei jedem massiven russischen Angriff.» Insgesamt habe Russland in dieser Woche etwa 1.450 Drohnen, mehr als 1.640 Gleitbomben und 99 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Russland meldet Angriffe auf Logistikzentren

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in Kiew seien ein grosses Logistikzentrum der Post für die Lagerung von Bauteilen für Waffen sowie mehrere Betriebe für die Produktion von Raketenkomponenten Ziele der Angriffe gewesen. Im Kiewer Gebiet sei ein Zentrum zur Aufbewahrung und Verteilung von Elementen für die Produktion von weitreichenden Drohnen getroffen worden. Unabhängig überprüfbar waren diese Angaben nicht.

Auch die Hafeninfrastruktur im Süden am Schwarzen Meer sei erneut angegriffen worden, teilte das Ministerium in Moskau weiter mit. So seien im Raum Odessa Anlagen für die Lagerung militärischer Güter sowie von den Streitkräften genutzte Treibstoffdepots beschossen worden. Die Ukraine veröffentlicht - wie Russland - keine Informationen zu Schäden an militärisch genutzten Objekten. (sda/dpa)

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quelle: keystone / alex babenko
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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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James McNew
19.07.2026 06:36registriert Februar 2014
Staatlicher Terror gegen die Zivilbevölkerung. Wie überhaupt die ganze russische Invasion. Und alles, was die Ukraine in Russland anrichtet, wäre ohne den russischen Angriff nie passiert. Putins „Vergeltung“ ist jedesmal nur komplett zynisch und menschenverachtend.
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Patrick M.
19.07.2026 09:09registriert März 2025
Noch nicht lange her musste man hier lesen, dass Russland von terroristischen Angriffen auf zivile Ziele sprach und eine Strafuntersuchung einleitete.
Aha, und wie nennt man den russischen Beschuss von Wohnhäusern in Kiew? Zynischer geht's wohl nicht mehr...
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Squawk 7700
19.07.2026 05:17registriert Mai 2025
Schon bald hat die Ukraine auch ballistische Rakenten und dann wünsche ich Putin viel Spass. Seine Flugabwehr ist quasi inexistent und die vielen Flugabwehrstellungen um Moskau sehen nicht mal kleine Drohnen. Ein koordinierter Angriff mit Drohnen und Ballistischen Raketen und die kitschigen Türmchen der Basilius Kathedrale beim Kreml sind Geschichte.
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